Aktien Frankfurt: Dax deutlich über 25.000 Punkte - Bayer brechen ein
FRANKFURT (awp international) - Der Dax ist am Mittwoch mit Schwung über die runde Marke von 25.000 Punkten zurückgekehrt. Zur Mittagszeit gewann der deutsche Leitindex 0,87 Prozent auf 25.217 Punkte.
Der MDax mit den mittelgrossen deutschen Werten verzeichnete ein Plus von 0,23 Prozent auf 31.517 Zähler. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 zog um 0,9 Prozent an.
Seit Mitte Januar hatte der Dax versucht, die Charthürde bei 25.000 Punkten nachhaltig zu überwinden. Anschlusskäufe hatten bisher gefehlt. Kapitalmarktexperte Martin Utschneider vom Broker RoboMarkets sieht das Börsenbarometer mittelfristig weiter in einer Konsolidierung, die langfristige Tendenz zeige indes einen intakten Aufwärtstrend.
Im Fokus stehen zur Wochenmitte einmal mehr die Aktien von Bayer . Nachdem die Anleger tags zuvor mit einem Plus von mehr als 7 Prozent einen Milliardenvergleich in den USA zunächst als weiteren Schritt gefeiert hatten, um die Glyphosat-Akten nach jahrelangen Rechtsstreitigkeiten endlich zu schliessen, ging es am Mittwoch um fast 10 Prozent runter.
Ein Kernpunkt bleibe trotz der aktuellen Vergleichsankündigung die Frage, was passiert, wenn der Supreme Court nicht zugunsten von Bayer entscheidet, erklärten Analysten der Barclays-Bank. Aus Sicht des Experten Peter Spengler von der DZ Bank ist der Glyphosat-Vergleich in den USA zudem ein "teuer erkaufter Schritt zu mehr Planungssicherheit". Spengler stufte die Papiere von "Kaufen" auf "Verkaufen" ab.
Brenntag rutschten als zweitschwächster Dax-Wert nach Bayer um über 5 Prozent ab und reagierten damit auf den Kurseinbruch beim niederländischen Chemikalienhändler IMCD nach dessen Geschäftszahlen. An der Dax-Spitze erholten sich die Anteile des Index-Schwergewichts Siemens mit plus 4,5 Prozent etwas von ihren jüngsten Einbussen.
Im Nebenwerteindex SDax honorierten die Anleger die Jahreszahlen des Anlagenbauers Dürr mit einem Kursplus von 5,7 Prozent. Nach Zahlenvorlage verteuerten sich auch die Titel des Nutzfahrzeugzulieferers SAF-Holland um 2,7 Prozent.
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