Marktgespräch 16. Februar: Swisscom, UBS
Zürich (awp) - Am Schweizer Markt wird heute u.a. über folgende Themen gesprochen (Kursveränderungen 10.30 Uhr):
SWISSCOM (-0,6% auf 698 Fr.): Nicht gerade eine Liebeserklärung aus London
Für die Aktien der Swisscom beginnt die neue Woche mit rückläufigen Kursen. Hintergrund dürfte u.a. eine Analystenstudie aus dem Ausland sein. Nach der Ergebnisveröffentlichung vom letzten Donnerstag hat die Bank of America zwar das Kursziel für die Aktie des Blauen Riesen minimal auf 463 Franken erhöht, hält aber an ihrem Rating "Underperform" fest. Und auch sonst liest sich der Kommentar aus London nicht gerade wie eine Liebeserklärung. Die Umsatzentwicklung im Heimmarkt Schweiz sei weiterhin "schwach", heisst es etwa. Ausserdem äussert der zuständige Analyst wegen der geplanten Preiserhöhungen im Privatkundengeschäft Bedenken hinsichtlich der Abwanderung von Kunden. Dass der Kurs der Swisscom-Aktien in den letzten Wochen ausgerechnet im Zuge der Ankündigung von Preiserhöhungen auf den höchsten Stand seit dem Frühling des Jahres 2000 kletterte und erstmals wieder die Marke von 700 Franken übersprang, entbehrt vor diesem Hintergrund nicht einer gewissen Ironie. Allerdings dürften Aktionärinnen und Aktionäre der Montags-Schwäche mit Blick auf die starke Kursbilanz der letzten Monate und auf die grosszügige Dividendenerhöhung vom vergangenen Donnerstag gelassen begegnen, meinte ein Händler.
,,,UBS (+2,1% auf 32,76 Fr.): Rotation
Mit "gestern Pfui und heute Hui" lässt sich das aktuelle Geschehen am Schweizer Aktienmarkt gut beschreiben. Heute sind nämlich Aktien gefragt, die im laufenden Jahr bisher gemieden wurden. Eine davon ist diejenige der Grossbank UBS. Der Kurs hat im laufenden Jahr (Stand Freitagabend) mehr als 13 Prozent eingebüsst und ist damit hinter Logitech (-16%) der zweitschwächste Wert im SMI. Allerdings ist UBS auch "ein etwas speziellerer Fall", wie es heisst. Die Aktien leiden seit einiger Zeit unter der Unsicherheit über die weitere Kapitalausstattung. So hat die UBS erst kürzlich ihr Quartalsergebnis veröffentlicht, das einmal mehr besser als erwartet ausfiel. Allerdings vermissten Anleger konkretere Aussagen zu Aktienrückkäufen. Da das Ausmass für die Rückkäufe von den künftigen regulatorischen Vorgaben in der Schweiz abhängt, dürfte die UBS-Aktie noch länger darunter leiden. Es gab aber auch andere Gründe für die sinkenden Kurse: So gerieten letzte Woche Bankaktien allgemein unter die Räder wegen Befürchtungen, KI könnte das Geschäftsmodell unter Druck bringen. Doch inzwischen dürfte wohl mehr als "genug Heu vom Wagen gefallen" sein und die Aktie sei daher wieder kaufenswert, meinte ein Händler.
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Betroffene Instrumente
| Name | Kurs | Differenz Differenz % |
52 Wochenhoch | 52 Wochentief | Volumen |
|---|---|---|---|---|---|
| Swisscom N | 698.00 |
-4.50
-0.64%
|
706.00 | 545.00 | 141'701.00 |
| UBS Group N | 32.71 |
+0.61
+1.90%
|
38.39 | 29.43 | 5'897'704.00 |
| UBS Sp CDR-Reg S | 25.23 |
-0.28
-1.10%
|
29.66 | 23.44 | 4'874.00 |
| UBS Group 2L N | 0.00 |
-
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