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Finanzierungen, Kapitalerhöhungen   29.07.2026 20:07:15

Perrot Duval geht mit Cloud- und IT-Dienstleister Infomaniak in die Zukunft

Genf (awp) - Die Westschweizer Beteiligungsgesellschaft Perrot Duval richtet sich neu aus und tut dies gemeinsam mit dem Genfer Cloud- und IT-Dienstleister Infomaniak. Das geschieht über eine sogenannte Reverse Takeover-Transaktion, in welcher sich die Infomaniak-Aktionäre an Perrot Duval beteiligen und so an die Börse gehen. Zugleich wird heutiges Geschäft von Perrot Duval abgestossen.

Nach intensiven Übernahmeverhandlungen habe Perrot Duval mit Infomaniak eine Vereinbarung zum Erwerb von 100 Prozent der Infomaniak-Aktien unterzeichnet, teilte die Gesellschaft am Mittwochabend mit. Den Plänen zufolge erhalten die Aktionäre der Infomaniak Group im Austausch Perrot Duval-Aktien. Diese würden im Rahmen einer Kapitalerhöhung bereitgestellt.

IT anstatt Kosmetik und Lagersysteme

Infomaniak ist laut den Angaben ein Anbieter von Cloud-Lösungen und digitalen Infrastrukturen. Die Gruppe biete Hosting-, E-Mail-, Kollaborations- und Datenverwaltungsdienste an, bei denen Datenschutz, Nachhaltigkeit sowie europäische Unabhängigkeit im Fokus stünden. 2025 hatte die Firma 54,2 Millionen Franken umgesetzt. Die Bilanzsumme wird mit 90,0 Millionen und das Eigenkapital mit 38,6 Millionen angegeben.

Gleichzeitig will Perrot Duval die Tochter Füll Process über ein Management-Buyout veräussern. Eine entsprechende rechtsverbindliche Vereinbarung sei mit dem Management unterzeichnet worden. Die Füll Process ist in der dekorativen Kosmetik und im Bereich Prozessautomatisierung tätig.

Genehmigungen stehen noch aus

Der geplante Reverse-Takeover muss noch von der Prüfstelle der SIX Exchange Regulation und des Regulatory Boards der SIX genehmigt werden. Darüber hinaus werden die Aktionäre an der am 24. September geplanten Generalversammlung darüber befinden.

Perrot Duval und Infomaniak hätten gemeinsam mit ihren Bank- und Rechtsberatern eine Due-Diligence-Prüfung durchgeführt, wird betont. Und parallel sei ein renommiertes Beratungsunternehmen mit der Erstellung einer Fairness Opinion beauftragt worden, die das vorgeschlagene Umtauschverhältnis bestätige.

DIe Transaktion dürfte laut den Plänen frühestens am oder um den 25. September abgeschlossen sein, so die Mitteilung. Die Kotierung der neuen Aktien erfolge dann zu einem späteren Zeitpunkt.


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