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Unternehmensergebnis   27.07.2026 11:40:36

Vodafone steigert Umsatz und Gewinn - Jahresziel um Zukauf angehoben

LONDON (awp international) - Der britische Telekommunikationskonzern Vodafone hat im ersten Geschäftsquartal 2026/27 den Umsatz gesteigert und mehr verdient. Den Jahresausblick aktualisierten die Briten um den Zukauf Safaricom und peilen nach dem guten Jahresstart nun zudem das obere Ende der Zielspannen an. Die Vodafone-Aktien legten am Montag zuletzt um vier Prozent zu.

Konzernchefin Margherita Della Valle erwartet laut Mitteilung vom Montag ein bereinigtes operatives Ergebnis (EbitdaAL) von 13,0 bis 13,3 Milliarden Euro. Zuvor standen hier noch 11,9 bis 12,2 Milliarden auf dem Zettel. Der bereinigte freie Barmittelfluss soll weiter bei 2,6 bis 2,9 Milliarden Euro liegen. Das Management strebt dabei das obere Ende der jeweiligen Bandbreiten an.

Für Analyst Robert Grindle von Deutsche Bank Research hat Vodafone in allen Märkten ausser der Türkei beim Wachstum des Service-Umsatzes aus eigener Kraft positiv überrascht. Zudem sei die Anhebung der Jahresziele ans obere Ende der Zielspannen zu so einem frühen Zeitpunkt im Geschäftsjahr ermutigend.

Der Gesamtumsatz stieg im Quartal (per Ende Juni) im Jahresvergleich um fast 10 Prozent auf 10,3 Milliarden Euro. Der Service-Umsatz kletterte dabei um 9,8 Prozent auf 8,6 Milliarden. Analysten hatten hier weniger erwartet. Organisch, also ohne Wechselkurseffekte sowie Zu- und Verkäufe, wuchs der Service-Umsatz um 5,2 Prozent.

Das um Sondereffekte bereinigte Konzernergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und nach Leasingkosten (Ebitda AL) verbesserte sich aus eigener Kraft um 6,2 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro, nominal betrug das Plus 6,7 Prozent.

Im wichtigen Geschäft in Deutschland wurde ein leichtes Wachstum erzielt. So erhöhte sich der Service-Umsatz im ersten Quartal organisch um 1,2 Prozent auf 2,74 Milliarden Euro. Während das Mobilfunkgeschäft weniger stark wuchs, legte es im Festnetzgeschäft dank des Wachstums bei Cloud- und Security-Diensten mit Firmenkunden im Vergleich zum vierten Quartal zu.

Derweil setzte sich der Kundenrückgang in Deutschland fort. Die Zahl der Vertragskunden im wettbewerbsintensiven Mobilfunk-Geschäft sank im ersten Quartal um 85.000 auf rund 28,7 Millionen. Im Vorquartal war es ein Rückgang um 77.000. Gegenwind kam hier vom Geschäft mit Grosshandelspartnern, während es sich bei der Marke Vodafone und den Zweitmarken SimOn und Otelo stabilisierte.

Bei Breitbandinternet-Zugängen ging die Zahl der Kunden um 98.000 auf rund 9,8 Millionen zurück, nach einem Minus um 90.000 im Vorquartal. Auch im TV-Geschäft verzeichnete Vodafone Deutschland einen Kundenrückgang.

Dass der Umsatz in Deutschland zuletzt stieg, während die Vertragskunden-Zahlen sanken, hat unterschiedliche Gründe. Zum einen wollte Vodafone nicht so recht bei dem harten Preiskampf am Markt mitmachen und strich daher einige Werberabatte, die Preise für Neukunden stiegen also im Schnitt.

Ausserdem stellt Vodafone sein Netz für andere Firmen bereit, die dafür Geld zahlen - allen voran Konkurrent 1&1 , der zwölf Millionen Handykunden vom O2-Netz auf das Vodafone-Netz hievte. Dort, wo die 1&1-Kunden keine 1&1-Antennen haben, werden sie mit den Vodafone-Sendemasten verbunden.


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