Bundesgericht: Casino Neuenburg muss 500'000 Franken Busse zahlen
Lausanne (awp/sda) - Das Bundesgericht hat eine Busse von 500'000 Franken für das Casino Neuenburg bestätigt. Neun mit einer Sperre belegte Spieler konnten weiterhin zocken.
Das Casino wusste oder hätte vermuten müssen, dass diese Spieler unter einer Spielsucht leiden. Sie setzten viel mehr Geld ein, als ihr Einkommen es eigentlich zuliess. Ausserdem hatte das Casino bestimmte Informationen nicht eingeholt, die zur Klärung ihrer finanziellen Situation notwendig gewesen wären.
Weiter hatte das Casino das exzessive Spielverhalten jener Personen trotz offensichtlicher Anzeichen, wie beispielsweise sehr häufigen Besuchen, nicht erkannt. In drei Fällen waren es die Spieler selbst, die ihren Ausschluss beantragt hatten. Das Casino reagierte jedoch nicht darauf, wie aus einem am Dienstag publizierten Urteil des Bundesgerichts hervor geht.
Kontrolle vor Ort
Im Anschluss an eine Inspektion in den Räumlichkeiten der Spielbank im August 2022 wurden diese Verstösse bei der Durchsicht der Akten von Spielern mit so genanntem Sozialschutzstatus aufgedeckt. In diesen Unterlagen sind die Schutzmassnahmen detailliert aufgeführt, die das Casino ergreifen muss, um der Spielsucht vorzubeugen oder ihr entgegenzuwirken.
Im Jahr 2023 hatte die Eidgenössische Spielbankenkommission das Casino sanktioniert. Sie war der Ansicht, dass es sich um einen Verstoss mittlerer Schwere handele. Sie verhängte eine Geldstrafe in Höhe von 4 Prozent des Bruttospielertrags für das Jahr 2021, also 570'850 Franken. Das Bundesverwaltungsgericht und nun auch das Bundesgericht stützten den Entscheid der Kommission in allen Punkten und bestätigten die Sanktion. (Urteil 2C_642/2025 vom 11.5.
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