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Zentralbanken   26.08.2026 18:15:00

SNB-Martin betont Wichtigkeit der TBTF-Massnahmen des Bundes

Zürich (awp) - Geldpolitik und Finanzstabilität interagieren miteinander. SNB-Direktoriumsmitglied Antoine Martin verdeutlichte dies am Mittwoch in einer Rede mit Blick auf die "Too big to fail"-Regulierung, welche derzeit im Parlament im Hinblick auf die Kapitalausstattung der UBS ein heisses Thema ist.

"Die Krise der Credit Suisse legte mehrere Schwachstellen im aktuellen regulatorischen Dispositiv offen, insbesondere im Bereich der Kapitalanforderungen und der Vorbereitung von Sicherheiten", sagte der Vize-Präsident des Direktoriums der Schweizerischen Nationalbank (SNB) laut Redeunterlagen am Mittwochabend an einem Anlass in Basel.

Es müsse möglich sein, die Widerstandskraft des Systems gezielt zu stärken, sollten sich Verwundbarkeiten aufbauen. "Banken können und werden nur dann Kredite vergeben, wenn sie über genügend Kapital verfügen. Genau das kann eine solide makroprudenzielle Politik sicherstellen."

Angesichts der höheren Konzentration im Schweizer Bankensektor - nach der Übernahme der Credit Suisse durch die UBS - und seiner Grösse im Verhältnis zum Schweizer BIP sei es umso wichtiger, dass die Schweiz eine solide "Too big to fail"-Regulierung (TBTF) umsetze und diese Schwachstellen behebe.

"Die vom Bundesrat vorgeschlagenen TBTF-Massnahmen - insbesondere die vollständige Unterlegung von ausländischen Beteiligungen mit hartem Kernkapital (Common Equity Tier 1, CET1) - würden den Schweizer Finanzmarkt widerstandsfähiger machen", so Martin.


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