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09.09.2026 16:56:11
Der Abbau sei aber noch nicht in Stein gemeisselt, betonte eine Firmensprecherin gegenüber der Nachrichtenagentur AWP auf Anfrage. Es sei erst ein Konsultationsverfahren gestartet worden.
___ Bekannt für "Sulzer-Gelenke"
Zimmer hatte den ehemaligen Schweizer Orthopädiekonzern Centerpulse im Herbst 2003 übernommen. Die Amerikaner gewannen damals einen monatelangen Bieterkampf gegen den britischen Medizinaltechnikkonzern Smith & Nephew (S&N).
Zimmer bezahlte rund 4,5 Milliarden Franken und damit rund 1 Milliarde mehr, als die Briten auf den Tisch legen wollten. Zusammen mit den Schweizern schwang sich Zimmer damals zum grössten reinen Orthopädie-Unternehmen der Welt auf.
Centerpulse, die einst vom Winterthurer Traditionskonzern Sulzer abgespalten worden war, hatte damals Schlagzeilen mit verunreinigten Hüft- und Kniegelenken gemacht. Weil die verölten künstlichen Gelenke nicht einwuchsen, mussten sich die Patienten einer neuen Operation unterziehen. Die Folge war eine Klagewelle gegen die ehemalige Sulzer Medica, die das Unternehmen Millionen an Entschädigungen kostete, was zu Gewinneinbrüchen führte.
___ Effizienz soll sich verbessern
Winterthur wurde zeitweise zum Zimmer-Sitz für Europa, Australien und Asien. Nun folgt der Kahlschlag.
"Wir sind uns der Bedeutung des Standorts Winterthur, seiner langjährigen Tradition und des wichtigen Beitrags unseres Teams vor Ort sehr bewusst", lässt sich Zimmer-Biomet-Managerin Elizabeth Gauthier zitieren.
Die vorgeschlagenen Veränderungen sind laut dem Communiqué Teil der kontinuierlichen Weiterentwicklung des Produktionsnetzwerks von Zimmer Biomet. Ziel sei es, das Produktions- und Liefernetzwerk zu vereinfachen, die Effizienz zu steigern und das Unternehmen langfristig erfolgreich aufzustellen.
___ Unia kritisiert Vorhaben
Die Gewerkschaft Unia kritisierte am Mittwoch das Vorhaben und forderte Massnahmen zum Erhalt der Arbeitsplätze. "Es kann nicht sein, dass die Beschäftigten und Winterthur die Zeche für die Bereicherung anonymer Aktionäre eines globalen Konzerns bezahlen", schrieb sie in einer Mitteilung.
Die Gewerkschaft, die am Konsultationsverfahren beteiligt ist, fordert sowohl das lokale Management als auch die Behörden in Winterthur und im Kanton Zürich dazu auf, alle Möglichkeiten zum Erhalt der Arbeitsplätze zu prüfen. Der Stellenabbau bei Zimmer Biomet reihe sich in eine bedenkliche Entwicklung ein, bei der zunehmend qualifizierte Industriearbeitsplätze in der Region unter Druck geraten.
___ Winterthurer Stadtrat sucht Gespräch
Besorgt zeigte sich auch der Stadtrat von Winterthur. Die Stadtregierung teilte am Mittwoch mit, dass sie umgehend mit der Firmenleitung Kontakt aufgenommen und einen Gesprächstermin vereinbart habe, um den Stellenabbau möglichst gering zu halten.
Der Stadtrat erwarte, dass die Interessen der Stadt im anstehenden Konsultationsverfahren berücksichtigt würden. Er betonte die Notwendigkeit, die persönlichen Folgen für die betroffenen Angestellten abzufedern, und forderte vom Unternehmen zudem konkrete Anschlusslösungen für die Lernenden.
Zimmer Biomet ist für Winterthur ein historisch und wirtschaftlich bedeutendes Unternehmen. Selbst der Stadtpräsident hatte in der Vergangenheit berufliche Verbindungen zur Firma. Der im Frühling gewählte Stefan Fritschi (FDP) war von 2003 bis 2010 als Manager Project Office bei Zimmer Biomet tätig.
Zimmer Biomet plant Kahlschlag in Winterthur: Bis zu 580 Jobs weg
Winterthur (awp/sda/awp) - Hiobsbotschaft für die Mitarbeitenden des US-Medizintechnikkonzerns Zimmer Biomet in Winterthur: Im Zuge einer Umstrukturierung der Produktion könnten am Standort bis zu 580 der 730 Stellen wegfallen, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte.Der Abbau sei aber noch nicht in Stein gemeisselt, betonte eine Firmensprecherin gegenüber der Nachrichtenagentur AWP auf Anfrage. Es sei erst ein Konsultationsverfahren gestartet worden.
___ Bekannt für "Sulzer-Gelenke"
Zimmer hatte den ehemaligen Schweizer Orthopädiekonzern Centerpulse im Herbst 2003 übernommen. Die Amerikaner gewannen damals einen monatelangen Bieterkampf gegen den britischen Medizinaltechnikkonzern Smith & Nephew (S&N).
Zimmer bezahlte rund 4,5 Milliarden Franken und damit rund 1 Milliarde mehr, als die Briten auf den Tisch legen wollten. Zusammen mit den Schweizern schwang sich Zimmer damals zum grössten reinen Orthopädie-Unternehmen der Welt auf.
Centerpulse, die einst vom Winterthurer Traditionskonzern Sulzer abgespalten worden war, hatte damals Schlagzeilen mit verunreinigten Hüft- und Kniegelenken gemacht. Weil die verölten künstlichen Gelenke nicht einwuchsen, mussten sich die Patienten einer neuen Operation unterziehen. Die Folge war eine Klagewelle gegen die ehemalige Sulzer Medica, die das Unternehmen Millionen an Entschädigungen kostete, was zu Gewinneinbrüchen führte.
___ Effizienz soll sich verbessern
Winterthur wurde zeitweise zum Zimmer-Sitz für Europa, Australien und Asien. Nun folgt der Kahlschlag.
"Wir sind uns der Bedeutung des Standorts Winterthur, seiner langjährigen Tradition und des wichtigen Beitrags unseres Teams vor Ort sehr bewusst", lässt sich Zimmer-Biomet-Managerin Elizabeth Gauthier zitieren.
Die vorgeschlagenen Veränderungen sind laut dem Communiqué Teil der kontinuierlichen Weiterentwicklung des Produktionsnetzwerks von Zimmer Biomet. Ziel sei es, das Produktions- und Liefernetzwerk zu vereinfachen, die Effizienz zu steigern und das Unternehmen langfristig erfolgreich aufzustellen.
___ Unia kritisiert Vorhaben
Die Gewerkschaft Unia kritisierte am Mittwoch das Vorhaben und forderte Massnahmen zum Erhalt der Arbeitsplätze. "Es kann nicht sein, dass die Beschäftigten und Winterthur die Zeche für die Bereicherung anonymer Aktionäre eines globalen Konzerns bezahlen", schrieb sie in einer Mitteilung.
Die Gewerkschaft, die am Konsultationsverfahren beteiligt ist, fordert sowohl das lokale Management als auch die Behörden in Winterthur und im Kanton Zürich dazu auf, alle Möglichkeiten zum Erhalt der Arbeitsplätze zu prüfen. Der Stellenabbau bei Zimmer Biomet reihe sich in eine bedenkliche Entwicklung ein, bei der zunehmend qualifizierte Industriearbeitsplätze in der Region unter Druck geraten.
___ Winterthurer Stadtrat sucht Gespräch
Besorgt zeigte sich auch der Stadtrat von Winterthur. Die Stadtregierung teilte am Mittwoch mit, dass sie umgehend mit der Firmenleitung Kontakt aufgenommen und einen Gesprächstermin vereinbart habe, um den Stellenabbau möglichst gering zu halten.
Der Stadtrat erwarte, dass die Interessen der Stadt im anstehenden Konsultationsverfahren berücksichtigt würden. Er betonte die Notwendigkeit, die persönlichen Folgen für die betroffenen Angestellten abzufedern, und forderte vom Unternehmen zudem konkrete Anschlusslösungen für die Lernenden.
Zimmer Biomet ist für Winterthur ein historisch und wirtschaftlich bedeutendes Unternehmen. Selbst der Stadtpräsident hatte in der Vergangenheit berufliche Verbindungen zur Firma. Der im Frühling gewählte Stefan Fritschi (FDP) war von 2003 bis 2010 als Manager Project Office bei Zimmer Biomet tätig.
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| Name | Kurs | Differenz Differenz % |
52 Wochenhoch | 52 Wochentief | Volumen |
|---|---|---|---|---|---|
| Zimmer Biomet Hl Rg | 95.00 |
+0.78
+0.83%
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102.56 | 83.72 | 617'577.00 |