Morning Briefing - International
FRANKFURT (awp international)
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AKTIEN
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DEUTSCHLAND: - LEICHT ERHOLT - Von seinem Kursrutsch am Vortag versucht sich der Dax am Freitag zu erholen. Der Broker IG taxierte den deutschen Leitindex gut zwei Stunden vor dem Xetra-Start 0,48 Prozent höher auf 24.426 Punkte. Damit würde auch die bei 24.313 Punkten verlaufende 50-Tage-Linie für den mittelfristigen Trend halten, die der Dax am Vortag in einem schwachen Tech-Umfeld und im Zuge hoher Kurverluste des Index-Schwergewichts SAP getestet hatte. Am Vorabend nach US-Börsenschluss vom iPhone-Konzern Apple vorgelegte Quartalszahlen scheinen die Stimmung im Tech-Sektor zumindest nicht weiter zu trüben. Auf Wochensicht hat der Dax gemessen an der vorbörslichen Indikation rund 2 Prozent verloren. Ob die Bilanz für den turbulenten Börsen-Monat Januar positiv ausfällt, steht aktuell auf Messers Schneide.
USA: - TECHWERTE SCHWACH - Inmitten einer Flut von Geschäftszahlen hat der Softwarekonzern Microsoft am Donnerstag die Stimmung getrübt. Die Standardwerte im Dow Jones Industrial entwickelten sich zwar robust, doch an der Nasdaq-Börse belasteten Bedenken rund um das Thema KI-Investitionen. Neben den Zahlen der Tech-Riesen Meta und Tesla fiel Microsoft mit einem Kursrutsch auf. Der Nasdaq 100 büsste in der Spitze mehr als zwei Prozent ein. Bei einem Schluss von 25.884,30 Punkten verringerte sich der Abschlag aber noch auf 0,53 Prozent. Der Wall-Street-Leitindex Dow Jones Industrial konnte sich dem schwachen Umfeld mit 49.071,56 Punkten entziehen. Erst im späten Handel hatte er es mit 0,11 Prozent ins Plus geschafft.
ASIEN: - UNEINHEITLICH - Die wichtigsten Aktienmärkte in Asien haben am Freitag keine einheitliche Richtung eingeschlagen. Die schwache Verfassung der Technologiewerte in den USA belastete die Stimmung an den Märkten. Der CSI-300-Index der chinesischen Festlandbörsen gab zuletzt um 0,6 Prozent nach. Noch stärker waren die Verluste beim Hang-Seng-Index der Sonderverwaltungszone Hongkong mit 1,8 Prozent. In Japan gewann der Leitindex Nikkei 225 hingegen kurz vor dem Handelsende rund 0,1 Prozent.
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DAX 24.309,46 -2,07%
XDAX 24.470,12 -1,35%
EuroSTOXX 50 5.891,95 -0,70%
Stoxx50 5.043,68 -0,03%
DJIA 49.071,56 0,11%
S&P 500 6.969,01 -0,13%
NASDAQ 100 25.884,30 -0,53%
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ANLEIHEN / DEVISEN / ROHÖL
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RENTEN:
,,Bund-Future 128,10 -0,09%,,
DEVISEN:
,,Euro/USD 1,1931 -0,28% USD/Yen 153,80 0,45% Euro/Yen 183,50 0,17%,,
BITCOIN:
,,Bitcoin 82.579 -2,31% (USD, Bitstamp),,
ROHÖL:
,,Brent 69,81 -0,90 USD WTI 64,42 -1,00 USD,,
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PRESSESCHAU
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bis 6.30 Uhr: - Nach der Entscheidung der EU, die Islamischen Revolutionsgarden als Terrororganisation einzustufen, fordert der CDU-Aussenpolitiker Roderich Kiesewetter weitere Konsequenzen, Interview, HB - Zwischenbericht: Reform-Kommission zur Schuldenbremse in zentralem Punkt uneins, HB - Bundesregierung kann Kosten der Kraftwerksstrategie nicht beziffern, Welt - Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) hat dem Einsatz von Software des umstrittenen US-Konzerns Palantir für Sicherheitsbehörden des Bundes eine Absage erteilt, Interview, Rheinische Post - Die Unionsfraktion im Bundestag will die im Koalitionsvertrag vereinbarte Einführung einer wöchentlichen Höchstarbeitszeit anstelle des Acht-Stunden-Tages ohne Einschränkungen durchsetzen, Interview, mit dem arbeitsmarktpolitischen Sprecher der Fraktion, Marc Biadacz, Rheinische Post - Das Land Nordrhein-Westfalen will per Entschliessungsantrag im Bundesrat den Kommunen im Kampf gegen Schrottimmobilien helfen, Interview mit NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU), Rheinische Post - Postinfektiöse Erkrankungen: Betroffene fordern mehr Bewusstsein für Long Covid und ME/CFS, Rheinische Post - Angesichts der finanziellen Schieflage der gesetzlichen Krankenkassen bringen Unions- und SPD-Politiker eine Erhöhung der Tabaksteuer ins Spiel, Bild
bis 23.15 Uhr: - Amazon in Gesprächen über Investition von bis zu 50 Milliarden US-Dollar in OpenAI, WSJ - "Vergleichbarkeit wird zur neuen Währung": KPMG-Partner Daniel Müller zieht Bilanz zu den Erfahrungen mit CSRD bei Banken nach dem ersten Jahr. Das Berichtsjahr 2024 war geprägt von Compliance, 2025 rückten dagegen Qualität, Vergleichbarkeit und Datenbasis in den Fokus, Gespräch, BöZ - "Wir müssen uns breiter aufstellen": Der stellvertretende Vorsitzende der Unions-Bundestagsfraktion, Sepp Müller (CDU), warnt mit Blick auf die USA vor neuen einseitigen Abhängigkeiten. In der Energiepolitik sollte dies auch Auswirkungen auf den Kohleausstieg haben, BöZ - "Wir erleben eine Zäsur, die ihresgleichen sucht", Gespräch mit Marc Decker, Aktienexperte bei der Merck-Finck-Mutter Quintet, über die jüngsten Ereignisse und was sie für die Märkte bedeuten sowie KI als Gewinnerthema, BöZ - "Es gibt keine Rahmenvereinbarung mit den USA", Gespräch mit Grönlands Wirtschaftsministerin Naaja Nathanielsen, FAZ - Die Sonderbehandlung für US-Staatsanleihen überprüfen, Gastbeitrag von Ökonomen Klaus Adam und Hans Peter Grüner, FAZ
bis 21.00 Uhr:
- US-Sanktionen gegen Rosneft: Bundesregierung sieht verlässliche Ölversorgung ohne Ausnahmeregelung gefährdet, Politico
- "Jeder Dollar für Rechenleistung bringt uns drei Dollar Umsatz" - OpenAI hält Warnungen vor einer KI-Blase für überzogen. COO Brad Lightcap nennt Zahlen für Deutschland, sagt, woran Kunden scheitern und warum die US-Tochter der Telekom ein Vorzeigepartner ist, Gespräch, HB
- Bundesregierung wird selbst zum Waffenverkäufer, Table Media
- Deutschland und China sollten mehr Kooperation wagen. Deutschland stärkt seine Wettbewerbsfähigkeit nicht, indem es chinesische Firmen diskriminiert. In unsicheren Zeiten sind Dialog und Zusammenarbeit wichtig, Gastbeitrag von Deng Hongbo, chinesischer Botschafter in Deutschland, HB
- "Ohne Verschwörungstheorien wäre Trump 2.
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