Unternehmensergebnis
24.03.2026 14:42:13
Unter dem Strich schnellte der Reingewinn auf 1,1 Milliarden Franken hoch, von 419 Millionen im Vorjahr. Der Betriebsgewinn (EBIT) kletterte auf 1,2 Milliarden Franken, nachdem er im Vorjahr 484 Millionen betragen hatte, wie der Detailhandelsriese am Dienstag mitteilte.
Besser war nur noch das Jahr 2020 gewesen. Damals hatte die Migros wegen des Verkaufs der Warenhauskette Globus und des Glattzentrums einen Reingewinn von 1,8 Milliarden Franken eingefahren.
___ 700 Millionen aus Verkäufen
Im vergangenen Jahr waren ebenfalls Unternehmensverkäufe Grund für den steilen Gewinnanstieg über die magische Milliardengrenze: So hatte der "orange Riese" unter anderem die Kosmetikherstellerin Mibelle, die Baumarktläden von Obi sowie den Reiseveranstalter Hotelplan veräussert. Dies spülte 700 Millionen Franken in die Kasse, wie Konzernchef Mario Irminger am Dienstag auf der Bilanzmedienkonferenz erklärte.
Auf der anderen Seite riss die verlustreiche deutsche Biosupermarktkette Tegut, die verkauft werden soll, erneut ein Loch in die Kasse. So musste die Migros einen Abschreiber von 200 Millionen Franken verbuchen. Hinzu kommt ein operativer Verlust von Tegut in Höhe von 26 Millionen Franken. Dazu lastet eine Wertberichtigung von 100 Millionen wegen der Überkapazitäten der Migros-Industrie auf dem Betriebsergebnis.
Per Saldo wirkten sich die Sondereinflüsse positiv aus, da die Verkaufserlöse höher ausfielen als die Abschreiber. Gesamthaft trieben 2025 die Einmaleffekte den EBIT um 400 Millionen Franken nach oben.
Im Vorjahr war es umgekehrt gelaufen: Da hatten die Restrukturierungen und Abschreiber das Ergebnis des Migros-Konzerns 2024 um 440 Millionen Franken nach unten gedrückt. Am stärksten hatte damals der Ausstieg aus dem Fachmarktgeschäft zu Buche geschlagen. So hatte sich der Konzern unter anderem von SportX, Melectronics, Bikeworld, Do it + Garden, Obi, Micasa, Misenso oder Bestsmile getrennt.
___ Konzernumbau fast abgeschlossen
Der Konzernumbau sei mit der Ankündigung des Verkaufs von Tegut im Wesentlichen abgeschlossen, sagte Irminger weiter. Künftig konzentriert sich die Migros auf die Bereiche Detailhandel, Onlinehandel, Finanzdienstleistungen und Gesundheit.
Ohne Einflüsse des Konzernumbaus ist die Profitabilität 2025 allerdings zurückgegangen. Der Betriebsgewinn ohne Sondereffekte fiel 2025 um 12 Prozent auf 812 Millionen Franken.
Schuld sei der Taucher im klassischen Detailhandel, wo die Migros und Denner bei weitem nicht mit dem Wachstum des Gesamtmarkts mithalten konnten. Die Migros hatte im vergangenen Jahr die Preise in ihren Läden bei einer Reihe von Artikeln deutlich gesenkt, um wieder mit den Konkurrenten mithalten zu können.
Dafür investiert der Detailhändler 500 Millionen Franken. Wenn man derart in die Preissenkungen investiere, verliere man natürlich an Umsatz, erklärte Irminger.
Zudem habe man eine Reihe von Filialen für Renovationen geschlossen. Das kostet auch Umsatz. Die Migros will rund 350 Läden modernisieren und 140 neue Filialen bis 2030 eröffnen. Gesamthaft verschlingt das 2 Milliarden Franken, nachdem die Migros bereits im vergangenen Jahr 1,5 Milliarden in Filialen, die Logistik von Digitec Galaxus und Denner sowie in die Produktion der Migros-Industrie investiert hatte.
___ Margenverbesserung ab 2028
Bis die Resultate der Massnahmen sich auswirken, braucht es Geduld: Die neuen Läden würden ihre Umsatzziele erst nach drei bis fünf Jahren erreichen, sagte Irminger.
Unverändert hält Migros an ihrem dreistufigen Formatmodell fest. Dieses umfasst kleine Hochfrequenzstandorte mit Migrolino ab 50 Quadratmetern Ladenfläche, Denner als Discount-Nahversorger ab 250 Quadratmetern sowie klassische Supermärkte ab 450 Quadratmetern.
Bis es im Kerngeschäft wieder aufwärts geht, dauert es noch: "Wir erwarten ab 2028 wieder Marktanteilsgewinne", sagte Irminger. Im laufenden Jahr rechne sie mit einem Betriebsergebnis ungefähr auf dem Niveau von 2025 ohne Sondereffekte, sagte Finanzchefin Zimmermann.
Migros erzielt 2025 zweithöchsten Gewinn dank Firmenverkäufen
Zürich (awp) - Die Migros hat 2025 einen hohen Gewinn erzielt. Der Verkauf von Tochterfirmen trieb das Reinergebnis erst zum zweiten Mal in der 100-jährigen Migros-Geschichte über die Marke von einer Milliarde Franken. Im Kerngeschäft verlor die Migros allerdings Marktanteile an die Konkurrenz. Bis es dort wieder aufwärts geht, dauert es noch zwei, drei Jahre.Unter dem Strich schnellte der Reingewinn auf 1,1 Milliarden Franken hoch, von 419 Millionen im Vorjahr. Der Betriebsgewinn (EBIT) kletterte auf 1,2 Milliarden Franken, nachdem er im Vorjahr 484 Millionen betragen hatte, wie der Detailhandelsriese am Dienstag mitteilte.
Besser war nur noch das Jahr 2020 gewesen. Damals hatte die Migros wegen des Verkaufs der Warenhauskette Globus und des Glattzentrums einen Reingewinn von 1,8 Milliarden Franken eingefahren.
___ 700 Millionen aus Verkäufen
Im vergangenen Jahr waren ebenfalls Unternehmensverkäufe Grund für den steilen Gewinnanstieg über die magische Milliardengrenze: So hatte der "orange Riese" unter anderem die Kosmetikherstellerin Mibelle, die Baumarktläden von Obi sowie den Reiseveranstalter Hotelplan veräussert. Dies spülte 700 Millionen Franken in die Kasse, wie Konzernchef Mario Irminger am Dienstag auf der Bilanzmedienkonferenz erklärte.
Auf der anderen Seite riss die verlustreiche deutsche Biosupermarktkette Tegut, die verkauft werden soll, erneut ein Loch in die Kasse. So musste die Migros einen Abschreiber von 200 Millionen Franken verbuchen. Hinzu kommt ein operativer Verlust von Tegut in Höhe von 26 Millionen Franken. Dazu lastet eine Wertberichtigung von 100 Millionen wegen der Überkapazitäten der Migros-Industrie auf dem Betriebsergebnis.
Per Saldo wirkten sich die Sondereinflüsse positiv aus, da die Verkaufserlöse höher ausfielen als die Abschreiber. Gesamthaft trieben 2025 die Einmaleffekte den EBIT um 400 Millionen Franken nach oben.
Im Vorjahr war es umgekehrt gelaufen: Da hatten die Restrukturierungen und Abschreiber das Ergebnis des Migros-Konzerns 2024 um 440 Millionen Franken nach unten gedrückt. Am stärksten hatte damals der Ausstieg aus dem Fachmarktgeschäft zu Buche geschlagen. So hatte sich der Konzern unter anderem von SportX, Melectronics, Bikeworld, Do it + Garden, Obi, Micasa, Misenso oder Bestsmile getrennt.
___ Konzernumbau fast abgeschlossen
Der Konzernumbau sei mit der Ankündigung des Verkaufs von Tegut im Wesentlichen abgeschlossen, sagte Irminger weiter. Künftig konzentriert sich die Migros auf die Bereiche Detailhandel, Onlinehandel, Finanzdienstleistungen und Gesundheit.
Ohne Einflüsse des Konzernumbaus ist die Profitabilität 2025 allerdings zurückgegangen. Der Betriebsgewinn ohne Sondereffekte fiel 2025 um 12 Prozent auf 812 Millionen Franken.
Schuld sei der Taucher im klassischen Detailhandel, wo die Migros und Denner bei weitem nicht mit dem Wachstum des Gesamtmarkts mithalten konnten. Die Migros hatte im vergangenen Jahr die Preise in ihren Läden bei einer Reihe von Artikeln deutlich gesenkt, um wieder mit den Konkurrenten mithalten zu können.
Dafür investiert der Detailhändler 500 Millionen Franken. Wenn man derart in die Preissenkungen investiere, verliere man natürlich an Umsatz, erklärte Irminger.
Zudem habe man eine Reihe von Filialen für Renovationen geschlossen. Das kostet auch Umsatz. Die Migros will rund 350 Läden modernisieren und 140 neue Filialen bis 2030 eröffnen. Gesamthaft verschlingt das 2 Milliarden Franken, nachdem die Migros bereits im vergangenen Jahr 1,5 Milliarden in Filialen, die Logistik von Digitec Galaxus und Denner sowie in die Produktion der Migros-Industrie investiert hatte.
___ Margenverbesserung ab 2028
Bis die Resultate der Massnahmen sich auswirken, braucht es Geduld: Die neuen Läden würden ihre Umsatzziele erst nach drei bis fünf Jahren erreichen, sagte Irminger.
Unverändert hält Migros an ihrem dreistufigen Formatmodell fest. Dieses umfasst kleine Hochfrequenzstandorte mit Migrolino ab 50 Quadratmetern Ladenfläche, Denner als Discount-Nahversorger ab 250 Quadratmetern sowie klassische Supermärkte ab 450 Quadratmetern.
Bis es im Kerngeschäft wieder aufwärts geht, dauert es noch: "Wir erwarten ab 2028 wieder Marktanteilsgewinne", sagte Irminger. Im laufenden Jahr rechne sie mit einem Betriebsergebnis ungefähr auf dem Niveau von 2025 ohne Sondereffekte, sagte Finanzchefin Zimmermann.
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