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Unternehmensergebnis   24.03.2026 12:45:13

Migros Zürich weitet 2025 wegen Tegut und Alnatura Verlust auf 180 Millionen aus

Zürich (awp) - Die Genossenschaft Migros Zürich ist 2025 wegen Belastungen durch die kriselnde deutsche Biosupermarktkette Tegut und die Schliessung der Alnatura-Filialen tiefer in die roten Zahlen gerutscht. Unter dem Strich blieb ein Minus von 180 Millionen Franken nach einem Verlust von 125 Millionen im Jahr davor.

Auch das ausgewiesene operative Ergebnis (EBIT) verschlechterte sich aufgrund der Wertberichtigungen und strategischen Entscheide deutlich auf minus 198 Millionen Franken nach einem Betriebsverlust von 126 Millionen im Vorjahr. Ohne Sondereffekte stieg das operative Ergebnis hingegen deutlich um 89 Prozent auf rund 55 Millionen Franken.

Der Umsatz im Kerngeschäft mit dem Migros-Läden sank leicht um 0,6 Prozent auf 2,14 Milliarden Franken. Zwar legten die Verkaufsvolumen und auch die Kundenfrequenz um 2,2 Prozent zu, doch konnten tiefere Durchschnittseinkaufsausgaben der Kunden infolge der Tiefpreisstrategie den Rückgang nicht kompensieren.

Die deutsche Bioladenkette Tegut, welche die Migros 2013 erwarb und nun verkaufen will, verhagelte der Migros Zürich einmal mehr das Geschäft. Die Tochter schrieb weiterhin Verluste, auch wenn diese auf 26 Millionen Franken halbiert werden konnten. Gleichzeitig gingen die Umsätze bei Tegut im schwierigen deutschen Markt zurück.

Ein Lichtblick war das Fitnessunternehmen Movemi. Dessen Umsatz stieg weiter um 9 Prozent auf 239 Millionen Franken.

Sieben neue Filialen 2026 geplant

Auch auf Gruppenebene zeigte sich ein ähnliches Bild: Der konsolidierte Umsatz der GMZ-Gruppe sank um 3,9 Prozent auf 4,014 Milliarden Franken. Unter dem Strich vergrösserte sich der Reinverlust auf 141 Millionen Franken nach einem Defizit von 116 Millionen im Vorjahr. Das operative Ergebnis blieb mit minus 151 Millionen Franken ebenfalls klar negativ.

Die Umsatzrückgänge sind neben Tegut und der Schliessung von Alnatura auch auf die Veräusserung von Fachmärkten zurückzuführen.

Trotz der roten Zahlen bezeichnete das Unternehmen seine finanzielle Lage als solide. Das Eigenkapital belief sich auf 834 Millionen Franken, die Eigenkapitalquote lag bei über 61 Prozent. Investitionen von 76 Millionen Franken wurden vollständig aus eigenen Mitteln finanziert.

2026 will die Migros Zürich sieben neue Supermarkt- und VOI-Filialen eröffnen. Neun Läden sollen umgebaut werden.


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