News story
Unternehmensergebnis   26.05.2026 10:00:16

Suva spart 2025 mit Betrugsbekämpfung 43,7 Millionen Franken

Bern (awp/sda) - Die Suva hat im Jahr 2025 durch die Bekämpfung von Versicherungsmissbrauch 43,7 Millionen Franken eingespart. Das ist eine deutliche Zunahme gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig verändern neue Technologien wie künstliche Intelligenz die Betrugsversuche.

Die Einsparungen stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 12,5 Millionen Franken, wie die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt Suva am Dienstag mitteilte. Der grösste Teil der gesamten Einsparungen, 35,5 Millionen Franken, entfiel auf verhinderte ungerechtfertigte Leistungsbezüge. Weitere 8,2 Millionen Franken kamen durch zusätzlich erhobene Prämien bei Betrieben zusammen.

Im Geschäftsjahr 2025 untersuchte die Suva 269'477 Fälle mit Taggeld- oder Rentenzahlungen sowie 2067 Verdachtsfälle. Davon schloss sie 671 Fälle nach bestätigtem Missbrauch rechtskräftig ab. Die durchschnittliche Einsparung pro Fall lag bei 52'906 Franken.

Laut der Suva verändern sich die Betrugsversuche durch künstliche Intelligenz (KI). Fälschungen von Dokumenten oder Bildern liessen sich einfacher und in grösserem Umfang herstellen. Zudem stünden Betrugsfälle immer häufiger im Zusammenhang mit organisierter Kriminalität.

"Technologische Entwicklungen wie künstliche Intelligenz senken die Eintrittsschwelle für Betrug", wird Roger Bolt zitiert, der die Bekämpfung von Versicherungsmissbrauch bei der Suva leitet. Deshalb investiert das Unternehmen in professionellere Erkennungsinstrumente. Entscheidend bleibe das Zusammenspiel von menschlicher Expertise und Technologie.

Spezialistinnen und Spezialisten prüfen alle Verdachtshinweise. Dazu gehörten Unstimmigkeiten in Akten oder Meldungen durch Dritte. Bei begründetem Verdacht setzt die Suva als letztes Mittel auch Versicherungsdetektive ein. Zu solchen Observationen kam es im vergangenen Jahr zwei Mal, 2024 wurden keine Beobachtungen durchgeführt.

Viele Observationen, wenige Anzeigen

Die gesetzliche Grundlage für die Überwachung von Versicherten ist am 1. Oktober 2019 in Kraft getreten. Insgesamt 41 Observationen sind laut einer Erhebung des Bundesamtes für Sozialversicherungen (BSV) im vergangenen Jahr bei allen Schweizer Sozialversicherungen durchgeführt worden. Im Nachgang hatten acht Versicherungsträger eine Strafanzeige eingereicht.

Allein bei der Invaliden- und Unfallversicherung soll die Summe der eingestellten Leistungen bei rund 14,2 Millionen Franken liegen. Die Personalkosten, die von den Versicherungsträgern für die Bekämpfung von Versicherungsmissbrauch - inklusive der Kosten für die Observationen - ausgewiesen wurden, betrugen im Berichtsjahr 2025 9,2 Millionen Franken.


Zum gleichen Thema

Betroffene Instrumente

N/A