Aktien Frankfurt Ausblick: Weitere Verluste - Tiefrote Vorgaben aus Asien
FRANKFURT (awp international) - Der anhaltende Aufwärtstrend bei den Ölpreisen dürfte den Dax auch am Mittwoch belasten. Eine Stunde vor Handelsbeginn signalisierte der X-Dax als ausserbörslicher Indikator einen Kursrückgang um 0,5 Prozent auf 25.837 Punkte.
Damit würde sich der deutsche Leitindex weiter von der viel beachteten Marke von 26.000 Punkten entfernen. Mit dem Rutsch unter das Juli-Zwischenhoch bei 25.900 Punkten rückt zunehmend die für den kurz- bis mittelfristigen Trend wichtige 50-Tage-Linie in den Blick. Vom Rekordhoch bei 26.618 Punkten ist der Dax bislang schon um rund 2,5 Prozent zurückgefallen. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 wird am Mittwochmorgen 0,4 Prozent tiefer erwartet.
An den Aktienmärkten in Übersee sieht es noch düsterer aus: In New York war am Dienstag vor allem die Technologiebörse Nasdaq unter Druck geraten. In Asien weisen aktuell die technologielastigen Indizes wie der japanische Nikkei 225 , der südkoreanische Kospi und der taiwanische Topix noch deutlichere Verluste aus.
Die USA und der Iran greifen sich weiter gegenseitig an, was die Ölpreise nach oben treibt. Für ein Barrel der Nordseesorte Brent muss aktuell mit mehr als 95 US-Dollar der höchste Preis seit Mitte Juni bezahlt werden. Das US-Militär attackierte nach eigenen Angaben in der Nacht Luftabwehrstellungen und Radarsysteme der iranischen Revolutionsgarden sowie Gerät zum Verlegen von Seeminen. Der Iran reagierte mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Jordanien, Kuwait und Bahrain. Diese Staaten sind mit Washington verbündet und beherbergen US-Militärstützpunkte.
Am deutschen Aktienmarkt könnte Volkswagen (VW) unter Abgabedruck geraten. Der Autobauer muss den EuroStoxx 50 am 21. September verlassen, wie der Indexanbieter ISS Stoxx am Dienstagabend bekanntgab. Angesichts der Krise der Wolfsburger ist der Aktienkurs seit Jahresbeginn um mehr als ein Viertel gesunken. Auf Sicht von fünf Jahren liegt das Minus sogar bei fast zwei Dritteln. Überraschend kommt der Abstieg aus dem europäischen Leitindex einem Händler zufolge nicht.
Zudem müssen unter anderem der Flughafenbetreiber Fraport und der Autozulieferer Aumovio den marktbreiten Stoxx Europe 600 verlassen.
Bei den Aktien von Adidas zeichnet sich eine Kurserholung ab. Die britische Investmentbank Barclays nahm die Bewertung des Sportwarenherstellers mit einer positiven Anlageempfehlung auf. Die neu verantwortliche Analystin Viktoria Petrova sieht insbesondere die Innovationstage der Herzogenauracher am 23. und 24. September als Kurstreiber.
Derweil hob Chris Hallam von der US-Investmentbank Goldman Sachs sein Votum für die Titel der Deutschen Bank an und rät nun zum Kauf. Er sieht die Frankfurter am Beginn einer "Ära höherer Profitabilität" und betonte zudem die günstige Bewertung.
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