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Marktgespräch, Gerücht   11.06.2026 10:15:51

Marktgespräch 11. Juni: Swisscom, Interroll

Zürich (awp) - Am Schweizer Markt wird heute u.a. über folgende Themen gesprochen (Kursveränderungen 10.10 Uhr):

SWISSCOM (-1,7% auf 648 Fr.): Käufer fehlen

Am Markt setzt sich die Meinung durch, dass der rasante Anstieg der Swisscom-Valoren von Anfang Jahr übertrieben war. Dieser trieb den Titel im März auf ein Mehrjahreshoch von 727 Franken. Seither ging es fast nur noch abwärts. Auch heute. Aktueller Belastungsfaktor ist ein Kommentar von Morgan Stanley, in dem zum Verkauf der Papiere geraten wird. Die Papiere seien angesichts der Wachstumschancen und der Risiken in Italien zu teuer, heisst es zur Begründung. Die Analysten des US-Instituts befinden sich damit in guter Gesellschaft: Aktuell rät gemäss dem "AWP Analyser" kein einziges Institut zum Kauf der Aktien, neun hingegen zu einem Verkauf. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 575 Franken - mehr als 10 Prozent unter dem aktuellen Wert. Eine rasche Gegenbewegung ist damit nicht in Sicht.

INTERROLL (-3,4% auf 1386 Fr.): Und da verliessen sie ihn...

Interoll taucht. Der Lagerlogistik-Spezialist scheint das Vertrauen der Anleger derzeit nicht wiedergewinnen zu können. Auch die Beteuerungen des CEO im März, dass 2026 dank des höheren Auftragseingangs wieder mit einem Umsatzplus zu rechnen ist, konnte den Sinkflug der Aktie nicht stoppen. Mittlerweile notieren sie auf einem mehrjährigen Tief, die Rekordnotierungen von fast 4800 Franken scheinen Lichtjahre entfernt. Nun hat sich auch Kepler Cheuvreux zu einer grundlegenden Neubewertung der Aktie aufgerafft und direkt das Rating auf "Reduce" von "Hold" sowie das Kursziel um satte 1000 Franken auf noch 1400 Franken zusammengestrichen. Eine Erholung brauche wohl mehr Zeit, auch wenn der Analyst immerhin die Strategie gegen chinesische Konkurrenz positiv wertet. Andere Analysten halten eher an der optimistischen Route fest und bewerten die Titel mit Kaufen oder zumindest einer neutralen Einstufung. Aus technischer Sicht lässt sich diese Einschätzung allerdings nicht teilen. Mit dem Rutsch unter das jüngste Tief bei 1420 Franken gab es ein neuerliches Verkaufssignal. Das Tief aus dem Jahr 2020 bei 1160 Franken sei noch ein Hoffnungspunkt. In fallende Messer zu greifen ist allerdings nie ratsam.

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