News story
Markt und Börse   08.05.2026 11:52:22

Korr/Aktien Frankfurt Eröffnung: Schwach - Iran-Krieg im Blick

FRANKFURT (awp international) - Neue Kriegssorgen rund um den Iran belasten am Freitag die Börsen. Der Dax sank im frühen Handel um 0,86 Prozent auf 24.452 Punkte und entfernt sich damit von der runden Marke von 25.000 Zählern, die er zur Wochenmitte erstmals seit Ausbruch des Iran-Kriegs zeitweise klar überschritten hatte.

Der MDax mit den mittelgrossen Werten gab am Freitag um 0,47 Prozent auf 31.414 Zähler nach. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor 1 Prozent.

Die Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran wird zurzeit auf die Probe gestellt: Nach iranischen Attacken auf drei US-Zerstörer in der Strasse von Hormus hat das US-Militär als Vergeltung Ziele in der Islamischen Republik angegriffen. US-Präsident Donald Trump forderte den Iran nach den Schlägen auf iranische Ziele erneut unter Drohungen auf, "schnell" eine Friedensvereinbarung zu unterzeichnen. Die seit rund einem Monat bestehende Waffenruhe gelte aber weiter. Die Ölpreise zogen wieder an.

Analyst Jochen Stanzl von der Consorsbank sieht wachsende Risiken für den jüngst KI-getriebenen und zunehmend sorglosen Markt, wenn der Iran-Konflikt ungelöst bleibe.

Vor dem Wochenende dürfte am Nachmittag der US-Arbeitsmarktbericht für Aufmerksamkeit sorgen. Er gibt Hinweise auf den Zustand der US-Wirtschaft und ist wichtig für die weitere Geldpolitik der US-Notenbank. Angesichts der zuletzt wieder steigenden Inflation sollten Anleger auf das Lohnwachstum achten, schrieb Marktexperte Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners.

In der Berichtssaison geht es nach einigen heissen Tagen am Freitag gemächlicher zu. Quartalszahlen veröffentlichte die Commerzbank , die zurzeit vor allem wegen der Übernahmeofferte der italienischen Unicredit im Fokus steht. Das Frankfurter Institut hob seine Prognosen an. Die im Dax notierten Anteile gaben dennoch um 1,7 Prozent nach. Die Analysten der kanadischen Bank RBC sprachen von ambitionierten Zielen.

Aus dem MDax berichteten der Getränkeabfüllanlagen-Hersteller Krones , der IT-Dienstleister Bechtle sowie der Chemiekonzern Evonik über das abgelaufene Quartal. Bechtle zogen um 3,7 Prozent an. Das Analysehaus Jefferies lobte den guten Jahresstart mit starker Nachfrage der öffentlichen Hand in Deutschland. Evonik verteuerten sich um 1,7 Prozent. Krones gaben moderat nach.

Rheinmetall stehen nach dem Kursrutsch am Vortag abermals deutlich unter Druck mit minus 3,5 Prozent. Der seit Januar intakte Abwärtstrend setzt sich damit in verschärfter Form fort. Analyst David Perry von JPMorgan kappte sein Kursziel von 2.130 auf 1.500 Euro und stufte die Papiere von "Overweight" auf "Neutral" ab.


Zum gleichen Thema

Betroffene Instrumente

N/A