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Neue Produkte und Dienstleistungen   31.05.2026 17:23:14

Swiss schlachtet zwei Airbus A220-100 als Ersatzteillieferanten aus

Kloten (awp) - Die Swiss greift wegen Problemen mit ihrem kleinsten Flugzeugtyp zu drastischen Massnahmen. Zwei Airbus A220-100 sind ausser Betrieb genommen worden und werden nun ausgeschlachtet. Damit will die Schweizer Airline Ersatzteile für den Rest der A220-Flotte erhalten.

Im vergangenen Oktober hatte die Swiss wegen der Probleme mit der Triebwerkswartung und dem Ersatzteilmangel die Reissleine gezogen. Alle neun kleinen Airbus A220-100 würden für eineinhalb Jahre stillgelegt, sagte Finanzchef Dennis Weber damals. Damit wollte die Swiss die 18 Triebwerke der A220-100 für die grösseren A220-300 nutzen, von denen die Fluggesellschaft 21 Maschinen im Einsatz hat. Damit steige die Einsatzbereitschaft der A220-300-Flotte.

Nun geht die Swiss einen Schritt weiter: "Die beiden A220-100 HB-JBD und HB-JBC werden nicht mehr reaktiviert, sondern ausgeflottet und zerlegt. Durch die Zerlegung sichern wir gezielt Komponenten für den Eigenbedarf", sagte eine Swiss-Sprecherin am Sonntag auf Anfrage der Nachrichtenagentur zu entsprechenden Medienberichten der Vortage. Denn die Verfügbarkeit von Komponenten für die Airbus-A220-Flotte sei weiterhin weltweit angespannt.

Von den verbleibenden sieben Airbus A220-100 befinden sich mittlerweile drei in den Lagerhallen am Flughafen der französischen Stadt Toulouse, wo Airbus ein grosses Werk hat. Die weiteren Flugzeuge würden in den kommenden Monaten etappenweise aus dem Betrieb genommen und temporär parkiert, sagte die Swiss-Sprecherin: "Den genauen Zeitplan passen wir laufend an die aktuelle Betriebssituation an."

Vom Paradepferd zum Problemkind

Damit endet das Schicksal des einstigen Paradepferds der Swiss unschön. Die Schweizer Fluggesellschaft hatte vor zehn Jahren als erste Airline der Welt die damals C-Series genannten Maschinen des kanadischen Flugzeugherstellers Bombardier in Betrieb genommen. Bombardier hatte sich aber mit der Neuentwicklung verhoben und musste seine Flugzeugsparte später an Airbus verkaufen.

Seither heissen die immer wieder mit Triebwerksproblemen kämpfenden Flieger A220. Die Triebwerke von Pratt & Whitney haben einen höheren Verschleiss als ursprünglich geplant und müssen deshalb viel häufiger in die Werkstatt. Schon 2019, also drei Jahre nach der Inbetriebnahme, musste die Swiss ihre A220-Maschinen wegen Triebwerksproblemen vorübergehend stilllegen, was zu zahlreichen Flugausfällen führte.


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