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Marktgespräch, Gerücht   02.02.2026 10:59:27

Marktgespräch 2. Februar: Richemont/Swatch, Lindt & Sprüngli

Zürich (awp) - Am Schweizer Markt wird heute u.a. über folgende Themen gesprochen (Kursveränderungen 10.15 Uhr):

Richemont (+2,4% auf 153,20 Fr.) / Swatch (-2,8% auf 177,85 Fr.): Rascher Pferdewechsel

Nach dem massiven Kursanstieg am letzten Freitag geht es mit den Aktien des Uhrenherstellers Swatch Group nun wieder etwas bergab. Kein Wunder: Der Kurs der Swatch-Inhaberaktie schloss vor dem Wochenende um mehr als 13 Prozent höher, nachdem sich das Unternehmen anlässlich des eher mau ausgefallenen Jahresabschlusses zuversichtlich über die weiteren Aussichten geäussert hatte. Dass nun ein Teil dieser Gewinne bereits wieder mitgenommen werden, sei keine Überraschung, heisst es am Markt. "Nach dem kräftigen Kursplus muss der Uhrenhersteller nun liefern", sagte ein Händler. Gefragt sind dafür die Aktien des Erzrivalen Richemont. Diese waren im Fahrwasser von Swatch am Freitag zwar auch gestiegen - aber mit 1,2 Prozent nur leicht. Im Vergleich zu Swatch läuft es Richemont bekanntlich aber schon seit längerem bedeutend besser. "Daher ist es auch nicht überraschend, wenn die Anleger die Pferde nun wieder wechselen und auf Richemont aufspringen", so der Händler.

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LINDT&SPRÜNGLI (PS +1,4% auf 11'210 Fr.): Zünden tiefe Kakaopreise den Volumen-Turbo?

Die an sich soliden Umsatzzahlen von Mitte Januar konnten den Titeln von Lindt&Sprüngli keinen nachhaltigen Auftrieb verleihen im Gegenteil, sie rutschten gegen Monatsende auf ein Mehrmonatstief. Am Montag zählen die Aktien nun aber zu den Gewinnern, gestützt durch eine Studie der UBS. In dieser wird auf die sinkenden Kakaopreise verwiesen. Lindt habe in den vergangenen fünf Jahren die Preise um rund 50 Prozent erhöht und damit Inflation und hohe Kakaokosten erfolgreich abgefedert, so dass Margen und Gewinne stabil geblieben seien, heisst es in der Studie. Nach Jahren ohne Volumenwachstum liege der Fokus der Investoren aber wieder auf den Stückzahlen, wobei der starke Rückgang der Kakaopreise zum zentralen Hebel werden könnte. Sollten die aktuell 30 bis 40 Prozent tieferen Preise auf dem tieferen Niveau verbleiben, wären ab 2027 Kostenvorteile von bis zu 400 oder 500 Millionen Franken möglich, so die Rechnung der UBS-Experten. Dies verschaffe Spielraum für Preissenkungen, mehr Promotionen und höhere Marketingausgaben, um das Volumenwachstum neu zu beleben. Viele Marktteilnehmer sind derzeit allerdings noch eher zurückhaltend. Sollten sich die Kakaopreise jedoch nachhaltig auf tieferem Niveau einpendeln, dürfte diese Skepsis nach und nach einer konstruktiveren Einschätzung weichen, heisst es am Markt.

Disclaimer: Die im Marktgespräch enthaltenen Informationen und Meinungen wurden im Profihandel zusammengetragen. Es handelt sich dabei ausschliesslich um vom Hörensagen übernommene Marktgerüchte und -spekulationen. AWP übernimmt weder für die Vollständigkeit noch für die Richtigkeit der Angaben und Informationen Gewähr. Rechtliche Schritte sind ausgeschlossen. Die geäusserten Meinungen stellen keine Kaufs- oder Verkaufsaufforderung dar. Die Inhalte dürfen nicht ohne Erlaubnis von AWP vervielfältigt oder weiterpubliziert werden und sind grundsätzlich für den Eigengebrauch bestimmt.


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