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Unternehmensergebnis   12.03.2026 12:03:14

Postfinance erhöht Gewinn dank Zinsergebnis und Beteiligungsverkauf

Bern (awp) - Die Postfinance hat 2025 von einem klar verbesserten Zinsergebnis wie auch von Beteiligungsverkäufen profitiert und weist einen deutlich höheren Gewinn aus. Zudem konnte das Finanzinstitut die Kundenvermögen steigern.

Der gemäss Rechnungslegung für Banken ausgewiesene Gewinn der Post-Tochter kletterte im vergangenen Jahr auf 282 Millionen Franken nach 112 Millionen im Jahr davor, wie dem am Donnerstag veröffentlichten Geschäftsbericht zu entnehmen ist. Das Ergebnis zeige, dass Postfinance auch unter herausfordernden Bedingungen widerstandsfähig sei, wird CEO Beat Röthlisberger im Geschäftsbericht zitiert.

Höhere Kundenvermögen

Die Kundenvermögen erhöhten sich per Ende 2025 auf 112,8 Milliarden Franken gegenüber 106,6 Milliarden im Jahr davor. Dabei stiegen sowohl die Kundengelder auf den Postkonten wie auch der Bestand an Wertschriften und Fonds klar an. Neben den Zuflüssen neuer Kundengelder erhöhten sich auch die Liquiditätshaltung von Firmenkunden im Umfeld der Nullzinsen der SNB.

Im Zahlungsverkehr verarbeitet PostFinance 2025 insgesamt 1482 Millionen Transaktionen verarbeitet, was einer Zunahme von 3,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr entsprach. Insgesamt hätten die Kundinnen und Kunden Transaktionen mit einem Volumen von 2186 Milliarden Franken abgewickelt.

Höhere Zinsmarge

Deutlich verbessert hat die Post-Tochter das Ergebnis im Zinsdifferenzgeschäft, ihrer wichtigsten Ertragsquelle. Der Netto-Zinserfolg stieg um 126 Millionen auf neu 583 Millionen Franken. Die Zinsmarge habe sich damit nach Jahren der Erosion auf einen Wert von 55 Basispunkten verbessert.

Postfinance habe im schwierigen Marktumfeld von ihrer "langfristigen, ausgewogenen Anlagestrategie" profitiert, heisst es im Geschäftsbericht. So wurden Verfälle aus der Negativzinsphase noch zu höheren Renditen reinvestiert. Die Erträge aus den Sichtguthaben bei der SNB gingen zurück. Gleichzeitig senkte Postfinance auch die Kundenzinsen.

Rückläufige Zahlungen am Schalter

Dagegen verdiente die Post-Tochter im zinsindifferentem Geschäft trotz der gestiegenen Kundenvermögen weniger: So sank der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft um 61 Millionen auf 343 Millionen Franken unter dem Vorjahr und der Handelserfolg ging 14 Millionen auf 216 Millionen Franken zurück.

Weiterhin bekam die Postfinance dabei die rückläufigen Erträge aus dem Schalterzahlungsverkehr zu spüren: Die Anzahl Einzahlungen am Schalter gingen 2025 um 10 Prozent zurück: "Das Defizit in diesem Teil der Grundversorgung belastet das Ergebnis weiterhin stark", so Postfinance.

Ausstieg bei Swissquote

Derweil konnte Postfinance die Kostensituation verbessern: Der Geschäftsaufwand nahm um 7 Prozent auf 935 Millionen Franken ab. Zu verdanken war dies Effizienzmassnahmen, zusätzlich führte aber auch die Übertragung des Postomatenbetriebs an Postnetz zu Einsparungen.

Stark profitieren konnte die Post-Tochter im vergangenen Jahr nicht zuletzt vom Verkauf ihrer Beteiligung an der Online-Bank Yuh sowie von Swissquote-Anteilen. Dies führte zu einem ausserordentlichen Ertrag von 285 Millionen Franken gegenüber 39 Millionen im Jahr davor.

Postfinance hatte ihren 50-Prozent-Anteil an Yuh Mitte 2025 an den Joint-Venture-Partner Swissquote verkauft. Ende Jahr verkaufte die Post-Tochter zudem rund 3,5 Prozent von insgesamt 5 Prozent ihrer Beteiligung an Swissquote.


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