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Marktgespräch, Gerücht   25.03.2026 10:21:06

Marktgespräch 25. März: Schindler, SIG

Zürich (awp) - Am Schweizer Markt wird heute u.a. über folgende Themen gesprochen (Kursveränderungen 10.00 Uhr):

SCHINDLER (PS +0,3% auf 263,60 Fr.): Will mögliche Konkurrenz-Fusion nicht kampflos hinnehmen

Im Aufzug-Sektor könnte es in nächster Zeit etwas turbulent zugehen. Vor gut einer Woche kam durch Übernahmegerüchte Bewegung in die Branche. Angeblich verhandelt der finnische Aufzugbauer Kone über einen Kauf der deutschen TK Elevator - obwohl die eigentlich einen Börsengang vorbereiten. Laut Bloomberg würde eine solche Transaktion einen Umfang von rund 25 Milliarden Euro haben. Diese Nachricht hat bei Schindler offenbar durchaus für Aufmerksamkeit gesorgt. Denn kampflos will der Schweizer Branchenvertreter die Bildung eines solch grossen Konkurrenten nicht hinnehmen. Händler verweisen auf einen Bericht von Reuters, wonach Schindler bei den Kartellbehörden entsprechende Beschwerde einlegen würde, sollte sich dieser Deal bewahrheiten. Die Fusion des dritt- und viertgrössten Aufzugherstellers der Welt würde einen neuen Weltmarktführer schaffen und Otis sowie Schindler als Nummer 2 in den Schatten stellen. Die Aktie steht bereits seit Februar eher auf der dunklen Seite - aus einer fast ein Jahr währenden Seitwärts- wurde mit den Jahreszahlen eine Abwärtsbewegung. Die Bildung eines neuen Marktführers dürfte da kaum helfen.

SIG (+3,8% auf 11,98 Fr.): UBS sorgt für weiteren Rückenwind

Die Aktien des Verpackungshersteller SIG stehen am Mittwoch gross auf den Einkaufslisten. Nachdem bereits am Vortag eine Kaufempfehlung von Goldman Sachs für Auftrieb gesorgt hatte, legte heute die UBS mit einer Hochstufung auf "Buy" nach. Nach Einschätzung der UBS dürfte SIG die Zielvorgaben für 2026 beim organischen Wachstum erreichen. Gleichzeitig werden Fortschritte bei der Profitabilität erwartet. Portfolio-Optimierungen nach den Zukäufen 2022, Skaleneffekte sowie Produktivitätsgewinne könnten die EBIT-Marge mittelfristig über die Marke von 16,5 Prozent treiben. Der UBS-Analyst verweist zudem auf die Bewertung: Seit dem Hoch im Jahr 2021 haben die Titel rund zwei Drittel eingebüsst und seien auf aktuellem Niveau als vergleichsweise günstig bewertet. Sollte sich im weiteren Jahresverlauf eine operative Trendwende abzeichnen, könne dies eine Neubewertung auslösen. Nach der UBS-Hochstufung überwiegen nun im Analystenkreis die Kaufempfehlungen: Gemäss AWP-Analyser stehen derzeit acht Kaufempfehlungen sieben neutralen Einschätzungen gegenüber, Verkaufsempfehlungen gibt es keine.

Disclaimer: Die im Marktgespräch enthaltenen Informationen und Meinungen wurden im Profihandel zusammengetragen. Es handelt sich dabei ausschliesslich um vom Hörensagen übernommene Marktgerüchte und -spekulationen. AWP übernimmt weder für die Vollständigkeit noch für die Richtigkeit der Angaben und Informationen Gewähr. Rechtliche Schritte sind ausgeschlossen. Die geäusserten Meinungen stellen keine Kaufs- oder Verkaufsaufforderung dar. Die Inhalte dürfen nicht ohne Erlaubnis von AWP vervielfältigt oder weiterpubliziert werden und sind grundsätzlich für den Eigengebrauch bestimmt.


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