Unternehmensergebnis
31.03.2026 11:31:13
Der Umsatz stieg 2025 um 4,4 Prozent auf 1,19 Milliarden Franken, wie Salt am Dienstag mitteilte. Hier halfen neben der grösseren Kundenbasis die Preiserhöhungen vom vergangenen Jahr.
Der Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisationen nach Abzug der Leasingkosten (EBITDAaL) kletterte gar um 8,8 Prozent auf 514,1 Millionen Franken. Die entsprechende Marge verbesserte sich auf 43,4 Prozent von 41,6 Prozent im Vorjahr.
Damit hat sich Salt besser geschlagen als die grossen Konkurrenten: Swisscom und Sunrise haben im Schweizer Geschäft einen Umsatzrückgang im Geschäftsjahr 2025 hinnehmen müssen und den Betriebsgewinn nur leicht steigern können.
Die Ergebnisse seien sehr gut, sagte Salt-Chef Max Nunziata im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AWP. Alle drei Segmente Mobilfunk, Geschäftskunden und Breitband hätten zugelegt. Zur überdurchschnittlichen Gewinnsteigerung habe auch die Kostendisziplin beigetragen.
___ Deutlicher Neukundenstrom
"Der grösste Treiber war das Wachstum", betonte Nunziata jedoch. Bei den lukrativen Handyabokunden lockte der Konzern 110'000 neue Abonnenten an, womit deren Zahl auf 1,86 Millionen stieg.
Auch im Breitbandgeschäft mit Internet, TV und Festnetztelefonie stieg die Kundenzahl um 48'000 auf 313'000. Das sei der zweitgrösste Kundengewinn seit dem Start des Breitbandangebots vor acht Jahren. Besser sei nur das Jahr 2020 mit einem Kundengewinn von 52'000 Festnetzabos gewesen, sagte Nunziata. Damals trieb die Pandemie die Nachfrage hoch, weil alle im Lockdown schnelles Internet brauchten.
Jetzt habe Salt vom Glasfaserausbau in der Schweiz profitiert, hiess es weiter. Dank der Partnerschaften mit der Swisscom, Swiss Fibre Net und lokalen Versorgungsunternehmen erreiche Salt derzeit rund 2,9 Millionen Haushalte. Dies entspreche etwa 60 Prozent aller Haushalte in der Schweiz, hiess es. Damit sei das Breitbandangebot von Salt für immer mehr Leute verfügbar, sagte Nunziata.
___ Firmenkundengeschäft läuft
Im Firmenkundengeschäft habe man eine Reihe von Unternehmen gewonnen. Darunter seien etwa Cembra Money Bank, die Warenhausgruppe Globus, der Logistiker Planzer oder Swisslos, schrieb Salt. "Kunden wie Planzer hätten wir vielleicht vor ein paar Jahren nicht gewonnen. Da hat die Verbesserung der Netzabdeckung eine Rolle gespielt", sagte Nunziata. Das Salt-Mobilfunknetz habe nur noch wenig Abstand auf jenes der Swisscom, das die Messlatte in der Telekombranche sei.
Das Geschäft mit anderen Telekomanbietern, die das Salt-Netz benutzen (im Fachjargon Wholesale), sowie das Partnerschaftsgeschäft legten zu. So nutzt auch der Breitbandanbieter Green die Glasfaserinfrastruktur von Salt. Zudem ist auch der deutsche Streaminganbieter Sky in der Schweiz ins Internet- und Mobiltelefoniegeschäft eingestiegen, wobei er die Salt-Netze benutzt.
Zudem habe Salt 2025 auch sein Vertriebsnetz weiter gestärkt. Aktuell betreibe das Unternehmen über 110 Shops in der Schweiz. Man wolle weiterhin gezielt in den Vertrieb investieren.
___ Preisschlacht weiterhin hitzig
Nach einer Beruhigung in der ersten Jahreshälfte sei der Wettbewerb im zweiten Semester wieder markant schärfer geworden. Die Aggressivität bei den Preisen habe im "Black November" zugenommen, sagte Nunziata. Die Lancierung der Sunrise-Billigmarke CHmobile habe den Preis zeitweise unter die symbolisch wichtige Marke von 10 Franken gedrückt.
"Seither sind wir nicht mehr auf das Preisniveau von Anfang 2025 zurückgekommen. Solche Dynamiken sind wertzerstörend in der Branche", sagte Nunziata. Denn die Investitionen, um die Netzqualität zu halten, seien mit diesen tiefen Preisen nicht zu finanzieren. Das sehen man in den Nachbarländern, wo die Angebote zwar sehr billig seien, aber auch die Netzqualität oft schlecht sei.
Die Ankündigung der Preiserhöhungen durch die Swisscom ab April habe den Wettbewerb nicht beruhigt, sagte Nunziata: Denn die Swisscom ziehe nur bei den Preiserhöhungen nach, die andere Marken wie Sunrise, Yallo, Salt oder Wingo bereits im vergangenen Jahr vorgenommen hätten.
Salt 2025 trotz hartem Wettbewerb mit mehr Umsatz und Gewinn
Zürich (awp) - Salt hat im vergangenen Jahr deutlich mehr umgesetzt und verdient. Auch bei den Kundenzahlen hat sich der drittgrösste Telekomkonzern weiter gesteigert - und dies, obwohl die Preisschlacht mit unverminderter Härte tobte.Der Umsatz stieg 2025 um 4,4 Prozent auf 1,19 Milliarden Franken, wie Salt am Dienstag mitteilte. Hier halfen neben der grösseren Kundenbasis die Preiserhöhungen vom vergangenen Jahr.
Der Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisationen nach Abzug der Leasingkosten (EBITDAaL) kletterte gar um 8,8 Prozent auf 514,1 Millionen Franken. Die entsprechende Marge verbesserte sich auf 43,4 Prozent von 41,6 Prozent im Vorjahr.
Damit hat sich Salt besser geschlagen als die grossen Konkurrenten: Swisscom und Sunrise haben im Schweizer Geschäft einen Umsatzrückgang im Geschäftsjahr 2025 hinnehmen müssen und den Betriebsgewinn nur leicht steigern können.
Die Ergebnisse seien sehr gut, sagte Salt-Chef Max Nunziata im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AWP. Alle drei Segmente Mobilfunk, Geschäftskunden und Breitband hätten zugelegt. Zur überdurchschnittlichen Gewinnsteigerung habe auch die Kostendisziplin beigetragen.
___ Deutlicher Neukundenstrom
"Der grösste Treiber war das Wachstum", betonte Nunziata jedoch. Bei den lukrativen Handyabokunden lockte der Konzern 110'000 neue Abonnenten an, womit deren Zahl auf 1,86 Millionen stieg.
Auch im Breitbandgeschäft mit Internet, TV und Festnetztelefonie stieg die Kundenzahl um 48'000 auf 313'000. Das sei der zweitgrösste Kundengewinn seit dem Start des Breitbandangebots vor acht Jahren. Besser sei nur das Jahr 2020 mit einem Kundengewinn von 52'000 Festnetzabos gewesen, sagte Nunziata. Damals trieb die Pandemie die Nachfrage hoch, weil alle im Lockdown schnelles Internet brauchten.
Jetzt habe Salt vom Glasfaserausbau in der Schweiz profitiert, hiess es weiter. Dank der Partnerschaften mit der Swisscom, Swiss Fibre Net und lokalen Versorgungsunternehmen erreiche Salt derzeit rund 2,9 Millionen Haushalte. Dies entspreche etwa 60 Prozent aller Haushalte in der Schweiz, hiess es. Damit sei das Breitbandangebot von Salt für immer mehr Leute verfügbar, sagte Nunziata.
___ Firmenkundengeschäft läuft
Im Firmenkundengeschäft habe man eine Reihe von Unternehmen gewonnen. Darunter seien etwa Cembra Money Bank, die Warenhausgruppe Globus, der Logistiker Planzer oder Swisslos, schrieb Salt. "Kunden wie Planzer hätten wir vielleicht vor ein paar Jahren nicht gewonnen. Da hat die Verbesserung der Netzabdeckung eine Rolle gespielt", sagte Nunziata. Das Salt-Mobilfunknetz habe nur noch wenig Abstand auf jenes der Swisscom, das die Messlatte in der Telekombranche sei.
Das Geschäft mit anderen Telekomanbietern, die das Salt-Netz benutzen (im Fachjargon Wholesale), sowie das Partnerschaftsgeschäft legten zu. So nutzt auch der Breitbandanbieter Green die Glasfaserinfrastruktur von Salt. Zudem ist auch der deutsche Streaminganbieter Sky in der Schweiz ins Internet- und Mobiltelefoniegeschäft eingestiegen, wobei er die Salt-Netze benutzt.
Zudem habe Salt 2025 auch sein Vertriebsnetz weiter gestärkt. Aktuell betreibe das Unternehmen über 110 Shops in der Schweiz. Man wolle weiterhin gezielt in den Vertrieb investieren.
___ Preisschlacht weiterhin hitzig
Nach einer Beruhigung in der ersten Jahreshälfte sei der Wettbewerb im zweiten Semester wieder markant schärfer geworden. Die Aggressivität bei den Preisen habe im "Black November" zugenommen, sagte Nunziata. Die Lancierung der Sunrise-Billigmarke CHmobile habe den Preis zeitweise unter die symbolisch wichtige Marke von 10 Franken gedrückt.
"Seither sind wir nicht mehr auf das Preisniveau von Anfang 2025 zurückgekommen. Solche Dynamiken sind wertzerstörend in der Branche", sagte Nunziata. Denn die Investitionen, um die Netzqualität zu halten, seien mit diesen tiefen Preisen nicht zu finanzieren. Das sehen man in den Nachbarländern, wo die Angebote zwar sehr billig seien, aber auch die Netzqualität oft schlecht sei.
Die Ankündigung der Preiserhöhungen durch die Swisscom ab April habe den Wettbewerb nicht beruhigt, sagte Nunziata: Denn die Swisscom ziehe nur bei den Preiserhöhungen nach, die andere Marken wie Sunrise, Yallo, Salt oder Wingo bereits im vergangenen Jahr vorgenommen hätten.
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| UNTERNEHMENSERGEBNIS | 31.03.2026 11:31:14 | Salt 2025 trotz hartem Wettbewerb mit mehr Umsatz und Gewinn |
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