News story
Politik, Regierung, Parlament, Bundesverwaltung   26.02.2026 13:34:11

WEF-CEO Brende stolpert über Kontakte zu Epstein und tritt zurück

Bern (awp/sda) - Der CEO des Weltwirtschaftsforums Børge Brende hat am Donnerstag seinen Rücktritt verkündet. Kürzlich war bekanntgeworden, dass er Kontakt zum Sexualstraftäter Jeffrey Epstein hatte. Jetzt übernimmt Alois Zwinggi gemäss dem WEF vorläufig die Geschäfte.

Eine zuvor vom Weltwirtschaftsforum (WEF) eingeleitete Überprüfung durch externe Anwälte sei zum Schluss gekommen, dass keine weiteren Kontakte zu Epstein bestanden hätten, als Brende bereits selbst offengelegt hatte. Der CEO erklärte Anfang Februar, er habe 2018 während eines Besuchs in New York eine Einladung erhalten, "sich ihm zu einem Abendessen mit einer Person anzuschliessen, die als US-amerikanischer Investor, Jeffrey Epstein, vorgestellt wurde."

An diesem Treffen hätten auch andere Führungspersönlichkeiten teilgenommen. Später habe er an zwei ähnlichen Abendessen mit Epstein teilgenommen, gemeinsam mit weiteren Diplomaten und Wirtschaftsvertretern. Diese Abendessen sowie einige E-Mails und SMS hätten "den gesamten Umfang des Kontakts dargestellt", betonte Brende damals. Er habe keinerlei Kenntnis von Epsteins Vergangenheit und kriminellen Aktivitäten gehabt.

Übergangs-CEO wollte eigentlich in den Ruhestand

Die Kontakte wurden Brende nun zum Verhängnis - er gab am Donnerstag seinen Rücktritt als CEO bekannt, wie das WEF in einer Pressemitteilung schrieb. André Hoffmann und Larry Fink, die Co-Präsidenten des Forums würdigten darin Brendes Engagement fürs WEF und gaben gleichzeitig bekannt, dass der Direktor Alois Zwinggi ad interim übernimmt.

Zwinggi wollte eigentlich bereits in diesem Jahr von seinem Posten zurücktreten - wird er 2026 doch pensioniert. Bereits im Januar gab er aber bekannt, aufgrund der Swissness zu verlängern. Zwinggi ist der einzige Schweizer in der WEF-Leitung.

Der Vorstand wolle nun den Führungswechsel überwachen, einschliesslich des Plans, einen ordnungsgemässen Prozess zur Bestimmung eines dauerhaften Nachfolgers voranzutreiben, schrieben Fink und Hoffmann weiter.


Zum gleichen Thema

N/A

Betroffene Instrumente

N/A