Schaffhauser Kantonalbank schreibt 2025 deutlich weniger Gewinn
Schaffhausen (awp) - Die Schaffhauser Kantonalbank (SHKB) hat 2025 markant weniger Gewinn erzielt. Dabei lag wegen der tiefen Zinsen insbesondere der Erfolg aus dem Zinsengeschäft klar unter dem Vorjahr.
Der Geschäftserfolg als Mass für die operative Leistung ging im vergangenen Jahr um gut 23 Prozent auf 66,6 Millionen Franken zurück, wie das Institut am Dienstag mitteilte. Dank einer geringeren Bildung von Reserven für allgemeine Bankrisiken reduzierte sich der Jahresgewinn um 8,9 Prozent auf 51,6 Millionen etwas moderater.
Der Kanton Schaffhausen als Eigner der Bank erhält nun eine Ausschüttung von 41,4 Millionen Franken (-8,8%). Das entspreche 461 Franken pro Einwohnerin und Einwohner des Kantons, heisst es.
Der von der Bank erzielte Betriebsertrag nahm um 10,7 Prozent auf 144,0 Millionen Franken ab. Hauptursache für den Rückgang war der rückläufige Erfolg im Zinsengeschäft. Der Netto-Erfolg aus dem Zinsengeschäft sank um 21,5 Prozent auf 79,9 Millionen. Die Bank verweist dabei auf einen im Branchenvergleich hohen Anteil Geldmarkthypotheken.
Dagegen konnte die Bank den Ertrag im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft sowie im Handelsgeschäft steigern.
Hypothekarforderungen steigen erneut
Die Ausleihungen zogen mit einem Plus von 2,7 Prozent auf 8,62 Milliarden Franken etwas an, dies vor allem dank eines Anstiegs bei den Hypothekarforderungen (+2,6%). Derweil flossen der Bank auf der Passivseite weitere Kundengelder zu (+2,2% auf 6,19 Mrd). Insgesamt kletterte die Bilanzsumme um 1,9 Prozent auf 10,64 Milliarden Franken per Ende 2025.
Die wirtschaftlichen Aussichten für das Geschäftsjahr 2026 bezeichnet die Bank als verhalten positiv. Geopolitische sowie wirtschafts- und geldpolitische Unsicherheiten können weiterhin zu erhöhter Volatilität an den Finanzmärkten führen, in der Schweiz bleibe das tiefe Zinsumfeld ein zentraler Faktor, heisst es mit Blick nach vorne.
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