Cembra Money Bank steigert Gewinn 2025 dank Kostenverbesserungen
Zürich (awp) - Die auf Konsumkredite spezialisierte Cembra Money Bank hat 2025 den Gewinn erneut verbessert. Dabei profitierte das Finanzinstitut vor allem von Kosteneinsparungen, während sich der Ertrag bei tieferen Nettoforderungen rückläufig entwickelt hat.
Insgesamt stieg der Reingewinn im vergangenen Jahr um 5 Prozent auf 180 Millionen Franken, wie das Finanzinstitut am Donnerstag mitteilte. Das Unternehmen führt die Verbesserung in der Mitteilung auf eine konsequente Strategieumsetzung, eine tiefere Kostenbasis und auf sein "umsichtiges Risikomanagement" zurück.
Die Aktionäre sollen über erhöhte Ausschüttungen profitieren: Die Dividende steigt um 8 Prozent auf 4,60 Franken je Aktie. Zusätzlich schlägt der Verwaltungsrat eine Sonderdividende von 1 Fr. je Aktie aus dem Überschusskapital vor.
Selektive Kreditvergabe
Die gesamten Nettoforderungen gegenüber den Kunden entwickelten sich im vergangenen Jahr allerdings mit einem Minus von 1 Prozent auf 6,6 Milliarden Franken rückläufig. Zurückzuführen war dies vor allem auf eine "selektive Kreditvergabe" im Privatkundengeschäft, wo sich die Kredite um 6 Prozent verringerten. Weiter gewachsen ist dagegen das Geschäft mit den Fahrzeugfinanzierungen.
Der Nettoertrag verringerte sich um 2 Prozent auf 545 Millionen Franken. Geringere Zinserträge seien dabei durch niedrigere Zinsaufwendungen teilweise ausglichen worden, heisst es. Die Kommissions- und Gebühreneinnahmen waren dagegen unverändert, wobei sich die Kommissionserträge im Kreditkartengeschäft leicht rückläufig entwickelten.
Tiefere Kosten
Derweil machten sich die Sparanstrengungen auf der Kostenseite bemerkbar: Cembra konnte den Geschäftsaufwand um 7 Prozent auf 245,2 Millionen Franken verringern. So sank der Personalaufwand um 10 Prozent und der allgemeine Verwaltungsaufwand ging um 4 Prozent zurück. Das Aufwand-Ertrags-Verhältnis verbesserte sich in der Folge deutlich auf 45,2 Prozent (Vorjahr 48,1 Prozent).
Cembra vermeldet zudem Fortschritte bei seinen strategischen Initiativen zur Steigerung des Kundennutzens. So sei die neue Leasingplattform etabliert und die Migration aller Fahrzeugkredite und -verträge abgeschlossen worden. Im Kreditkartengeschäft habe Cembra zusätzliche Funktionen und Versicherungsangebote eingeführt.
Mit den Ergebnissen hat Cembra die Erwartungen der Analysten beim Betriebsertrag in etwa getroffen, lag beim Reingewinn aber am unteren Ende der Erwartungsspanne. Die Dividende fällt derweil etwas üppiger aus als erwartet.
Vorsichtige Prognose
In der Geschäftsleitung kommt es derweil zu einem Wechsel: Der langjährige Finanzchef Pascal Perritaz tritt nach acht Jahren ab um "ein neues berufliches Kapitel aufzuschlagen". Nachfolger wird per 1. März Christoph Glaser, der vom Immobilienunternehmen Patrizia zu Cembra wechselt.
Für 2026 gibt sich Cembra etwas vorsichtiger. Bei einem Anstieg der Reingewinns erwartet die Bank nun eine Verbesserung der Eigenkapitalrendite auf "rund 15 Prozent" nach bisher "mindestens 15 Prozent".
Die Nettoerträge sollen derweil im neuen Jahr im Gleichschritt mit Schweizer BIP wachsen. Und dank Kostensenkungen von 15 bis 20 Millionen soll das Aufwand-Ertrags-Verhältnis weiter "in Richtung des Ziels von 39 Prozent" verbessert werden.
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Betroffene Instrumente
| Name | Kurs | Differenz Differenz % |
52 Wochenhoch | 52 Wochentief | Volumen |
|---|---|---|---|---|---|
| Cembra Money Bk N | 93.60 |
-5.60
-5.65%
|
102.10 | 91.00 | 71'883.00 |