SIX-VRP: Kerngeschäft der Gruppe ist "sehr solide"
Zürich (awp) - Der Verwaltungsratspräsident der Schweizer Börse SIX, André Helfenstein, bezeichnet das Kerngeschäft der Gruppe als "sehr solide". "Die SIX ist kein Turnaround-Fall. Aber es gibt klarerweise Handlungsbedarf. Diesen haben wir erkannt und gehen ihn an", sagte er im Interview mit der "NZZ am Sonntag" vor allem mit Blick auf die Milliardenabschreiber für die Worldline-Beteiligung.
"Die Abschreibungen waren schlecht. Das muss man nicht schönreden. Rückblickend hätte die SIX die Worldline-Aktien früher verkaufen können", so Helfenstein weiter. Die Gruppe verfüge aber über eine gute Ertragsbasis und eine starke Bilanz. Die Mittel für Investitionen fehlen nicht, sie seien knapper geworden. Derweil sei das Geschäftsjahr 2026 für die SIX "sehr gut angelaufen".
Weiter kritisierte Helfenstein die Integration der spanischen Börse als "zu zögerlich". "Das war ein Fehler", sagte er der Zeitung. Nun treibe man die Zusammenführung aller IT-Plattformen "mit aller Konsequenz voran." Die kritische Grösse, um im europäischen Markt bestehen zu können, will Helfenstein durch organisches Wachstum und gezielte, kleinere Akquisitionen erreichen.
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