News story
Markt und Börse   19.01.2026 08:00:15

Morning Briefing - International

FRANKFURT (awp international)

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AKTIEN

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DEUTSCHLAND: - VERLUSTE - Die Aussicht auf einen erneuten Handelskonflikt zwischen den USA und Europa dürfte dem deutschen Aktienmarkt zum Wochenauftakt einen deutlichen Rücksetzer einbrocken. Der viele Exportwerte enthaltende Leitindex Dax wird am Montagmorgen knapp zwei Stunden vor Beginn des Xetra-Handels gut ein Prozent tiefer indiziert bei gut 25.000 Zählern. Diese runde Marke steht also im Fokus. US-Präsident Donald Trump hatte am Wochenende wegen des Grönland-Streits angekündigt, ab dem 1. Februar sollten Strafzölle von 10 Prozent gelten, ab dem 1. Juni Zölle von 25 Prozent. Die Zölle sollen gelten, bis ein Abkommen über den Kauf Grönlands durch die USA erzielt werde. Betroffen von den Zöllen sind acht europäische Nato-Länder, darunter auch Deutschland. EU-Ratspräsident António Costa wird nun einen Sondergipfel einberufen, womöglich am Donnerstag. "Die Unsicherheit ist zurück. Und wieder sind es US-Zolldrohungen, die die Märkte erschüttern", schrieb Analyst Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Es bestehe das Potenzial für eine noch nie dagewesene Spirale aus Zöllen, Gegenzöllen und weiteren Massnahmen.

USA: - LEICHT IM MINUS - Die US-Aktienmärkte haben am Freitag nur wenig bewegt geschlossen. Für etwas Unsicherheit sorgten Aussagen von US-Präsident Donald Trump im Rennen um den Chefposten bei der US-Notenbank Fed. Konjunkturdaten spielten kaum eine Rolle. Die Industrieproduktion war im Dezember stärker als erwartet gestiegen. Der Dow Jones Industrial endete 0,17 Prozent tiefer bei 49.359,33 Punkten. Daraus resultierte ein Wochenverlust von 0,3 Prozent.

ASIEN: - VERLUSTE - Die wichtigsten Aktienmärkte in Asien sind mit Verlusten in die neue Woche gestartet. Der mit Zolldrohungen der USA eskalierte Konflikt zwischen den USA und einigen Staaten in Europa belastete auch in Asien die Stimmung. Der japanische Leitindex Nikkei 225 büsste kurz vor dem Handelsende rund 0,8 Prozent ein. Der CSI-300-Index an Chinas Festlandsbörse verlor zuletzt 0,1 Prozent und der Hang-Seng-Index in der Sonderverwaltungszone Hongkong fiel um rund ein Prozent. Chinas Wirtschaft ist zum Ende des vergangenen Jahres unterdessen wie von Experten und der Regierung erwartet langsamer gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt legte im vierten Quartal im Jahresvergleich um 4,5 Prozent zu. Damit verzeichnete die zweitgrösste Volkswirtschaft der Welt das schwächste Quartalswachstum seit dem Ende des Corona-Lockdowns vor drei Jahren.

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DAX             25.297,13  -0,22%
XDAX            25.310,43   0,17%
EuroSTOXX 50     6.029,45  -0,19%
Stoxx50          5.127,82  -0,04%
                                 
DJIA            49.359,33  -0,17%
S&P 500          6.940,01  -0,06%
NASDAQ 100      25.529,26  -0,07%
                                 

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ANLEIHEN / DEVISEN / ROHÖL

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RENTEN:

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Bund-Future    128,35  0,20%

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DEVISEN:

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Euro/USD      1,1629   0,26%
USD/Yen     157,8590  -0,14%
Euro/Yen    183,5990   0,13%

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BITCOIN:

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Bitcoin            92.422  -1,30%
(USD, Bitstamp)                  

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ROHÖL:

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Brent    64,00  -0,13 USD
WTI      59,30  -0,14 USD

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PRESSESCHAU

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bis 6.30 Uhr: - 1&1-Chef Ralph Dommermuth schliesst Zukauf von Telefónica Deutschland nicht aus, Interview, HB - United-Internet-Tochter 1&1 kündigt Klage gegen Bundesnetzagentur wegen Frequenzvergabe an, Interview mit Konzernchef Ralph Dommermuth, HB - CDU-Mittelstandsflügel dringt darauf, nur noch in Ausnahmefällen zu verbeamten, Bild - Im Ringen mit US-Präsident Donald Trump um eine Annexion Grönlands durch die USA hat Grünen-Parteichefin Franziska Brantner europäische Gegenzölle und die Einführung einer Digitalsteuer gefordert, Gespräch, Rheinische Post - Steffen Krach, Spitzenkandidat der Berliner SPD, fordert Landessicherheitsrat, Tagesspiegel

bis 20.30 Uhr: - Michael Sen will wachrütteln: Vor dem Weltwirtschaftsforum fordert der Vorstandsvorsitzende von Fresenius eine souveräne Medikamentenproduktion in Europa, erklärt seine Pläne mit SAP und warum Deutschland ein Turn-around-Kandidat ist, Gespräch, FAZ - "Wir machen nicht bei jedem Preisniveau mit", Gespräch mit EnBW-Chef Georg Stamatelopoulos, HB - "Wir sind kein Unternehmen, das Schulden macht", Gespräch mit Gore-Chef Bret Snyder, HB - EU droht Trump mit Gegenschlag - Sondergipfel am Montag möglich, HB - "Der deutsche Bankenmarkt dümpelt vor sich hin", Gespräch mit Ex-HCOB-Chef Stefan Ermisch, BöZ - Blackrock-Deutschlandchef Dirk Schmitz sieht anhaltend interessante Investitionsmöglichkeiten in Europa. Im Wettbewerb mit den USA und China müsse die Staatengemeinschaft aber noch grosse Aufgaben lösen, Gespräch, BöZ - Europas Sicherheit braucht mutigere Banken, Gastbeitrag von Fiona Murray, Vorsitzende des Nato Innovation Fund, HB - Die Private Markets locken Investoren mit hohen Renditen und dem Versprechen, die öffentlichen Kapitalmärkte zu schlagen. Eine Performance-Analyse von Cambridge Associates zeigt, dass dies nicht jedem Privatmarkt-Fondsmanager gelingt. Die Auswahl der richtigen Manager ist für Investoren wichtiger denn je, Gespräch mit Alex Koriath, Partner bei Cambridge Associates, BöZ - "Wir sehen Gold zum Jahresende bei 4.800 Dollar", Gespräch mit Karsten Junius, Chief Economist and Head of Economic and Strategy Research der Züricher Privatbank J. Safra Sarasin, BöZ - "Meine Erben müssten das Unternehmen verkaufen oder sich verschulden" - Ferdinand Munk will sein Unternehmen auf seine drei Töchter übertragen. Die SPD-Vorschläge zur Erbschaftsteuer träfen das traditionsreiche Familienunternehmen ins Mark, Gespräch, FAZ - Die US-Regierung hat ihr Ziel, Grönland den USA einzuverleiben, mit der Vermeidung eines möglichen Konflikts in der Arktisregion begründet.


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