News story
Markt und Börse   09.04.2026 07:30:13

Morning Briefing - International

FRANKFURT (awp international)

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AKTIEN

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DEUTSCHLAND: - DÄMPFER ERWARTET - Nach der Erholungsrally zur Wochenmitte im Zuge der Waffenruhe im Iran-Krieg fehlen am deutschen Aktienmarkt am Donnerstag die Anschlusskäufe. Bei wieder gestiegenen Ölpreisen agieren die Anleger defensiver: Der Broker IG taxiert den Dax rund zweieinhalb Stunden vor dem Xetra-Start 0,8 Prozent tiefer auf 23.880 Punkte. Nach Israels verheerenden Luftangriffen im Libanon droht der Iran, die gerade erst mit den USA vereinbarte Waffenruhe platzen zu lassen. Tags zuvor war der deutsche Leitindex nach der Waffenruhe zwischenzeitlich bis auf 24.163 Punkte gesprungen. Hier lief er sich im Bereich mehrerer längerfristiger technischer Trendbarometer jedoch fest.

USA: - KRÄFTIGE GEWINNE - Die Waffenruhe im Iran-Krieg hat am Mittwoch an den US-Aktienmärkten für einen kräftigen Kursaufschwung gesorgt. Anleger zeigten sich erleichtert über die massiv gefallenen Ölpreise, da die vom Iran blockierte Strasse von Hormus für den Schiffsverkehr wieder passierbar werden soll. Diese wichtige Meerenge ist von zentraler Bedeutung für den weltweiten Rohöl- und Erdgastransport. Laut der US-Regierung sollen am Samstag direkte Verhandlungen mit dem Iran in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad stattfinden, um über ein endgültiges Abkommen zur Beilegung des Konflikts zu sprechen. Der Dow Jones Industrial schloss 2,85 Prozent im Plus bei 47.909,92 Punkten und damit nahe seines Tageshochs.

ASIEN: - VERLUSTE - Die wichtigsten Aktienmärkte in Asien haben am Donnerstag nach der Rally am Vortag im Zuge der Waffenruhe im Iran-Krieg leicht nachgegeben. Die Waffenruhe erscheint brüchig und die für den Transport von Öl und Gas wichtige Meerenge, die Strasse von Hormus, bleibt für die meisten Schiffe so gut wie unpassierbar. Nach Israels Luftangriffen im Libanon droht der Iran, die gerade erst mit den USA vereinbarte Waffenruhe platzen zu lassen. US-Präsident Donald Trump drohte dem Iran ebenfalls mit einer neuen militärischen Eskalation, falls es nicht zu einem umfassenden Abkommen kommen sollte. Der japanische Leitindex Nikkei 225 büsste nach dem Kurssprung am Vortag 0,9 Prozent ein. Für den CSI 300 , der die wichtigsten Aktien der chinesischen Festlandbörsen abbildet, ging es um 0,6 Prozent nach unten und der Hang Seng der Sonderverwaltungsregion Hongkong büsste 0,4 Prozent ein.

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DAX             24.080,63  5,06%
XDAX            24.024,86  3,44%
EuroSTOXX 50     5.913,37  4,97%
Stoxx50          5.099,96  3,95%
                                
DJIA            47.909,92  2,85%
S&P 500          6.782,81  2,51%
NASDAQ 100      24.903,17  2,90%

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ANLEIHEN / DEVISEN / ROHÖL

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RENTEN:

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Bund-Future    126,08  -0,05%

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DEVISEN:

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Euro/USD    1,1668  0,05%
USD/Yen     158,73  0,10%
Euro/Yen    185,20  0,15%

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BITCOIN:

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Bitcoin            70.779  -0,47%
(USD, Bitstamp)                  

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ROHÖL:

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Brent    97,13  2,38 USD
WTI      97,56  3,17 USD

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PRESSESCHAU

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bis 6.30 Uhr: - Trotz der jüngsten Entspannung an den Ölmärkten werden die Spritpreise in Deutschland nach Einschätzung des Wirtschaftsweisen Gabriel Felbermayr auch in den nächsten Monaten auf hohem Niveau bleiben, Gespräch, Welt - Die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) warnt trotz der Aussicht auf eine Waffenruhe im Iran-Krieg vor länger anhaltenden Lieferproblemen und hohen Energiepreisen für die deutsche Wirtschaft, Interview mit DIHK-Aussenwirtschaftschef Volker Treier, Rheinische Post - In der Debatte um Meldepflichten für Auslandsreisen wehrfähiger Männer übt Linken-Chefin Ines Schwerdtner scharfe Kritik an Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) und seinem Haus, Interview, Rheinische Post - NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (Grüne) hält die Waffenruhe im Iran für wacklig, Gespräch, Rheinische Post - Angesichts der hohen Benzinpreise ist Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) offen für eine spürbare Anhebung der Pendlerpauschale, Bild - Das deutsche Handwerk will künftig Praktika für Wehrdienstleistende anbieten, Bild - Wegen der hohen Benzinpreise hat Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) im März nach Berechnungen des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) rund eine halbe Milliarde Euro mehr Mehrwertsteuer eingenommen, Bild - Nato-Generalsekretär Mark Rutte spielt die Kritik von Bündnispartnern am Krieg von US-Präsident Donald Trump gegen den Iran herunter, Interview, CNN - Der griechische Regierungschef Kyriakos Mitsotakis fordert nach Ende des Iran-Krieges einen gebührenfreien und sicheren Schiffsverkehr durch die Strasse von Hormus, Interview, CNN - Schah-Sohn Reza Pahlavi pocht trotz der mit den Machthabern in Teheran vereinbarten Waffenruhe auf einen politischen Umbruch im Iran, Interview, LCI

bis 23.15 Uhr: - Bahadir Basdere, Chef von Trench, ist zu beneiden: Der Hersteller von Komponenten für die Hochspannungsübertragung kämpft mit Wachstumsschmerzen. Worin sich diese zeigen und warum die Ausgliederung von Siemens Energy von der Krise in anderen Branchen profitiert, erläutert der Manager im Gespräch, BöZ - Der Koordinator der Europäischen Volkspartei im Wirtschafts- und Währungsausschuss des EU-Parlaments, Markus Ferber (CSU), ist "deutlich zuversichtlicher als noch vor einigen Jahren", dass die Idee eines separaten europäischen Regelwerks für kleinere Banken eine Mehrheit finden kann. Immer mehr EU-Staaten würden erkennen, dass "One size fits all" nicht gut funktioniere, Gespräch, BöZ - "Die EZB ist recht klar in ihrer Kommunikation" - Bank of America erwartet trotz Waffenruhe im Iran Zinserhöhungen im Euroraum in diesem Jahre, Gespräch mit Evelyn Hermann, Managing Director im European Economics Team der Bank of America Global Research mit Sitz in Paris, BöZ - Der ehemalige Bundestagspräsident und Schirmherr der Amadeu-Antonio-Stiftung, Wolfgang Thierse (SPD), kritisiert die von Familienministerin Karin Prien geplanten Änderungen am "Demokratie leben"-Programm scharf, Table Media - "Wir haben den Krieg nicht begonnen und wir müssen auch nicht über den Umweg einer Schiffsmaut für die Folgekosten aufkommen", Gespräch mit Armin Laschet (CDU), Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses des Bundestags, Wiwo

bis 21.00 Uhr: - Um den Schiffsverkehr im Persischen Golf zu sichern, erwägt die Nato, eine Marine-Mission in die Region zu schicken, HB - US-Präsident Donald Trump: Führen zeitnah direkte Gespräche mit dem Iran, New York Post - Microsoft sieht noch viel Arbeit, bevor Stimmerkennungs-KI den Menschen wirklich versteht, Interview des KI-Chefs Mustafa Suleyman, Semafor - Die Kriegslogik hat sich verändert: Militärische Überlegenheit ist heutzutage nicht mehr alles.


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