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Zusammenfassung: Meldung, welche die Fakten eines Ereginisses zusammenfasst   03.04.2025 15:32:10

Mobiliar steigert mit Rückenwind von den Finanzmärkten den Gewinn

Bern (awp) - Weiteres Wachstum und kräftiger Rückenwind von den Finanzmärkten haben den Gewinn der Mobiliar im vergangenen Jahr in die Höhe getrieben. In der Nichtlebenversicherung setzten der Gruppe allerdings wiederum hohe Kosten zu Unwetterkatastrophen zu.

"Wir sind erneut über Markt gewachsen und erzielten ein ausgezeichnetes Finanzergebnis", fasste Mobiliar-Chefin Michèle Rodoni am Donnerstag vor Medienvertretern das Geschäftsjahr 2024 zusammen. Das Prämienvolumen kletterte um 3,7 Prozent auf 4,94 Milliarden Franken und der Gewinn schoss um 12 Prozent auf 391 Millionen in die Höhe.

Stark gestiegen sind die Bruttoprämien 2024 erneut im Nichtlebengeschäft (+5,8% auf 3,96 Mrd), wobei das Wachstum im Direktgeschäft mit 5,6 Prozent ein weiteres Mal über dem vom Schweizerischen Versicherungsverband geschätzten Marktwachstum (+4,0%) lag. Die Sach- (+6,1%), Rechtsschutz- (+7,3%) und Personenversicherungen (+8,3%) glänzten besonders.

Hohe Unwetterkosten

Das Jahr 2024 war allerdings einmal mehr von schweren Unwettern geprägt. Insgesamt belasteten Naturkatastrophen die Rechnung mit 147 Millionen Franken nach einer bereits hohen Schadensbelastung von 135 Millionen 2023. Allen voran die starken Gewitter begleitet von Hochwasser im Tessin, Wallis und Jura von Ende Juni (rund 60 Mio) wogen schwer. Und auch die Unwetter im Misox und Zermatt (rund 30 Mio) gut eine Woche früher fielen ins Gewicht.

Die für die operative Profitabilität in der Nichtlebenversicherung massgebende Schaden-Kosten-Quote verschlechterte sich um 4,3 Punkte auf 97,1 Prozent. Dafür seien nicht nur die Unwetter allein, sondern insbesondere auch höhere Kosten für Ersatzteile und Reparaturen verantwortlich gewesen, sagte Rodoni.

Im kleineren Lebengeschäft fielen die Prämieneinnahmen um 3,9 Prozent auf 983 Millionen Franken. Das begründete Finanzchef Alex Flückiger mit einem Rücksetzer bei den Einmalprämien. Hier setzte die Mobiliar in einem Umfeld mit tieferen Zinsen weniger vom Tranchenprodukt One Invest ab. Gewachsen seien dagegen die periodischen Prämieneinnahmen (+5,5%).

Rückenwind an den Finanzmärkten

Im vergangenen Jahr waren nicht die operativen Tätigkeiten, sondern vielmehr die Finanzanlagen für den Erfolg der Mobiliar verantwortlich. Allen voran die im Vergleich zu anderen Versicherungen hohen Bestände an Aktien und Gold spielten dem Unternehmen in die Karten. Da die Mobiliar mit einer hohen SST-Quote von 518 Prozent sehr gut kapitalisiert ist, sei die Risikofähigkeit für einen Aktienanteil von über 14 Prozent gegeben, sagte Flückiger.

Bis zum Ende des Jahres kletterte das finanzielle Ergebnis um 73 Prozent auf 417 Millionen Franken und die Anlagerendite stieg auf 2,0 Prozent (VJ 1,2%). Inklusive Wertanpassungen bei den Kapitalanlagen schoss die Gesamtperformance auf 9,1 Prozent hoch von bereits hohen 5,5 Prozent im Vorjahr.

Im Ausblick blieb Rodoni in ihren Ausführungen zurückhaltend. Die Mobiliar werde an ihrer Strategie mit Fokus auf das Kerngeschäft Versicherung und Vorsorge festhalten, sagte sie. Dazu seien im vergangenen Jahr an die 100 Vertriebsmitarbeitende eingestellt worden, während rund 1300 Mitarbeitende an der technologischen Entwicklung arbeiteten.

Als Genossenschaft lässt die Mobiliar die Kundinnen und Kunden jeweils über Prämienreduktionen am Gewinn teilhaben. Von Juli 2025 bis Juni 2026 sollen die Kunden der Haushalts- und Gebäudeversicherung von einer 20-prozentigen Reduktion profitieren. Einen Rabatt von 10 Prozent gibt es indes auf Rechtsschutzversicherungen.


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