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Anleihen, Bonds   02.04.2025 19:34:08

Pfandbriefzentrale baut Anleihenbestand 2024 weiter aus

Zürich (awp) - Die Pfandbriefzentrale der schweizerischen Kantonalbanken hat ihren Anleihenbestand 2024 auf einen neuen Höchststand weiter ausgebaut. Das Wachstum hat sich aber leicht abgeschwächt.

Insgesamt wurden laut Mitteilung vom Mittwochabend von Januar bis Dezember 2024 Anleihen im Umfang von 10,0 Milliarden Franken ausgegeben. Gleichzeitig wurden Anleihen im Umfang von 6,8 Milliarden Franken zur Rückzahlung fällig, womit sich der Bestand der Pfandbriefanleihen um (gerundet) 3,1 Milliarden Franken erhöhte. Der Bestand erreicht einen neuen Höchststand von 83,3 Milliarden Franken.

Der Wachstumstrend sei seit mehr als 15 Jahren anhaltend, habe sich allerdings gegenüber den Vorjahren leicht abgeschwächt, heisst es in der Mitteilung. Der Pfandbrief habe damit sich über die Jahre als wichtiges Refinanzierungsinstrument im Hypothekargeschäft etabliert.

Die beiden Pfandbriefinstitute - neben der Pfandbriefzentrale auch die Pfandbriefbank Schweizerischer Hypothekarinstitute - dominierten laut den Angaben mit einem Anteil von 36 Prozent am Emissionsvolumen (VJ 40%) auch 2024 vor das Geschehen am Inlandsegment des Schweizer Kapitalmarkts.

Im laufenden Geschäftsjahr 2025 werden den Angaben zufolge Anleihen im Umfang von 5,5 Milliarden Franken (VJ 6,8 Mrd) zur Rückzahlung fällig. Zur Refinanzierung der mit diesen Anleihen finanzierten Darlehen an die 24 Mitgliedbanken und zur Beschaffung zusätzlicher Mittel plant die Pfandbriefzentrale zehn Emissionstermine, wovon drei bereits über die Bühne gebracht wurden.

Vier Serien gleichzeitig

Man habe im vergangenen Jahr die technischen Möglichkeiten geschaffen, um bis zu vier Serien im Rahmen einer öffentlichen Emission zu platzieren, heisst es weiter. Im letzten Oktober kam diese Möglichkeit dann erstmals zur Anwendung. Es ermögliche eine bessere Abdeckung der Investoren- und Darlehensnachfrage und soll, wo angezeigt, auch 2025 erfolgen.

Weiter werden zwei Personalien aus dem letzten Jahr vermeldet. Der langjährige Verwaltungsrat Alois Schärli hat auf die GV 2024 seinen Rücktritt erklärt. Er wurde ersetzt durch Beatrice Kern von der Berner Kantonalbank (BEKB). Infolge ihres Austritts aus der Geschäftsleitung der Banque Cantonale de Genève sei ausserdem Virginie Fauveau am 19. September 2024 aus dem Verwaltungsrat ausgetreten. Die Ersatzwahl erfolge an der nächsten ordentlichen Generalversammlung.


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