Unternehmensergebnis
26.02.2026 13:24:09
"2025 war ein gutes Jahr", sagte Emmi-Chefin Ricarda Demarmels an der Jahresmedienkonferenz in Zürich am Donnerstag. "Die Trends spielen Emmi in die Karten. Milchprodukte legen wieder stärker zu als der Konsumgütergesamtmarkt insgesammt."
Emmis Umsatz stieg bekanntlich um 9,1 Prozent auf 4,7 Milliarden Franken. Operativ profitierte der Luzerner Konzern von Zukäufen im Dessertgeschäft und starkem Wachstum in Brasilien, Chile und Mexiko. Auch die Schweiz entwickelte sich 2025 überraschend robust. Strategische Nischen wie Caffè Latte und Premium-Desserts sowie anhaltende Ernährungstrends zu proteinreichen Produkten trieben das Geschäft ebenfalls.
Der Betriebsgewinn kletterte um 10,5 Prozent auf 334,6 Millionen Franken, die entsprechende Marge verbesserte sich leicht auf 7,1 Prozent. Das Resultat zeigt, dass Emmi die widrigen Umstände an den Finanzmärkten und im Handel unter anderem mit Effizienzmassnahmen und dem Zukauf des Mademoiselle-Dessert-Geschäfts mit höherer Marge mehr als auffangen konnte.
___ Starker Franken schlimmer als US-Zölle
Finanzchef Oliver Wasem bezifferte die Währungsbelastungen für 2025 auf rund 19 Millionen Franken. Da stellten die US-Zölle für Emmi das kleinere Übel dar: Der negative Nettoeffekt auf den Betriebsgewinn aus den US-Zöllen belief sich auf 6 Millionen Franken.
In den USA hatte Emmi die Preise rasch erhöht, um die Zollkosten an die US-Kunden weiterzugeben. Das Thema möglicher Rückforderungen hat darum beim Mangment kaum Priorität. Der Konzern musste in den USA einen Volumenverlust hinnehmen, rechnet aber mit einer gewissen Erholung.
Unter dem Strich konnte der Reingewinn nicht ganz mit der übrigen Entwicklung mithalten. Er stieg um lediglich 3,1 Prozent auf 227,1 Millionen Franken. Höhere Zinskosten infolge neuer Anleihen sowie ungünstige Wechselkurse drückten hier.
"Das gute Jahresergebnis bestätigt die Stärke unserer Wachstumsstrategie mit Fokus auf Wachstumsmärkte und strategische Nischen", sagte CEO Ricarda Demarmels. Beim Proteintrend erwartet sie eine Verschiebung von der Menge zur Qualität, wie sie im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AWP sagte. Emmi sei dafür ideal positioniert: Milch enthalte von Natur aus hochwertiges Protein mit allen essenziellen Aminosäuren.
___ Matcha-Trend erreicht Emmi
Demarmels strich auch die Bedeutung von Innovationen für das Wachstum hervor. Dabei kündigte sie in der beliebten Cafe-Latte-Reihe ein Matcha-Milchgetränk an. Dieses soll in den kommenden Wochen in die Läden kommen. Emmi hat grosse Hoffnungen in das Produkt. Bei den zuletzt lancierten Protein-Wassern passte der Konzern inzwischen teils die Rezeptur an, nachdem bisweilen ein "pelziger" Nachgeschmack moniert worden war.
Für 2026 stellt Emmi ein organisches Umsatzwachstum von 1 bis 3 Prozent sowie einen steigenden Betriebsgewinn in Aussicht. Belastend wirken tiefere Milchpreise und ein weggefallener Sondereffekt in der Schweiz, die das Wachstum um rund einen Prozentpunkt dämpfen dürften. Strategisch setzt Emmi weiter auf Ready-to-drink-Kaffee, Premium-Desserts, Spezialitätenkäse und Nutrition-Produkte.
Langfristig hält der Konzern an seinen Finanzzielen und damit an einem eher konservativen Ausblick fest. Die Dividende soll aber weiter jährlich steigen, wie das Management betonte. Für 2025 werden 17,50 Franken je Aktie - ein Franken mehr als im Jahr davor - vorgeschlagen. Insgesamt sieht sich Emmi dank lokaler Marktverankerung, Innovation und Positionierung im Spannungsfeld von Gesundheit und Genuss gut für weiteres Wachstum gerüstet.
Emmi steigert Gewinn erneut und setzt auf Protein- und Desserttrend
Luzern/Zürich (awp) - Die Milchverarbeiterin Emmi hat 2025 dank Konsumlust im Proteinbereich und im Dessert-Geschäft den Umsatz sowie den Betriebsgewinn deutlich gesteigert. Für 2026 erwartet die Kaffee-Drink-, Joghurt- und Käseherstellerin weiteres Wachstum trotz Bremsspuren im Heimmarkt Schweiz."2025 war ein gutes Jahr", sagte Emmi-Chefin Ricarda Demarmels an der Jahresmedienkonferenz in Zürich am Donnerstag. "Die Trends spielen Emmi in die Karten. Milchprodukte legen wieder stärker zu als der Konsumgütergesamtmarkt insgesammt."
Emmis Umsatz stieg bekanntlich um 9,1 Prozent auf 4,7 Milliarden Franken. Operativ profitierte der Luzerner Konzern von Zukäufen im Dessertgeschäft und starkem Wachstum in Brasilien, Chile und Mexiko. Auch die Schweiz entwickelte sich 2025 überraschend robust. Strategische Nischen wie Caffè Latte und Premium-Desserts sowie anhaltende Ernährungstrends zu proteinreichen Produkten trieben das Geschäft ebenfalls.
Der Betriebsgewinn kletterte um 10,5 Prozent auf 334,6 Millionen Franken, die entsprechende Marge verbesserte sich leicht auf 7,1 Prozent. Das Resultat zeigt, dass Emmi die widrigen Umstände an den Finanzmärkten und im Handel unter anderem mit Effizienzmassnahmen und dem Zukauf des Mademoiselle-Dessert-Geschäfts mit höherer Marge mehr als auffangen konnte.
___ Starker Franken schlimmer als US-Zölle
Finanzchef Oliver Wasem bezifferte die Währungsbelastungen für 2025 auf rund 19 Millionen Franken. Da stellten die US-Zölle für Emmi das kleinere Übel dar: Der negative Nettoeffekt auf den Betriebsgewinn aus den US-Zöllen belief sich auf 6 Millionen Franken.
In den USA hatte Emmi die Preise rasch erhöht, um die Zollkosten an die US-Kunden weiterzugeben. Das Thema möglicher Rückforderungen hat darum beim Mangment kaum Priorität. Der Konzern musste in den USA einen Volumenverlust hinnehmen, rechnet aber mit einer gewissen Erholung.
Unter dem Strich konnte der Reingewinn nicht ganz mit der übrigen Entwicklung mithalten. Er stieg um lediglich 3,1 Prozent auf 227,1 Millionen Franken. Höhere Zinskosten infolge neuer Anleihen sowie ungünstige Wechselkurse drückten hier.
"Das gute Jahresergebnis bestätigt die Stärke unserer Wachstumsstrategie mit Fokus auf Wachstumsmärkte und strategische Nischen", sagte CEO Ricarda Demarmels. Beim Proteintrend erwartet sie eine Verschiebung von der Menge zur Qualität, wie sie im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AWP sagte. Emmi sei dafür ideal positioniert: Milch enthalte von Natur aus hochwertiges Protein mit allen essenziellen Aminosäuren.
___ Matcha-Trend erreicht Emmi
Demarmels strich auch die Bedeutung von Innovationen für das Wachstum hervor. Dabei kündigte sie in der beliebten Cafe-Latte-Reihe ein Matcha-Milchgetränk an. Dieses soll in den kommenden Wochen in die Läden kommen. Emmi hat grosse Hoffnungen in das Produkt. Bei den zuletzt lancierten Protein-Wassern passte der Konzern inzwischen teils die Rezeptur an, nachdem bisweilen ein "pelziger" Nachgeschmack moniert worden war.
Für 2026 stellt Emmi ein organisches Umsatzwachstum von 1 bis 3 Prozent sowie einen steigenden Betriebsgewinn in Aussicht. Belastend wirken tiefere Milchpreise und ein weggefallener Sondereffekt in der Schweiz, die das Wachstum um rund einen Prozentpunkt dämpfen dürften. Strategisch setzt Emmi weiter auf Ready-to-drink-Kaffee, Premium-Desserts, Spezialitätenkäse und Nutrition-Produkte.
Langfristig hält der Konzern an seinen Finanzzielen und damit an einem eher konservativen Ausblick fest. Die Dividende soll aber weiter jährlich steigen, wie das Management betonte. Für 2025 werden 17,50 Franken je Aktie - ein Franken mehr als im Jahr davor - vorgeschlagen. Insgesamt sieht sich Emmi dank lokaler Marktverankerung, Innovation und Positionierung im Spannungsfeld von Gesundheit und Genuss gut für weiteres Wachstum gerüstet.
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Betroffene Instrumente
| Name | Kurs | Differenz Differenz % |
52 Wochenhoch | 52 Wochentief | Volumen |
|---|---|---|---|---|---|
| Emmi N | 828.00 |
+25.00
+3.11%
|
829.00 | 700.00 | 4'141.00 |