Ausblick Sika Q1: Wechselkurse und schwaches China belasten
Baar (awp) - Sika dürfte verhalten ins laufende Geschäftsjahr gestartet sein. Sehr hohe Wechselkurseffekte und schwache Baumärkte - insbesondere in China - haben die Verkäufe des Innerschweizer Bauchemie- und Klebstoffherstellers gedrückt.
Der Spezialitätenchemie-Hersteller publiziert am Dienstag, 14. April, die Zahlen zum Umsatz im ersten Quartal 2026. Insgesamt haben zehn Analysten zum AWP-Konsens beigetragen.
,,Q1 2026 (in Mio Fr.) AWP-Konsens Q1 2025 Umsatz 2'457 2'678 - EMEA 1'177 1'204 - Americas 822 935 - Asien/Pazifik 454 540 (in %) Org. Wachstum -1,8 0,9,,
Kein eigenes Wachstum
Im Fokus steht unter anderem das organische Wachstum - also das Wachstum aus eigener Kraft, bereinigt um Zukäufe und Währungseinflüsse. Dieses war zuletzt rückläufig. Denn nach einer Phase kräftiger Expansion - getragen von den Grossakquisitionen Parex im Jahr 2019 und insbesondere MBCC im Jahr 2023 - fällt dieser Rückenwind nun weg.
Gleichzeitig sieht sich Sika mit anspruchsvollen Endmärkten konfrontiert, die von geopolitischen Unsicherheiten und Überkapazitäten im chinesischen Wohnungsbau geprägt sind. Sika hat auf die veränderten Rahmenbedingungen mit einem Stellenabbau reagiert: Weltweit werden bis zu 1500 Arbeitsplätze abgebaut, ein grosser Teil davon im Reich der Mitte.
Wie hart bremst der starke Franken?
Über all dem steht das Problem des starken Schweizer Frankens, der den Umsatz bei der Umrechnung in die eigene Währung schwinden lässt. Insbesondere die deutliche Abwertung des US-Dollars schlägt negativ zu Buche. Den negativen Währungseffekt veranschlagen Analysten auf rund 8 Prozent. Akquisitionen haben auf der anderen Seite nur gut ein Prozent zum Umsatz beigesteuert.
Was ist mit Nahost?
Analysten rechnen im ersten Quartal noch nicht mit wesentlichen Effekten aus den kriegerischen Auseinandersetzungen im Iran, die Ende Februar losgetreten wurden. Die Region "Middle East" trägt laut Schätzungen von Analysten rund 4 Prozent zum Gruppenumsatz bei.
Wie lauten die Ziele?
Im Februar hatte das Sika-Management für 2026 ein Umsatzwachstum in Lokalwährungen von einem bis vier Prozent in Aussicht gestellt sowie eine EBITDA-Marge von 19,5 bis 20,0 Prozent.
Ende März hatte Sika-Chef Thomas Hasler im Gespräch mit Reuters erklärt, angesichts der Unsicherheit in Nahost gehe man davon aus, dass Umsatz und Ergebnis 2026 in der Mitte oder im unteren Bereich des Prognosebandes liegen dürften. Eine offizielle Präzisierung der Guidance ist damit nicht ausgeschlossen.
Wie steht es um die Aktie?
Die Sika-Titel gehören seit Jahresbeginn zu den schwächsten Blue Chips. Während sich der Gesamtmarkt (SMI) knapp gehalten hat, haben die Papiere von Sika einen Rückgang um etwa 16 Prozent verzeichnet. Bereits im Vorjahr entwickelten sich die Papiere unterdurchschnittlich.
Website: www.sika.
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Betroffene Instrumente
| Name | Kurs | Differenz Differenz % |
52 Wochenhoch | 52 Wochentief | Volumen |
|---|---|---|---|---|---|
| Sika N | 136.45 |
-2.05
-1.48%
|
162.15 | 120.35 | 521'456.00 |