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Personalien, Management, Verwaltungsrat   05-Feb-2026 15:37:10

Untersuchung soll Beziehung von WEF-CEO Brende zu Epstein klären

Rom/Bern/Genf (awp/sda/ans) - Das Weltwirtschaftsforum leitet eine unabhängige Untersuchung gegen seinen CEO Børge Brende ein. Es geht um die Klärung von dessen Beziehungen zum Sexualstraftäter Jeffrey Epstein. Anlass sind jüngste Enthüllungen über Brendes Teilnahme an drei Arbeitsessen mit dem 2019 verstorbenen, wegen Pädophilie verurteilten Finanzier sowie Mail- und SMS-Verkehr.

Das Weltwirtschaftsforum (WEF) habe in einer Mitteilung betont, die Entscheidung für die Untersuchung unterstreiche "das Engagement für Transparenz und den Erhalt der Integrität", schrieb die italienische Nachrichtenagentur Ansa am Donnerstag. Zugleich unterstütze und kooperiere Brende bei der Untersuchung und werde seine Aufgaben als Präsident und CEO weiterhin wahrnehmen.

Brende selbst erklärte, er habe 2018 während eines Besuchs in New York eine Einladung vom ehemaligen norwegischen Vize-Ministerpräsidenten und Uno-Gesandten für den Nahen Osten und Nordafrika, Terje Rød-Larsen, erhalten, "sich ihm zu einem Abendessen mit einer Person anzuschliessen, die als US-amerikanischer Investor, Jeffrey Epstein, vorgestellt wurde".

An diesem Treffen hätten auch mehrere weitere Führungspersönlichkeiten teilgenommen. Im darauffolgenden Jahr habe er an zwei ähnlichen Abendessen mit Epstein teilgenommen, gemeinsam mit weiteren Diplomaten und Wirtschaftsvertretern.

Brende bedauert fehlende Überprüfung

Diese Abendessen sowie einige E-Mails und SMS hätten "den gesamten Umfang des Kontakts dargestellt", erklärte Brende weiter. Er habe keinerlei Kenntnis von Epsteins Vergangenheit und kriminellen Aktivitäten gehabt.

"Hätte ich seinen Hintergrund gekannt, hätte ich die ursprüngliche Einladung abgelehnt sowie jede weitere Einladung zu Abendessen oder andere Kommunikationsformen", sagte Brende. Der WEF-CEO räumte ein, er hätte "eine gründlichere Überprüfung von Epsteins Vergangenheit durchführen können" und bedauere, dies nicht getan zu haben.


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