Politik, Regierung, Parlament, Bundesverwaltung
27.01.2026 06:52:08
Dies geht aus den Antworten des Regierungsrats auf eine Motion der Mitte und ein Postulat der FDP hervor, die am Dienstag veröffentlicht wurden. Die Kantonsregierung beantragt, beide Vorstösse gutzuheissen.
Die CKW, die in 75 der 79 Luzerner Gemeinden Strom liefert, gehört nur zu 9,9 Prozent dem Kanton Luzern. Grösster Aktionär ist die Axpo aus Baden AG, welche 85,9 Prozent hält. Die Axpo ihrerseits ist vollständig im Besitz der Nordostschweizer Kantone respektive ihrer Kantonswerke.
Verschiedene Entwicklungen bei der CKW hätten ihn beunruhigt, erklärte der Luzern Regierungsrat. Er nennt den Verkauf des CKW-Rechenzentrums an die Axpo oder die Erhöhung des Axpo-Aktienanteils an der CKW. Zudem seien Luzerner Grosskunden von der CKW zur Axpo transferiert worden, hielt die Exekutive fest.
___ "Eigenständigkeit in Gefahr"
Die zunehmende Integration der CKW in die Axpo liessen "darauf schliessen, dass die Eigenständigkeit der CKW in Gefahr" sei, schreibt der Regierungsrat. Er befürchte, dass die Geschäftstätigkeit und die wirtschaftliche Entwicklung des Luzerner Stromversorgers eingeschränkt würden.
Diese Entwicklung hat gemäss Regierungsrat negative Folgen für Luzern sowohl als Aktionär als auch als Standortkanton. Er fordert die Axpo deswegen auf, von einer weiteren Schwächung des Standorts Luzern abzusehen und die regionale Wertschöpfung nicht zu gefährden.
Der Luzerner Regierungsrat will aber nicht nur fordern, sondern auch prüfen, was er selbst tun könnte. Er wolle herausfinden, "welche Rolle der Kanton Luzern selbst in der Stromversorgung und insbesondere in Bezug auf seine Beteiligung an der CKW AG einnehmen soll", erklärte er.
Berücksichtigt werden solle dabei die Klima- und Energiepolitik, die Ordnungs- und Wettbewerbspolitik, die Finanzpolitik und die Volkswirtschaft. Dabei will der Regierungsrat auch den Verkauf der CKW-Aktien prüfen, aber auch den Kauf weiterer Aktien, damit er politisch mehr Einfluss auf das Unternehmen ausüben kann.
Axpo: Luzerner Regierungsrat prüft Verkauf der CKW-Anteile
Luzern (awp/sda) - Der Luzerner Regierungsrat ist beunruhigt darüber, wie der Stromkonzern Axpo mit seiner Luzerner Tochter CKW umgeht. Er will deswegen alle Optionen prüfen, auch einen Verkauf seiner CKW-Aktien.Dies geht aus den Antworten des Regierungsrats auf eine Motion der Mitte und ein Postulat der FDP hervor, die am Dienstag veröffentlicht wurden. Die Kantonsregierung beantragt, beide Vorstösse gutzuheissen.
Die CKW, die in 75 der 79 Luzerner Gemeinden Strom liefert, gehört nur zu 9,9 Prozent dem Kanton Luzern. Grösster Aktionär ist die Axpo aus Baden AG, welche 85,9 Prozent hält. Die Axpo ihrerseits ist vollständig im Besitz der Nordostschweizer Kantone respektive ihrer Kantonswerke.
Verschiedene Entwicklungen bei der CKW hätten ihn beunruhigt, erklärte der Luzern Regierungsrat. Er nennt den Verkauf des CKW-Rechenzentrums an die Axpo oder die Erhöhung des Axpo-Aktienanteils an der CKW. Zudem seien Luzerner Grosskunden von der CKW zur Axpo transferiert worden, hielt die Exekutive fest.
___ "Eigenständigkeit in Gefahr"
Die zunehmende Integration der CKW in die Axpo liessen "darauf schliessen, dass die Eigenständigkeit der CKW in Gefahr" sei, schreibt der Regierungsrat. Er befürchte, dass die Geschäftstätigkeit und die wirtschaftliche Entwicklung des Luzerner Stromversorgers eingeschränkt würden.
Diese Entwicklung hat gemäss Regierungsrat negative Folgen für Luzern sowohl als Aktionär als auch als Standortkanton. Er fordert die Axpo deswegen auf, von einer weiteren Schwächung des Standorts Luzern abzusehen und die regionale Wertschöpfung nicht zu gefährden.
Der Luzerner Regierungsrat will aber nicht nur fordern, sondern auch prüfen, was er selbst tun könnte. Er wolle herausfinden, "welche Rolle der Kanton Luzern selbst in der Stromversorgung und insbesondere in Bezug auf seine Beteiligung an der CKW AG einnehmen soll", erklärte er.
Berücksichtigt werden solle dabei die Klima- und Energiepolitik, die Ordnungs- und Wettbewerbspolitik, die Finanzpolitik und die Volkswirtschaft. Dabei will der Regierungsrat auch den Verkauf der CKW-Aktien prüfen, aber auch den Kauf weiterer Aktien, damit er politisch mehr Einfluss auf das Unternehmen ausüben kann.
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Betroffene Instrumente
| Name | Kurs | Differenz Differenz % |
52 Wochenhoch | 52 Wochentief | Volumen |
|---|---|---|---|---|---|
| CKW N | 430.00 |
+27.50
+6.83%
|
450.00 | 370.00 | 16.00 |