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Unternehmensergebnis   17.02.2026 07:53:09

Phoenix Mecano macht 2025 weniger Umsatz und deutlich weniger Gewinn

Kloten/Stein am Rhein (awp) - Phoenix Mecano sah sich im Geschäftsjahr 2025 mit einem schwierigen Umfeld konfrontiert. Der Umsatz wurde nicht nur von den US-Zöllen gebremst, sondern auch vom starken Franken. Der Gewinn ging zwar deutlich zurück, aber nicht so stark, wie nach den Prognosen befürchtet worden war.

Der Bruttoumsatz sank gemäss vorläufiger Zahlen im Vergleich zum Vorjahr um 2,8 Prozent auf 757,3 Millionen Euro, wie Phoenix Mecano am Dienstag mitteilte. Der Auftragseingang nahm um 4,3 Prozent auf 772,6 Millionen ab. Organisch und in Lokalwährungen ergab sich beim Umsatz indes lediglich ein Minus von 0,9 Prozent und beim Bestellungseingang ein solches von 2,2 Prozent.

Insbesondere die Sparte DOT, die knapp die Hälfte zum Umsatz beisteuert, wurde 2025 von den Zöllen der USA gebremst. Die Sparte stellt vorwiegend in China Antriebstechnologien für Gesundheits- und Komfortmöbel her, beispielsweise für Spitalbetten oder verstellbare Sessel. Der Bereich litt besonders unter der Zurückhaltung der Kunden in den USA.

Die beiden Industriesparten Enclosure Systems (+0,9% in LW) und Industrial Components (+2,8%) haben 2025 zwar den Umsatz gesteigert. Das Minus von 3,5 Prozent der Sparte DOT konnte dadurch aber nicht gänzlich aufgefangen werden. Als Reaktion auf das US-Zollregime wurde bei DOT die Kapazität des Werks in Vietnam erweitert.

___ Gewinn sinkt weniger als befürchtet

Auf Gewinnstufe führte der tiefere Umsatz zu einem gegenüber dem Vorjahr um 8 Prozent tieferen Betriebsergebnis (EBIT) von 47,5 Millionen Euro. Noch im Dezember hatte Phoenix Mecano gewarnt, das Betriebsergebnis könnte im Geschäftsjahr 2025 um bis zu 20 Prozent zurückgehen. Die entsprechende Marge reduzierte sich dabei um 0,3 Prozentpunkte auf 6,3 Prozent. Der Reingewinn sank um knapp 13 Prozent auf "rund" 32 Millionen Euro.

Mit Blick auf das Geschäftsjahr 2026 sieht Phoenix Mecano zu Jahresbeginn in der europäischen Industrie erste Zeichen einer Erholung, allerdings noch immer unter der Wachstumsschwelle. Unsicherheiten wie geopolitische Konflikte, Handelsfragen und schwindende Kaufkraft würden Investitionen und Konsum weiterhin hemmen.

Dennoch sei im Jahresverlauf mit einer allmählichen Markterholung zu rechnen. Durch gezielte Effizienzprogramme werde zudem die operative Entwicklung nachhaltig gestützt. "Wir sind auf eine Erholung vorbereitet und verfolgen unsere auf Ende 2026 gesetzten mittelfristigen Profitabilitätsziele weiter", wird in der Mitteilung CEO Rochus Kobler zitiert.

Ein genauerer Ausblick sowie die geprüften Ergebnisse werden anlässlich der Bilanzmedienkonferenz und der Präsentation der Erstquartalszahlen am 22. April 2026 vorgelegt.


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