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Dividende   12.02.2026 06:57:10

Waadtländer Kantonalbank schreibt weniger Gewinn

Lausanne (awp) - Die Waadtländer Kantonalbank (BCV) hat im Geschäftsjahr 2025 wie erwartet etwas weniger verdient als im Vorjahr. Die Aktionärinnen und Aktionäre sollen dennoch in den Genuss einer unveränderten Dividende kommen.

Der Geschäftserfolg der BCV, der bei Banken als Mass für die operative Leistung gilt, sank im vergangenen Jahr um 2 Prozent auf 502,8 Millionen Franken, wie das Institut am Donnerstag mitteilte. Und der Konzerngewinn nahm ebenfalls um 2 Prozent auf 429,7 Millionen ab.

Dieser Rückgang war von Analysten erwartet worden. Die Erwartungen von Vontobel und der ZKB wurden nun gut erfüllt.

Die BCV-Aktionäre sollen trotz des Gewinnrückgangs eine unveränderte Dividende von 4,40 Franken pro Aktie erhalten. Dem Kanton Waadt als Mehrheitsaktionär würden damit inklusive Steuern gut 288 Millionen Franken zufliessen.

___ Zinsumfeld belastet

Ein Belastungsfaktor war die Zinsentwicklung. Der Nettoerfolg sank im Zinsgeschäft um 5 Prozent auf 526,2 Millionen Franken. Zwar sei das Kreditvolumen um 4 Prozent gewachsen, damit habe die BCV die Auswirkungen der rückläufigen Zinsen aber nicht ganz ausgleichen können, hiess es.

Im Geschäft mit Kommissionen- und Dienstleistungen kletterte der Erfolg dank des guten Finanzmarktumfelds und des hohen Transaktionsvolumens im Privatkundensegment hingegen um 7 Prozent auf 394,3 Millionen Franken. Im Handelsgeschäft wiederum verharrte er bei 194,8 Millionen.

Insgesamt weist die BCV einen gegenüber dem Vorjahr stabilen Geschäftsertrag von 1,15 Milliarden Franken aus. Dies belege die gute Diversifikation des Geschäftsmodells, so die Bank.

Demgegenüber zog der Geschäftsaufwand aber um 1 Prozent auf 559,1 Millionen an, vor allem aufgrund des gestiegenen Personalaufwands (+2%).

___ Nettoneugelder angezogen

Während des Jahres zog die BCV Netto-Neugelder in Höhe von 3,8 Milliarden Franken an. Diese stammten laut den Angaben von der Privatkundschaft, den KMU und institutionellen Kunden. Die verwalteten Vermögen stiegen um 8 Prozent auf 134,1 Milliarden Franken, nicht zuletzt dank des guten Börsenumfelds.

Die BCV sieht sich derweil weiterhin solide kapitalisiert. Die harte Kernkapitalquote (CET1-Quote) von 18,0 Prozent und das Eigenkapital von 4 Milliarden Franken zeugten davon, hiess es.

Angaben zum Ausblick machte die Bank in der Mitteilung keine.


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