Marktgespräch 01. Oktober: SMI, Comet
Zürich (awp) - Am Schweizer Markt wird heute u.a. über folgende Themen gesprochen (Kursveränderungen 10.10 Uhr):
SMI (-1,41% auf 13'634 Pkt.): Chartbild trübt sich ein - 14'000 aus dem Blickfeld verloren
Der Kampf mit der Marke von 14'000 scheint für den SMI zumindest für den Moment verloren. Nachdem der hiesige Leitindex diesen Wert an sechs der vorangegangenen sieben Handelstagen jeweils überschritten, aber nie bis zum Handelsschluss gehalten hatte, geht es am Berichtstag nun deutlich nach unten. Mit einem Tagestief bei 13'625 ist der SMI auf ein Niveau gesunken, dass zuletzt im vergangenen Mai gesehen wurde. Belastet wird die Stimmung insbesondere von den am Vortag publizierten hohen Inflationsraten in Europa. Es drohe ein Rückfall unter das jüngste Verlaufstief bei 13'681, heisst es in einem charttechnischen Kommentar der Bank BNP Paribas. Diese Grenze wurde nun bereits unterschritten. Solide Unterstützung sieht die französische Bank beim Zwischenhoch vom Mai bei 13'637,5 sowie bei der aktuell bei 13'619 verlaufenden 200-Tage-Linie. Sollte die letztgenannte Marke nicht halten, könnte es weiteren Verkaufsdruck bis zu den nächsten Unterstützungen bei 13'529 und 13'427 geben.
COMET (+0,5% auf 373,20 Fr.): Chip-Boom von US-Branchenprimus bestätigt
Die Nachfrage nach Chips aller Art, aber insbesondere Speicherchips, boomt. Das hat am Vorabend der US-Branchenprimus Micron mit seinen Zahlen und auch dem Ausblick nochmal eindrucksvoll bestätigt. Demnach dürften Datenzentren durch den KI-Boom die Nachfrage weiter hoch halten und laut Micron die Knappheit der begehrten Chips noch bis in das Jahr 2028 andauern. Das sieht beispielsweise auch die Logitech-Chefin in einem aktuellen Interview so. Für die entsprechenden Zulieferer hierzulande sind das durchaus gute Nachrichten. Neben Comet bekommen auch VAT und Inficon ihren Teil vom Kuchen ab - und entsprechend stemmen sich auch diese beiden Aktien am heutigen Handelstag erfolgreich gegen den verlustreichen Gesamtmarkt. Die ZKB sieht aber Comet mit Blick auf die Knappheit bei Speicherchips als grösste Profiteurin vom "Speicherchip-Superzyklus". Denn hier sei das Exposure zu NAND-Maschinen, also den Anlagen zur Herstellung entsprechender Speicherchips, am grössten, so die Experten. Entsprechend bewerten sie Comet auch mit "Übergewichten", während die beiden Mitbewerber nur ein "Marktgewichten" abbekommen. Konkret einschätzen könne man die Auswirkungen dann noch besser, wenn Mikron einen Capex-Plan für das kommende Jahr vorstellt.
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Betroffene Instrumente
| Name | Kurs | Differenz Differenz % |
52 Wochenhoch | 52 Wochentief | Volumen |
|---|---|---|---|---|---|
| Comet Hldg N | 375.00 |
+3.60
+0.97%
|
407.00 | 307.40 | 20'503.00 |