Aktien Frankfurt Ausblick: Dax unbeeindruckt von neuen Angriffen im Iran-Krieg
FRANKFURT (awp international) - Der deutsche Aktienmarkt wird am Mittwoch zur Eröffnung wahrscheinlich nicht negativ auf die wieder verschärfte Lage im Nahost-Konflikt reagieren. Allerdings dürfte ein erneuter Schwächeanfall im globalen Technologiesektor die Anleger zunächst davon abhalten, vor den US-Inflationsdaten ins Risiko zu gehen. Knapp eine Stunde vor Handelsbeginn signalisierte der X-Dax als ausserbörslicher Indikator für den Dax ein Plus von 0,2 Prozent auf 24.485 Punkte.
Die USA und der Iran haben sich in der Golfregion trotz Waffenruhe und laufenden Verhandlungen über ein Kriegsende erneut gegenseitig angegriffen. Als Reaktion auf den Abschuss eines US-Militärhubschraubers bombardierte das US-Militär im Iran Luftabwehranlagen, Bodenkontrollstationen und Radaranlagen im Bereich der Strasse von Hormus. Teheran griff daraufhin laut iranischen Medien US-Stützpunkte in der Golfregion und in Jordanien an.
Mit Spannung erwartet wird die am Nachmittag anstehende Veröffentlichung der US-Verbraucherpreise für Mai. Experten rechnen mit einem Anstieg der Inflationsrate auf 4,2 Prozent. "Das wäre gleichbedeutend mit dem stärksten Preisanstieg seit mehr als 2 Jahren. Eine negative Überraschung bei der Inflation könnte die ohnehin schon bestehenden Spekulationen über Zinserhöhungen noch weiter anheizen", fürchtet Marktanalyst Thomas Altmann von QC Partners.
Der Maschinenbauer Heidelberger Druckmaschinen will wieder deutlich profitabler werden. Wie der Konzern am Mittwoch mitteilte, soll sich im laufenden Geschäftsjahr 2026/27 (bis Ende März) die operative Marge (bereinigte Ebitda-Marge) spürbar im Vergleich zum Vorjahr verbessern. Dazu beitragen soll auch ein Kostensenkungsprogramm. Die Aktien von Heidelberger Druck stiegen vorbörslich auf der Handelsplattform Tradegate im Vergleich zum Xetra-Schluss vom Vortag um 5,4 Prozent.
Die Papiere von Adidas stiegen auf Tradegate um 0,6 Prozent, nachdem die kanadische Bank RBC sie von "Sector Perform" auf "Outperform" hochgestuft hatte. Der Sportartikelkonzern biete neben einer günstigen Bewertung inzwischen auch ein gut berechenbares Ergebniswachstum, das am oberen Ende der Branche rangiere, schrieb Analyst Piral Dadhania.
Dagegen ging es für die Titel von Beiersdorf auf Tradegate um 1,0 Prozent abwärts. Zuvor hatten die Analysten von Barclays die Anteilsscheine des Konsumgüterkonzerns auf "Equal Weight" abgestuft.
Die Anteilsscheine von Jenoptik und Krones dürften rein optisch im Minus notieren, da sie am Mittwoch mit einem Dividendenabschlag gehandelt werden.
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