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Markt und Börse   06.11.2026 08:17:20

Aktien Frankfurt Ausblick: Weitere Gewinnmitnahmen nach Tech-Ausverkauf

FRANKFURT (awp international) - Der starke Kursrutsch an den US-Aktienmärkten prägt am Freitag auch das Geschehen im zuletzt rekordhohen Dax . Weitere Gewinnmitnahmen dürften folgen. Knapp eine Stunde vor Handelsbeginn signalisierte der X-Dax als Indikator für den deutschen Leitindex einen Abschlag von einem Prozent auf 26.594 Punkte. Tags zuvor hatte der Dax mit 26.692 Punkten ein Rekordhoch erreicht, bevor die Schwäche an den US-Börsen einsetzte und ihn letztlich ins Minus drückte.

In New York hatte der Technologie-Auswahlindex Nasdaq 100 am Donnerstag den stärksten Tagesverlust seit dem Corona-Crash im März 2020 verzeichnet. Letztlich verlor er 6,4 Prozent. Für den Halbleiterindex SOX ging es sogar um mehr als 12 Prozent abwärts. Auch für den marktbreiten S&P 500 und den US-Leitindex Dow Jones Industrial war es ein schwacher Tag.

"An der Wall Street ist genau das eingetreten, was Anleger seit Monaten befürchten: dass sich das Klumpenrisiko aus wenigen Tech-Schwergewichten rächt und die grossen Indizes mit in die Tiefe reisst, wenn sie einmal stärker fallen sollten", kommentierte Marktanalyst Jochen Stanzl von der Consorsbank. "Die Angst vor einem KI-Ausbaustopp durch die Demokraten trübt die Stimmung."

In Asien gaben die Indizes ebenfalls entsprechend klar nach, besonders der japanische Nikkei 225 und der südkoreanische Kospi .

Quartalszahlen gab es von Daimler Truck . Die Analysten von JPMorgan lobten die Entwicklung in Nordamerika: Die Resultate dort seien dank Tarifrückerstattungen sowie höherer Absatzzahlen und positiver Preisentwicklung sehr stark ausgefallen. Die tags zuvor starken Aktien gaben auf Tradegate zuletzt um gut 1 Prozent nach im Vergleich zum Xetra-Schluss.

Die Ankündigung von Aktienrückkäufen treibt den Kurs von Freenet an. Vorbörslich stiegen die Papiere des Mobilfunkanbieter um 1,5 Prozent.

Munich Re und Hannover Rück gaben auf Tradegate um bis zu 5 Prozent nach. JPMorgan hatte die Aktien der beiden Rückversicherer abgestuft und bremste deren jüngste Rally damit aus.

Für die Anteile des Autozulieferers Stabilus ging es vorbörslich auf Tradegate um 4,5 Prozent bergab. Die neuen mittelfristigen Ziele seien nun realistischer und auch besser als erwartet, Abschreibungen und eine niedrigere Dividende wirkten aber leicht negativ, hiess es am Markt.


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