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Markt und Börse   31.08.2026 14:25:45

Aktien Frankfurt: Dax gibt nach Rekordhoch etwas nach

FRANKFURT (awp international) - Der Dax hat sich von der erneuten Zuspitzung der Lage im Nahen Osten am Montag mässig beeindruckt gezeigt. Trotz deutlich steigender Ölpreise sank der deutsche Leitindex am frühen Nachmittag lediglich um 0,60 Prozent auf 26.410 Punkte. Damit blieb er über der für den kurzfristigen Trend wichtigen 21-Tage-Linie. Vor dem Wochenende hatte der Dax den Signalen von US-Notenbankchef Kevin Warsh für eine Zinserhöhung mit einem Rekordhoch getrotzt. Für den zu Ende gehenden August steuert er auf ein Plus von 3 Prozent zu.

Der MDax der mittelgrossen Unternehmen verlor am Montag 0,42 Prozent auf 32.892 Punkte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,1 Prozent nach unten. Zum europäischen Handelsende am Freitag hatten bereits die US-Indizes ins Minus gedreht - aktuell zeichnen sich dort weitere moderate Verluste ab. Die asiatischen Börsen zeigten sich am Montag wenig bewegt ohne einheitliche Tendenz.

Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners sprach von einem erwartbaren Ölpreisanstieg, nachdem das US-Militär Medienberichten zufolge erstmals seit Ende Juli wieder Ziele im Iran angegriffen hatte. Dagegen hätten die Aktien- und Rentenmärkte recht entspannt auf die erneute militärische Eskalation reagiert. "Die Mehrzahl der Anleger erwartet offenbar nicht, dass die Situation erneut grossflächig und langfristig eskaliert."

"Gleich zu Wochenbeginn haben es Anleger mit genau den Themen zu tun, die sie seit Wochen umtreiben: den Sorgen vor steigender Inflation und ungelösten geopolitischen Fragen sowie der Angst, dass die amerikanische Notenbank bald die Zinsen anheben könnte", schrieb Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst bei der Consorsbank. Mit dem beginnenden September als historisch schwächstem Börsenmonat des Jahres "wird sich noch zeigen müssen, ob sich der Dax auch dann gegen den typischen saisonalen Trend stemmen und einfach weiter steigen kann".

Das US-Militär nahm zwei Raketenwerfer auf der Insel Larak ins Visier, wie das Nachrichtenportal "Axios" sowie die Sender Fox News und CBS News unter Berufung auf einen US-Beamten berichteten. Die Raketenwerfer sollten daran gehindert werden, neue Seeminen in der Strasse von Hormus zu legen, hiess es. In Reaktion darauf griff der Iran eigenen Angaben zufolge zwei US-Militärstützpunkte in Jordanien an. Zudem meldeten die Vereinigten Arabischen Emirate einen Drohnenvorfall über ihren Hoheitsgewässern.

Die vorläufigen Verbraucherpreisdaten aus Deutschland belegten für den August einen Anstieg auf 2,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr - wie bereits von den Experten der Landesbank Helaba prognostiziert. Da der Wert deutlich über der Zielmarke der Europäischen Zentralbank (EZB) von 2,0 Prozent liegt, gehen sie davon aus, dass sich die Währungshüter in ihrem Vorhaben bestärken fühlen dürften, kommende Woche den Leitzins anzuheben. Am Markt sei dies allerdings schon "fast vollständig eingepreist".

Am deutschen Aktienmarkt standen zinssensible Werte aus der Immobilien- und Technologiebranche dennoch unter Druck. So büssten die Immobilienaktien Aroundtown , TAG Immobilien und Vonovia bis zu 2,9 Prozent ein. Für erstere senkte zudem die US-Investmentbank Goldman Sachs ihr Kursziel deutlich. Aus dem Tech-Bereich gaben die Titel des Softwarekonzerns SAP und des Halbleiterzulieferers Aixtron um jeweils gut 1 Prozent nach.

Klar kursbewegende Unternehmensnachrichten gab es nur aus dem Nebenwerte-Index SDax . Die Aktien von OHB zogen dank eines Grossauftrags um 11,6 Prozent an. Damit führte der Raumfahrtkonzern die Gewinnerliste an - auch im bisherigen Jahresvergleich ist er mit einem Kursplus von 74 Prozent ganz vorn mit dabei.

Hinter OHB reihte sich am Montag Sto mit einem Kursanstieg von 6,2 Prozent ein. Der Halbjahresumsatz und mehr noch der operative Gewinn (Ebit) des Farben- und Dämmstoffspezialisten fielen trotz des starken Wettbewerbs und gestiegener Kosten höher als vor einem Jahr aus. Die Prognose für 2026 bestätigte Sto.


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