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Marktgespräch, Gerücht   12.06.2026 09:56:09

Marktgespräch 12. Juni: Bauwerte, Lindt&Sprüngli

Zürich (awp) - Am Schweizer Markt wird heute u.a. über folgende Themen gesprochen (Kursveränderungen 09.50 Uhr):

HOLCIM (+3,3% auf 74,64 Fr.), SIKA (+4,2% auf 152,70 Fr.): Bauaktien rücken an die SMI-Spitze

Die Aktien führender Schweizer Bauzulieferer lassen am Freitag die Muskeln spielen. Mit Sika, Holcim und Geberit führen gleich drei prominente Vertreter aus diesem Wirtschaftszweig die Liste der SMI-Tagesgewinner an. Positive Impulse gingen dabei von der Hoffnung auf eine baldige Einigung zwischen Washington und Teheran aus, wie Händler festhalten. Allerdings räumt man ein, dass sich entsprechende Hoffnungen in den letzten Wochen immer wieder als voreilig herausgestellt hätten. Bei den Valoren von Sika und Holcim zieht ausserdem eine Branchenstudie der UBS Käufe nach sich. In der Studie berichten die Autoren von Anhaltspunkten für eine Belebung der Bautätigkeit. Julian Radlinger und seine Mitautoren wähnen die beiden Schweizer Unternehmen denn auch in der Favoritenrolle und bestätigen ihre Kaufempfehlungen. Mit 93 Franken liegt das Zwölf-Monats-Kursziel für die Holcim-Aktien knapp 30 Prozent über den letztbezahlten Kursen, mit 220 Franken jenes für die Valoren von Sika sogar um 45 Prozent. Händlern zufolge wurden die Branchenwerte in den vergangenen Wochen vor allem vom Konflikt im Nahen Osten und den dadurch stark gestiegenen Energiepreisen zurückgehalten. Sollte dieser Bremsklotz wegfallen, seien in diesem Titelsegment deutlich höhere Kurse möglich.

LINDT&SPRÜNGLI (N -0,2% auf 94'500 Fr.): Daumen der Analysten bleibt unten

Die Flut hebt jedes Boot. Dieses Bonmot der Börse trifft am Freitag auf die überwiegende Mehrheit der Valoren zu - aber nicht auf Lindt & Sprüngli. Die Papiere des Schokoladeherstellers weisen eine schwer negative Bilanz im laufenden Jahr aus und kommen auch auf tieferem Niveau nicht auf Touren. Belastend wirken zu Wochenschluss gleich zwei gewichtige Kurszielsenkungen aus den USA. Goldman Sachs und Barclays haben ihr Kursziel jeweils um 5 Prozent auf 95'000 Franken gesenkt und ihre Verkaufsempfehlungen bekräftigt. Beide Banken zeigen sich skeptisch für das Europageschäft der Kilchberger. Barclays verweist auf die schwache Nachfrage, insbesondere in Deutschland, wo höhere Preise die Konsumenten belasten, und zweifelt deshalb an den mittelfristigen Wachstumszielen des Unternehmens. Goldman Sachs argumentiert, dass sich Lindt-Produkte im Vergleich zur Konkurrenz stark verteuert haben, was den Absatz belaste und bei künftig sinkenden Marktpreisen zu überproportionalen Preissenkungen sowie Margendruck führen könnte.

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