Aktien Frankfurt Ausblick: Weiter wenig Bewegung erwartet
FRANKFURT (awp international) - Für den Dax zeichnet sich weiter wenig Bewegung ab. Am Donnerstag signalisierte der X-Dax als ausserbörslicher Indikator für den deutschen Leitindex eine Stunde vor Handelsbeginn ein Plus von 0,04 Prozent auf 26.102 Punkte. Damit würde die jüngste Konsolidierung erst einmal weitergehen. Sein Eurozonen-Pendant EuroStoxx 50 wird ebenfalls minimal fester erwartet.
Sein Rekordhoch hatte der Dax in der Vorwoche bei 26.573 Punkten erreicht. Seither fehlen Impulse. Gestiegene Renditen an den Anleihemärkten und die wieder höheren Ölpreise wegen des Iran-Kriegs belasteten die Stimmung.
Als Stütze erwies sich die klare Erholung an den technologielastigen Börsen in Südkorea und Japan. Sie hatten zuletzt besonders deutlich unter steigenden Renditen bei Anleihen gelitten und angesichts des stagnierenden KI-Booms seit Juni keine Bestmarken mehr aufgestellt. Sie profitierten nun - wie am Vortag schon die US-Märkte - von leicht rückläufigen Renditen, nachdem das US-Finanzministerium angekündigt hatte, die Rückkäufe langlaufender Anleihen zu erhöhen.
Allerdings hatte der Dax am Vortag ohnehin "dem Asien-Beben getrotzt", wie Analyst Frank Sohlleder vom Broker Activtrades schrieb. Nun bleibe abzuwarten, ob sich der Index weiter stabilisiere oder ihn "die Mischung aus steigenden Energiekosten und Zinsunsicherheit in die Knie zwingt".
Im Fokus steht der Zwischenbericht von Tonies . Der Spielwarenhersteller berichtete für das erste Halbjahr dank der starken Nachfrage nach der "Toniebox 2" eine überraschend deutliche Umsatzsteigerung. Allerdings gingen die Ergebniskennziffern wegen Produktmix-Effekten und neuer US-Zölle deutlich zurück.
Die Aktien des Konsumgüterherstellers Beiersdorf könnten Händlern zufolge erst einmal von Zahlen des US-Konkurrenten Coty belastet werden. Dieser habe zwar für das Schlussquartal und Geschäftsjahr 2025/26 eine Verbesserung berichtet. Doch der Ausblick auf das laufende Quartal liege unter den Konsensschätzungen. Zudem sei die Entwicklung des von Coty als "Übergangsjahr" bezeichneten Geschäftsjahrs 2026/27 schwierig zu prognostizieren, was die Aktien nachbörslich unter Druck gesetzt habe. Allerdings schienen die Gründe dafür recht unternehmensspezifisch zu sein, betonten die Experten.
Für deutliche vorbörsliche Kursgewinne sorgte beim Labordienstleister und Pharmazulieferer Sartorius eine Kaufempfehlung der UBS. Premium-Wachstum verdiene auch eine Premium-Bewertung, begründete Analyst Matthew Weston seine Hochstufung. Er hob seine Umsatz- und Ergebnisprognosen bis 2031 im Schnitt um rund drei Prozent an.
Zum gleichen Thema
| MARKT UND BÖRSE | 20.08.2026 18:15:17 | Aktien Schweiz Schluss: SMI baut Verluste mehrheitlich ab |