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Presseschauen   15.02.2026 16:48:15

Wdh: Presseschau vom Wochenende 7 (14./15. Februar)

Zürich (awp) - Nachfolgend eine Auswahl von Artikeln zu wirtschaftsrelevanten Themen aus der Presse vom Wochenende. Die Schlagzeilen in nicht verifizierten Meldungen:

NESTLÉ I: BLV-Vizedirektor Michael Beer kritisiert im Interview mit dem "SonntagsBlick" das Vorgehen von Nestlé und Danone im Zusammenhang mit verunreinigter Säuglingsmilch. Bei einem Verdacht auf Gesundheitsgefahr müsse "sofort breit zurückgerufen werden", sagt Beer. Nestlé hatte das Problem mit dem Toxin Cereulid Anfang Dezember festgestellt; betroffen sind auch Danone und Lactalis. 15 mögliche Krankheitsfälle in der Schweiz werden untersucht, Sanktionen bei Pflichtverletzungen sind laut BLV nicht ausgeschlossen. (SoB S. 26-27, siehe auch separate Meldung)

NESTLÉ II: Der Fall um mit Cereulid belastete Säuglingsnahrung nahm laut "NZZ am Sonntag" seinen Ursprung beim chinesischen Hersteller Cabio Biotech, dessen ARA-Öl als Zusatzstoff in Babymilchpulver zahlreicher Marken verwendet wird - darunter auch Produkte von Nestlé. Seit Dezember sei es in über 60 Ländern zu Rückrufen gekommen. Nestlé habe das Toxin Ende November 2025 "in sehr geringen Mengen" bei einer neuen Produktionslinie in den Niederlanden entdeckt und später das ARA-Öl als Quelle identifiziert; am 5. Januar sei der Rückruf in der Schweiz erfolgt. Der Konzern betone gemäss Bericht, vor 2025 habe es "mit Sicherheit keine betroffenen Chargen gegeben". In der Schweiz hätten sich bislang 15 Eltern beim Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen gemeldet, das eine "lückenlose Aufklärung" verlange und prüfe, ob die gesetzlichen Vorgaben eingehalten wurden. Der Artikel wirft zudem Fragen zur Kontrolle sogenannter Novel Foods und zu Risiken globaler Lieferketten auf. (NZZaS, S. 9)

COOP, MIGROS: Coop hat laut "Schweiz am Wochenende" seine Supermarktumsätze 2024 auf 12,4 Milliarden Franken gesteigert und Marktanteile gewonnen. Damit liegt Coop bei den Supermarktumsätzen nur noch rund 300 Millionen Franken hinter der Hauptkonkurrentin Migros - insgesamt hat der Coop-Konzern die Migros dank der Grosshandelstochter Transgourmet bereits überholt. Branchenvertreter loben die Fokussierung auf das Kerngeschäft und den Ausbau der Eigen- und Discountmarken, während Lieferanten den harten Einkaufskurs kritisieren. Intern befasst sich Coop dem Artikel zufolge zudem mit der Nachfolgeplanung für den 60-jährigen CEO Philipp Wyss. (SaW, S. 10)

SCHWEIZ: Swissmem-Präsident Martin Hirzel spricht im Interview mit "Schweiz am Wochenende" von einer "Zeitenwende" für die Schweizer Industrie. Die Exporte in die USA seien im vierten Quartal um 18 Prozent eingebrochen, bereits zuvor habe es zweistellige Rückgänge gegeben. Grund sei das "Zollchaos" in den USA. Auch China enttäusche, während die EU mit 56 Prozent Exportanteil wichtigster Markt bleibe. Eine "Switzerland First"-Politik lehnt Hirzel ab. (SaW, S. 8-9, siehe auch separate Meldung)

IMMOBILIEN: Wer sein Einfamilienhaus verkauft, erzielt laut "SonntagsZeitung" häufig hohe Gewinne: Nach 30 Jahren Besitzdauer liegt der durchschnittliche Reingewinn schweizweit bei rund 570'000 Franken, in Kantonen wie Zürich oder Zug auch nach Abzug der Altersentwertung bei über 1 Million Franken. Gleichzeitig fällt die Grundstückgewinnsteuer mit durchschnittlich 12,6 Prozent vergleichsweise moderat aus. Angesichts des Finanzbedarfs des Bundes - etwa für die 13. AHV-Rente und höhere Verteidigungsausgaben - bringt eine Expertengruppe eine nationale Grundstückgewinnsteuer ins Spiel, die jährlich rund 1 Milliarde Franken einbringen könnte. Finanzministerin Karin Keller-Sutter stellte den Vorschlag aus Rücksicht auf die Kantone vorerst zurück, erhält nun aber laut Bericht Unterstützung vom Obwaldner Ständerat Erich Ettlin, der sich offen für eine Prüfung zeigt. (SoZ, S. 5)

DROHNEN: Der Drohnensoftware-Hersteller Auterion, einst als Spin-off der ETH Zürich gegründet, baut laut "SonntagsZeitung" gemeinsam mit einem ukrainischen Partner Tausende Kampfdrohnen für die Ukraine. Die Kooperation wurde im Beisein des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj besiegelt. Der Fall verdeutlicht das Dilemma der Schweiz: Das Land gilt als führend in der Drohnentechnologie, doch strenge Exportregeln erschweren militärische Anwendungen. Auterion verlegte seinen Hauptsitz bereits vor zwei Jahren von Zürich in die USA. Produziert werden die Drohnen nun in München, wo rund 40 Millionen Euro investiert werden und mehrere hundert Arbeitsplätze entstehen sollen. (SoZ, S.


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