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Politik, Regierung, Parlament, Bundesverwaltung   14.01.2026 15:18:35

Soforthilfe von 10'000 Franken für Familien von Brandopfern

Crans-Montana/Sitten (awp/sda) - Die Familien der 40 Toten sowie 116 Verletzen des Brandes von Crans-Montana erhalten vom Kanton Wallis jeweils einen Pauschalbetrag von 10'000 Franken. Knapp zwei Wochen nach der Katastrophe hat die Kantonsregierung diese Soforthilfe beschlossen. Weiter verbietet der Kanton Feuerwerk in öffentlich zugänglichen Einrichtungen.

Ziel der Soforthilfe mit Geld sei es, den Betroffenen mit möglichst wenig Verwaltungsaufwand zu helfen, teilte der Staatsrat am Mittwoch mit. Die betroffenen Personen werden vom Kanton Wallis kontaktiert.t Sie können sich auch an die Opferberatungsstellen OHG wenden.

Zudem hat der Kanton ein spezielles Spendenkonto eingerichtet, auf das private und institutionelle Beiträge einbezahlt werden können. Mehrere Personen und Organisationen hätten den Wunsch geäussert, Spenden zu überweisen. Diese Gelder seien ausdrücklich nicht zur Deckung der vom Kanton getragenen Kosten bestimmt, schreibt die Kantonsregierung in der Medienmitteilung.

Die Verteilung der Spenden soll zu einem späteren Zeitpunkt geregelt werden. Eine Stiftung soll gegründet werden, welche die eingehenden Spenden verwalten und austeilen wird. In der Stiftung sollen alle betroffenen Parteien mit Ausnahme der öffentlichen Institutionen vertreten sein.

___ Verbot von Feuerwerk

Weiter verbietet das Wallis den Gebrauch von pyrotechnischen Gegenständen in öffentlich zugänglichen Einrichtungen. Der verheerende Brand in der Bar "Le Constellation" in der Silvesternacht war vermutlich von Wunderkerzen auf Champagnerflaschen ausgelöst worden. Sie hatten die aus Schaumstoff bestehende, schalldämmende Decke der Bar mutmasslich in Brand gesetzt.

Der für die Sicherheit zuständige Staatsrat, Stéphane Ganzer, habe sich in der Zwischenzeit mit Mitgliedern des Präsidiums des Verbandes der Walliser Gemeinden getroffen. Ziel des Treffens war es demnach, eine verstärkte Unterstützung für die Gemeinden beim Brandschutz zu koordinieren.

So soll zum Beispiel die Ausbildung der kommunalen Sicherheitsbeauftragten im Wallis verstärkt werden. Eine IT-Plattform soll künftig die Überwachung der Kontrollen erleichtern, welche die Gemeinden durchführen müssen.

Die am 1. Januar nach der Brandnacht von ihm ausgerufene "besondere Lage" hob der Staatsrat inzwischen auf, wie er ferner bekanntgab.


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