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Markt und Börse   15.05.2026 14:29:00

Aktien Frankfurt: Schwaches Wochenfinale - Hoher Ölpreis schürt Konjunktursorgen

FRANKFURT (awp international) - Inflationssorgen trüben vor dem Wochenende die Stimmung unter den Anlegern und drücken die Indizes am deutschen Aktienmarkt deutlich nach unten. Eine Lösung im Iran-Krieg lässt auf sich warten, weshalb die Ölpreise auf hohem Niveau bleiben. Im Technologiesektor kam es zu Gewinnmitnahmen, im sehr schwachen Rohstoffsektor standen Edel- und Industriemetalle unter Druck. Letztlich hatten sich die Anleger wohl auch von dem Treffen zwischen dem chinesischen Staatschef Xi Jinping und dem US-Präsidenten Donald Trump in Peking mehr erwartet. Trump befindet sich inzwischen wieder auf der Rückreise.

Der Dax verlor am Freitagnachmittag rund 2 Prozent auf 23.980 Punkte und lag damit unter der runden Marke von 24.000 Zählern. Auch die 200-Tage-Linie, die charttechnisch orientierten Beobachtern Hinweise auf den längerfristigen Trend gibt, unterschritt er. Auf Wochensicht zeichnet sich für den deutschen Leitindex ein Minus von 1,5 Prozent ab.

Der MDax der mittelgrossen Werte rutschte am Freitag um 1,9 Prozent auf 31.277 Punkte ab. Auch der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 sank um 1,9 Prozent.

Gewinnmitnahmen drückten im Dax die Papiere des Chipherstellers Infineon um mehr als 5 Prozent nach unten nach einer Rally mit 80 Prozent Kursgewinn im Jahr 2026. Auch bei Aixtron im MDax und Siltronic im Kleinwerteindex SDax machten Anleger Kasse.

Heidelberg Materials litten als schwächster Dax-Wert mit einem Kursverlust von über 6 Prozent vor allem unter Konjunktursorgen. Vorne im Dax stemmten sich die Aktien des Rückversicherer Munich Re mit plus 1 Prozent gegen die jüngste Kursschwäche.

Quartalszahlen des Mobilfunk- und TV-Anbieters Freenet kamen gut an, die Papiere gewannen als bester Wert im MDax rund 3 Prozent. Deutlich gesunkene Passagierzahlen belasteten hingegen die Aktien von Fraport mit minus 2,6 Prozent.

Die Anteile des IT-Dienstleisters Nagarro verloren im SDax 3,6 Prozent nach Quartalszahlen. Der schwache Nachfragetrend habe sich fortgesetzt, merkte Analyst Martin Comtesse von Jefferies an.


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