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Politik, Regierung, Parlament, Bundesverwaltung   15.10.2026 13:27:13

Post erweitert digitales Angebot

Bern (awp/sda) - Fast eine Million Kundinnen und Kunden können heute digitale Briefe in der Post-App empfangen. Seit Anfang April gehört der digitale Brief zur postalischen Grundversorgung. Am Donnerstag zog die Post eine erste Zwischenbilanz.

Rund sieben Millionen elektronische Sendungen, davon zirka drei Millionen digitale Briefe: Das sei ein "gutes Fazit", sagte die Post in einem Mediengespräch.

In den kommenden Monaten soll das Angebot weiter ausgebaut werden. Dafür möchte die Post auch mehr Geschäftskundinnen und -kunden vom digitalen Versand überzeugen: "Je mehr los ist in der App", desto relevanter wird auch das Angebot.

Digital unterschreiben und zurückschicken

Neu sollen Formulare - wie etwa Wohnungsbewerbungen - direkt in der App ausgefüllt und zurückgeschickt werden können. Für Vertragsabschlüsse wird eine rechtsgültige elektronische Signatur integriert. Ausserdem sollen Dokumente digital verwaltet und geteilt werden können.

Der digitale Brief sei kein Ersatz für den physischen Brief, betonte die Post, sondern verstehe sich als zusätzliches Angebot zu der vertrauten Briefkastenzustellung. Damit reagiert der Konzern auf die starke Zunahme digitaler Services und den Rückgang des physischen Briefvolumens.

3000 Supportanfragen pro Monat

Seit Ende der 1990er-Jahre nahm das Briefvolumen jährlich um 70 Millionen Briefe ab. Mit dem neuen Angebot sollen die Verluste teilweise aufgefangen werden. Seit der digitale Brief vor sechs Monaten in die postalische Grundversorgung aufgenommen wurde, wächst die Nachfrage stetig, wie die Post in ihrer Zwischenbilanz mitteilte.

Damit stieg aber auch der Bedarf nach technischem Support: 3000 Anfragen gingen im Schnitt pro Monat bei der Post ein, hiess es am weiter. Bei der Bearbeitung lässt sich das Unternehmen von künstlicher Intelligenz unterstützen - zwei Drittel davon könnten bereits per Chat gelöst werden, so die Post.

Diebstähle auch in der digitalen Welt

Auf Bedenken wegen Cyberkriminalität und Hackerangriffen wies Nicole Burth, Leiterin des Bereichs Digital Services, auf das vorhandene Know-how hin. Die Post wisse, wie sie sich schützen könne. Wie in der physischen Welt werden Dinge auch im digitalen Raum gestohlen, stellte sie fest. Es sei daher wichtig, dass Sicherheitslücken schnell bemerkt und gestopft werden.

Mit dem Einsatz von KI-Agenten würden Schwachstellen in der Cyberabwehr heute schneller gefunden, sagte Burth. Das hat zur Folge, dass das Schliessen der Schwachstellen ebenfalls automatisiert werden müsse.


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