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Neue Produkte und Dienstleistungen   07.07.2026 08:59:10

Brokerwahl entscheidet über Trading-Kosten

Zürich (awp) - Wer in der Schweiz mit Aktien, Obligationen oder ETFs handelt, kann je nach Anbieter deutlich unterschiedlich hohe Gebühren zahlen. Besonders ins Gewicht fallen laut einer Auswertung die Courtagen beim Kauf und Verkauf von Wertschriften sowie Depot- und Grundgebühren.

Das zeigt eine Analyse des Online-Vergleichsdienstes Moneyland, der die Gebühren wichtiger traditioneller Banken und Online-Broker in der Schweiz verglichen hat. Untersucht wurden drei Profile: ein passives Portfolio ohne Transaktionen, ein Gelegenheitstrader mit zwölf Transaktionen pro Jahr sowie ein Vieltrader mit 70 Transaktionen jährlich.

Am günstigsten schnitt in allen drei Profilen die Saxo Bank ab. Beim passiven Portfolio mit einem Depotwert von rund 45'000 Franken fielen laut Moneyland keine Depot- oder Grundgebühren an. Dahinter folgten Trade Direct mit rund 50 Franken und Postfinance mit 72 Franken pro Jahr.

Auch beim Gelegenheitstrader mit ebenfalls rund 45'000 Franken Depotwert und jährlich zwölf Transaktionen lag die Saxo Bank mit Gesamtkosten von rund 68 Franken vorne. Auf den weiteren Plätzen folgten Cornèrtrader mit knapp 245 Franken und Postfinance mit rund 345 Franken.

___ Grosse Differenzen bei Vieltraders

Beim Profil des Vieltraders mit rund 75'000 Franken Depotwert und 70 Transaktionen pro Jahr werden die Differenz noch deutlicher sichtbar. So betrugen die Kosten bei der Saxo Bank rund 750 Franken. Die zweitplatzierte Cornèrtrader kam auf knapp 1275 Franken, die drittplatzierte Swissquote auf rund 2433 Franken und waren so fast doppelt bzw. dreimal so teuer wie der Erstplatzierte.

"Wichtig ist, dass die effektiven Gebühren je nach individueller Nutzung deutlich von den dargestellten Profilen abweichen können", wird Studienautor Dan Urner in der Mitteilung zitiert. Anlegerinnen und Anleger sollten Anbieter deshalb anhand ihres eigenen Nutzungsverhaltens vergleichen. Unabhängig vom Anbieter fallen bei Transaktionen zudem staatliche Stempelabgaben an.

Als Alternative zu klassischen Brokern verweist Moneyland auch auf Smartphone-Banken. Diese könnten insbesondere für Kleinanleger attraktive Konditionen bieten. Bei grösseren Beträgen seien spezialisierte Online-Broker jedoch teils günstiger; zudem sei das Wertschriften- und Dienstleistungsangebot von Neobanken oft begrenzter.


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