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Dividende   11.02.2026 09:22:38

Schindler-Titel rasseln in den Keller nach durchzogenen Zahlen

Zürich (awp) - Die Schindler-Titel sind am Mittwoch im frühen Handel an der Schweizer Börse in den Keller gesaust. Die Ergebnisse des Geschäftsjahres 2025 fielen nach Ansicht von Analysten durchzogen aus. Die Sonderdividende konnte die Anteilseigner nicht bei der Stange halten.

Bis um 9.12 Uhr stürzen Schindler PS um 8,3 Prozent auf 286,60 Franken ab, während der Gesamtmarkt SLI leicht um 0,4 Prozent im Minus ist. Damit haben sich die Titel wieder weiter von ihrem Allzeithoch von 315,80 Franken von Mitte September entfernt, das sie vergangene Woche beinahe erreicht hatten.

Der Lift- und Rolltreppenhersteller habe bei seinen Auftragszahlen die Erwartungen leicht verfehlt, kommentierten Analysten unisono. Grund dafür sei der schwache Markt in China, wo die Aufträge um gut ein Drittel geschrumpft seien, kommentierte der zuständige Jefferies-Analyst. Dafür habe sich das Modernisierungs- und Servicegeschäft aufgehellt, befand der Vontobel-Analyst.

Der Umsatz sei derweil im Rahmen der Konsensprognosen ausgefallen, erklärte JPMorgan. Dafür habe Schindler operativ Fortschritte gemacht. Der bereinigte EBIT habe die Erwartungen leicht übertroffen, hiess es. Effizienzsteigerungen, bessere Absatzpreise und Mixeffekte wirkten dabei positiv, befand die ZKB. Die Margensteigerung sei eindrücklich.

Zudem habe es eine Normalisierung der Lieferkette und strukturelle Kostenanpassungen gegeben, hiess es bei Vontobel. Diese Fortschritte zeigten die Fähigkeit des Unternehmens, operative Gewinne in nachhaltige Rentabilität umzuwandeln.

Beim Ausblick gehen die Meinungen auseinander. Während die Bernstein-Analysten die Guidance für 2026 als unter den Erwartungen betiteln, sprechen andere Analysten von einem Ausblick im Rahmen des Konsens.

Im Vergleich zur Konkurrenz schneidet Schindler besser ab: Die für 2026 in Aussicht gestellte Margenverbesserung von mindestens 40 Bp (auf 13%) liege oberhalb der Guidance von Kone (2026: adj. Marge 12,3% bis 13,0%), hiess es bei der ZKB. Otis habe einen leichten Margenrückgang auf 16,8% in Aussicht gestellt.

Auf positives Echo stösst derweil die Sonderdividende von 0,80 Franken, womit die Gesamtausschüttung auf 6,80 Franken steigt. Der Markt hatte im Schnitt eine Dividende von 6,30 Franken je Titel erwartet.


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