Volkswirtschaft
04.03.2026 13:03:15
Die Gewinnerserie "Konzept J" belegte in einer Bevölkerungsumfrage nur den dritten Platz, wie SNB-Direktionsmitglied Sébastien Kraenzlin am Mittwoch an einer Medienkonferenz erklärte. Expertenmeinungen und die wirtschaftliche Umsetzbarkeit des Konzepts hätten aber letztlich zur Entscheidung für den Emphase-Entwurf geführt.
Das Thema war dabei vorgegeben: "Die Schweiz und ihre Höhenlagen". Das Konzept von Emphase für die zehnte Schweizer Banknotenserie habe einerseits die unterschiedlichen Höhenlagen des Landes klar dargestellt, sagte Kraenzlin. Gleichzeitig zeigte es eine klare Verbundenheit zwischen den einzelnen Regionen respektive Banknoten auf.
___ Tiefenlagen und Hochgebirge
Die Entwürfe thematisieren die Tiefenlagen, das Mittelland, den Jura, die Voralpen, das Gebirge und das Hochgebirge. Sie bilden auf der Vorderseite die dort verbreiteten Pflanzenarten sowie auf der Rückseite Architektur, Infrastrukturen und heimische Insekten ab. So ist etwa eine zusammenhängende Brücke auf der 10er- und der 20er-Note zu sehen, und ein Zug verbindet die 100er- und die 200er-Noten.
Die Designer Kilchör und Fasel erklärten: "Wir haben uns extrem über den Sieg gefreut." Der Wettbewerb habe sie im vergangenen Jahr "Tag und Nacht" begleitet. Es sei noch kaum vorstellbar, etwas entworfen zu haben, was dereinst wohl die gesamte Schweizer Bevölkerung in den Händen halten werde.
Das Gewinnerkonzept wird mit 10'000 Franken prämiert. Dem zweit- und drittplatzierten Projekt wurden jeweils 25'000 Franken zugesprochen - also etwas mehr. Emphase erhält dafür den Auftrag für das endgültige Design der Banknoten.
Die Bevölkerung erhält die Möglichkeit, sich bei einer Ausstellung vom 5. bis 15. März im Forum der SNB in Zürich das Gewinnerkonzept sowie die 11 weiteren Entwürfe anzusehen.
___ Nachfrage und Sicherheit als Motivatoren
Die Nationalbank sieht trotz Trends zum digitalen Bezahlen weiter eine Notwendigkeit für eine neue Banknotenserie: Bargeld erfreue sich in der Schweiz weiterhin hoher Beliebtheit, sagte SNB-Vizepräsident Antoine Martin. Daher sei es wichtig und richtig, dass die SNB das Bargeld weiterentwickle.
Ein entscheidender Faktor sei auch die Sicherheit, da Banknoten mit längerer Zirkulationsdauer zunehmend anfällig für Fälschungen werden, sagte Martin weiter. Entsprechend werde die neue Banknote neue Sicherheitsfunktionen erhalten. Genauere Angaben wollte er aus Sicherheitsgründen jedoch nicht machen.
Unverändert bleibt dagegen die Stückelung des Geldes. Auch die 1000-Franken-Note, welche immer wieder als Werkzeug für Geldwäsche kritisiert wird, soll es weiterhin geben. "Daten zeigen, dass die 1000er-Note weiterhin hohe Verwendung findet, einerseits als Wertanlage, aber auch als Zahlungsmittel", sagte Kraenzlin.
___ So wurde das neue Design gewählt
Um am Gestaltungswettbewerb teilnehmen zu können, hatten in der Schweiz tätige Gestalterinnen und Gestalter bis im Dezember 2024 ihre Bewerbungen einreichen müssen. Insgesamt reichten über 300 Personen ihr Dossier ein. Die SNB wählte anschliessend die 12 besten Designs für den Gestaltungswettbewerb aus.
An einer Bevölkerungsumfrage zu den Banknotenentwürfen zwischen dem 13. August und dem 7. September 2025 nahmen über 100'000 Personen teil. Neben der Bevölkerung zog die SNB auch einen Expertenbeirat hinzu, der die zwölf Konzepte bewertete. In einer zweiten Wettbewerbsphase wurden bei den sechs Finalistenprojekten die mögliche Zusammenarbeit mit den Gestalterinnen und Gestaltern sowie kommerzielle Aspekte evaluiert.
Die SNB betonte an der Pressekonferenz erneut, dass sich das endgültige Design der zehnten Schweizer Banknotenserie noch erheblich vom Gewinnerentwurf unterscheiden könne. Trotz der Bevölkerungsumfrage liege die Gestaltungshoheit fürs Bargeld beim Bankrat. Emphase-Designer Fasel sagte hierzu: "Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit". Die neue Notenserie soll frühestens Anfang der 2030er-Jahre lanciert werden.
Nationalbank betraut Lausanner Büro mit Gestaltung neuer Banknoten
Zürich (awp) - Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat für die Gestaltung der neuen Banknotenserie das Lausanner Designbüro Emphase ausgewählt. Das Team von Fabienne Kilchör und Sébastien Fasel setzte sich im Auswahlverfahren gegen insgesamt über 300 Eingaben durch. Zuletzt waren noch total sechs Konkurrenten im Rennen.Die Gewinnerserie "Konzept J" belegte in einer Bevölkerungsumfrage nur den dritten Platz, wie SNB-Direktionsmitglied Sébastien Kraenzlin am Mittwoch an einer Medienkonferenz erklärte. Expertenmeinungen und die wirtschaftliche Umsetzbarkeit des Konzepts hätten aber letztlich zur Entscheidung für den Emphase-Entwurf geführt.
Das Thema war dabei vorgegeben: "Die Schweiz und ihre Höhenlagen". Das Konzept von Emphase für die zehnte Schweizer Banknotenserie habe einerseits die unterschiedlichen Höhenlagen des Landes klar dargestellt, sagte Kraenzlin. Gleichzeitig zeigte es eine klare Verbundenheit zwischen den einzelnen Regionen respektive Banknoten auf.
___ Tiefenlagen und Hochgebirge
Die Entwürfe thematisieren die Tiefenlagen, das Mittelland, den Jura, die Voralpen, das Gebirge und das Hochgebirge. Sie bilden auf der Vorderseite die dort verbreiteten Pflanzenarten sowie auf der Rückseite Architektur, Infrastrukturen und heimische Insekten ab. So ist etwa eine zusammenhängende Brücke auf der 10er- und der 20er-Note zu sehen, und ein Zug verbindet die 100er- und die 200er-Noten.
Die Designer Kilchör und Fasel erklärten: "Wir haben uns extrem über den Sieg gefreut." Der Wettbewerb habe sie im vergangenen Jahr "Tag und Nacht" begleitet. Es sei noch kaum vorstellbar, etwas entworfen zu haben, was dereinst wohl die gesamte Schweizer Bevölkerung in den Händen halten werde.
Das Gewinnerkonzept wird mit 10'000 Franken prämiert. Dem zweit- und drittplatzierten Projekt wurden jeweils 25'000 Franken zugesprochen - also etwas mehr. Emphase erhält dafür den Auftrag für das endgültige Design der Banknoten.
Die Bevölkerung erhält die Möglichkeit, sich bei einer Ausstellung vom 5. bis 15. März im Forum der SNB in Zürich das Gewinnerkonzept sowie die 11 weiteren Entwürfe anzusehen.
___ Nachfrage und Sicherheit als Motivatoren
Die Nationalbank sieht trotz Trends zum digitalen Bezahlen weiter eine Notwendigkeit für eine neue Banknotenserie: Bargeld erfreue sich in der Schweiz weiterhin hoher Beliebtheit, sagte SNB-Vizepräsident Antoine Martin. Daher sei es wichtig und richtig, dass die SNB das Bargeld weiterentwickle.
Ein entscheidender Faktor sei auch die Sicherheit, da Banknoten mit längerer Zirkulationsdauer zunehmend anfällig für Fälschungen werden, sagte Martin weiter. Entsprechend werde die neue Banknote neue Sicherheitsfunktionen erhalten. Genauere Angaben wollte er aus Sicherheitsgründen jedoch nicht machen.
Unverändert bleibt dagegen die Stückelung des Geldes. Auch die 1000-Franken-Note, welche immer wieder als Werkzeug für Geldwäsche kritisiert wird, soll es weiterhin geben. "Daten zeigen, dass die 1000er-Note weiterhin hohe Verwendung findet, einerseits als Wertanlage, aber auch als Zahlungsmittel", sagte Kraenzlin.
___ So wurde das neue Design gewählt
Um am Gestaltungswettbewerb teilnehmen zu können, hatten in der Schweiz tätige Gestalterinnen und Gestalter bis im Dezember 2024 ihre Bewerbungen einreichen müssen. Insgesamt reichten über 300 Personen ihr Dossier ein. Die SNB wählte anschliessend die 12 besten Designs für den Gestaltungswettbewerb aus.
An einer Bevölkerungsumfrage zu den Banknotenentwürfen zwischen dem 13. August und dem 7. September 2025 nahmen über 100'000 Personen teil. Neben der Bevölkerung zog die SNB auch einen Expertenbeirat hinzu, der die zwölf Konzepte bewertete. In einer zweiten Wettbewerbsphase wurden bei den sechs Finalistenprojekten die mögliche Zusammenarbeit mit den Gestalterinnen und Gestaltern sowie kommerzielle Aspekte evaluiert.
Die SNB betonte an der Pressekonferenz erneut, dass sich das endgültige Design der zehnten Schweizer Banknotenserie noch erheblich vom Gewinnerentwurf unterscheiden könne. Trotz der Bevölkerungsumfrage liege die Gestaltungshoheit fürs Bargeld beim Bankrat. Emphase-Designer Fasel sagte hierzu: "Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit". Die neue Notenserie soll frühestens Anfang der 2030er-Jahre lanciert werden.
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