Unternehmensergebnis
06.02.2026 14:15:18
In einem von Verunsicherung und handelspolitischen Spannungen geprägten Umfeld ging der Umsatz der Ems um 5,8 Prozent auf 1,95 Milliarden Franken zurück. Um Währungseffekte bereinigt sanken die Einnahmen jedoch nur um 2,4 Prozent.
Das vergleicht sich mit einem wieder leicht wachsenden Automarkt. Bei den Autobauern, dem mit Abstand wichtigsten Kundenstamm von Ems, liefen wieder 3,2 Prozent mehr Fahrzeuge vom Band, wie Firmenchefin Magdalena Martullo-Blocher am Freitag vor den Medien sagte.
___ Potenzial in China
Letztes Jahr wurden aber die für Ems wichtigen Rohstoffe billiger, weshalb das Unternehmen seine Verkaufspreise senken musste. "Daher lag unser Umsatz in 2025 unter dem Vorjahr", erklärte die SVP-Nationalrätin. Der Absatz sei aber insgesamt gestiegen.
Dazu kommt: Die Musik spielt vor allem und fast alleine in China. Im Reich der Mitte wurden satte 10 Prozent mehr Autos gebaut. Die Produktion in Europa und im Raum USA, Mexiko und Kanada (USMCA) ist hingegen weiter geschrumpft - dort, wo die Ems einen sehr hohen Marktanteil hat.
Der boomende chinesische Markt stehe der Ems aber "noch nicht voll zur Verfügung", sagte Martullo. Mit mehr als 100 Autobauern - darunter sehr viele, sehr kleine Firmen - sei dieser noch stark fragmentiert. "Die können wir nicht alle abdecken - das lohnt sich nicht."
___ Erfolgreiche Offensive
Bereits 2023 entschied sich die Ems, eine Verkaufsoffensive zu lancieren, insbesondere auch in China. Diese soll profitabel Neugeschäfte generieren, mit neuen Anwendungen im Autobau, aber auch in anderen Bereichen.
Und die Offensive liefert laut Martullo "ausgezeichnete" Resultate. Als neueste Anwendungsbereiche der Ems-Polymere zählte die Firmenchefin Distanzsicherungen in Oberleitungen, Kühlplatten in Rechenzentren oder Halterungen für Türschlösser auf.
Wie profitabel diese Neugeschäfte sind, lässt sich auch an den Gewinnzahlen ablesen. Ems schliesst das Geschäftsjahr mit einem Betriebsgewinn (EBIT) von 567 Millionen Franken ab und damit mit einem Plus von 5,2 Prozent. Die entsprechende Marge stieg von 26,0 auf 29,1 Prozent.
Unter dem Strich stand ein Reingewinn von 467 Millionen Franken, das sind plus 1,2 Prozent. Daher steigt die Dividende auf 18,40 Franken je Aktie, nach 17,25 Franken im Vorjahr.
___ Herausforderungen bleiben
Auch im Geschäftsjahr 2026 rechnet die Ems-Chemie mit einem herausfordernden Umfeld. In Bezug auf die eigenen Geschäftsaussichten sei man aber zuversichtlich. Zwar dürften der Umsatz erneut währungsbedingt sinken, das Betriebsergebnis werde aber leicht steigen, verspricht die Ems.
Auch der wichtige Automarkt wird nach Darstellung des Unternehmens mitspielen: Für die globale Autoproduktion werde im Jahr 2026 ein Wachstum von 1,8 Prozent erwartet. Ems stützt sich dabei auf Erhebungen des Datenanalyseunternehmens GlobalData.
Andere Branchenanalysten kommen auf tiefere Werte. S&P Global beispielsweise sagt für Personenwagen und leichte Nutzfahrzeuge einen leichten Rückgang der Produktion im Jahr 2026 um 0,4 Prozent voraus.
Ems-Chemie steigert Gewinn trotz Umsatzrückgang
Domat/Ems (awp) - Die Ems-Chemie hat 2025 weniger Umsatz, aber mehr Gewinn gemacht. Das Kunststück gelang nicht zuletzt dank einer Verkaufsoffensive mit profitablen Neugeschäften.In einem von Verunsicherung und handelspolitischen Spannungen geprägten Umfeld ging der Umsatz der Ems um 5,8 Prozent auf 1,95 Milliarden Franken zurück. Um Währungseffekte bereinigt sanken die Einnahmen jedoch nur um 2,4 Prozent.
Das vergleicht sich mit einem wieder leicht wachsenden Automarkt. Bei den Autobauern, dem mit Abstand wichtigsten Kundenstamm von Ems, liefen wieder 3,2 Prozent mehr Fahrzeuge vom Band, wie Firmenchefin Magdalena Martullo-Blocher am Freitag vor den Medien sagte.
___ Potenzial in China
Letztes Jahr wurden aber die für Ems wichtigen Rohstoffe billiger, weshalb das Unternehmen seine Verkaufspreise senken musste. "Daher lag unser Umsatz in 2025 unter dem Vorjahr", erklärte die SVP-Nationalrätin. Der Absatz sei aber insgesamt gestiegen.
Dazu kommt: Die Musik spielt vor allem und fast alleine in China. Im Reich der Mitte wurden satte 10 Prozent mehr Autos gebaut. Die Produktion in Europa und im Raum USA, Mexiko und Kanada (USMCA) ist hingegen weiter geschrumpft - dort, wo die Ems einen sehr hohen Marktanteil hat.
Der boomende chinesische Markt stehe der Ems aber "noch nicht voll zur Verfügung", sagte Martullo. Mit mehr als 100 Autobauern - darunter sehr viele, sehr kleine Firmen - sei dieser noch stark fragmentiert. "Die können wir nicht alle abdecken - das lohnt sich nicht."
___ Erfolgreiche Offensive
Bereits 2023 entschied sich die Ems, eine Verkaufsoffensive zu lancieren, insbesondere auch in China. Diese soll profitabel Neugeschäfte generieren, mit neuen Anwendungen im Autobau, aber auch in anderen Bereichen.
Und die Offensive liefert laut Martullo "ausgezeichnete" Resultate. Als neueste Anwendungsbereiche der Ems-Polymere zählte die Firmenchefin Distanzsicherungen in Oberleitungen, Kühlplatten in Rechenzentren oder Halterungen für Türschlösser auf.
Wie profitabel diese Neugeschäfte sind, lässt sich auch an den Gewinnzahlen ablesen. Ems schliesst das Geschäftsjahr mit einem Betriebsgewinn (EBIT) von 567 Millionen Franken ab und damit mit einem Plus von 5,2 Prozent. Die entsprechende Marge stieg von 26,0 auf 29,1 Prozent.
Unter dem Strich stand ein Reingewinn von 467 Millionen Franken, das sind plus 1,2 Prozent. Daher steigt die Dividende auf 18,40 Franken je Aktie, nach 17,25 Franken im Vorjahr.
___ Herausforderungen bleiben
Auch im Geschäftsjahr 2026 rechnet die Ems-Chemie mit einem herausfordernden Umfeld. In Bezug auf die eigenen Geschäftsaussichten sei man aber zuversichtlich. Zwar dürften der Umsatz erneut währungsbedingt sinken, das Betriebsergebnis werde aber leicht steigen, verspricht die Ems.
Auch der wichtige Automarkt wird nach Darstellung des Unternehmens mitspielen: Für die globale Autoproduktion werde im Jahr 2026 ein Wachstum von 1,8 Prozent erwartet. Ems stützt sich dabei auf Erhebungen des Datenanalyseunternehmens GlobalData.
Andere Branchenanalysten kommen auf tiefere Werte. S&P Global beispielsweise sagt für Personenwagen und leichte Nutzfahrzeuge einen leichten Rückgang der Produktion im Jahr 2026 um 0,4 Prozent voraus.
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627.50 | 530.00 | 17'675.00 |