Marktgespräch 03. Juli: SMI, Julius Bär
Zürich (awp) - Am Schweizer Markt wird heute u.a. über folgende Themen gesprochen (Kursveränderungen 09.50 Uhr):
SMI (+0,16% auf 14'376 Punkte): Auf zu neuen Höhen
Sah es zunächst so aus, als ob dem SMI in seiner Aufwärtsbewegung etwas der Schnauf ausgeht, überraschten am gestrigen Donnerstag dann schwache US-Jobdaten und hievten die Indizes weltweit dank nachlassender Zinssorgen klar ins Plus. Das bescherte auch dem Schweizer Leitindex ein neues Rekordhoch mit Kursen von erstmals über 14'400 Punkten. Nun sei aus charttechnischer Sicht auf der Oberseite viel Spielraum heisst es von Experten. Allerdings befänden wir uns durchaus in einer überkauften Marktphase. Entsprechend ist Vorsicht geboten, ob der Kursanstieg nachhaltig verteidigt werden kann - besonders da am heutigen Freitag die USA sich selbst und ihren 250. Geburtstag schon mal vorfeiern und die geschlossene Wall Street entsprechend keine Impulse liefert. Der echte Härtetest steht dann mit der bald anrollenden Berichtssaison zum ersten Halbjahr bevor.
JULIUS BÄR (+0,6% auf 72,30 Fr.): Dank Rückkaufphantasien auf Rekordkurs
Die Aktien von Julius Bär versuchen am Freitag an das Rekordhoch vom Vortag bei 72,56 Franken anzuknüpfen. Dass die Zürcher Bank mit Peter Burrill einen würdigen Nachfolger für die zurücktretende Finanzchefin Evie Kostakis präsentieren kann, kommt in hiesigen Börsenkreisen gut an. Der zuvor für die britische Standard Chartered in ähnlicher Funktion tätige Burrill bringe den nötigen Rucksack an Fähigkeiten und Erfahrung mit sich. Zudem sei der Erfolg bei der Suche nach einem neuen Finanzchef eine der Grundvoraussetzungen für eine Wiederaufnahme der Aktienrückkäufe, heisst es weiter. In diesem Zusammenhang wird auch auf einen Bericht von Bloomberg vom Donnerstagabend verwiesen, wonach sich das Enforcement-Verfahren der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (Finma) im Zusammenhang mit dem Skandal um den österreichischen Immobilieninvestor René Benko in einer weit fortgeschrittenen Phase befinde. Wie die ZKB in einem Kommentar schreibt, fällt mit der Bekanntgabe eines Nachfolgers für die abtretende Finanzchefin ein wichtiger Unsicherheitsfaktor zeitnah weg. Der Experte hofft nun, dass das Finma-Verfahren rasch abgeschlossen werden kann und preist die Aktien von Julius Bär wie bis anhin mit "Übergewichten" an. Trotz der jüngsten Kursrekorde und einem ansehnlichen Plus von knapp 16 Prozent seit Januar bleiben die Valoren in ihrer Entwicklung noch immer deutlich hinter jenen anderer europäischer Banken zurück. Da käme Börsenbeobachtern zufolge ein neues Aktienrückkaufprogramm mit seinen positiven Kursimpulsen aus Aktionärssicht gerade recht.
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Betroffene Instrumente
| Name | Kurs | Differenz Differenz % |
52 Wochenhoch | 52 Wochentief | Volumen |
|---|---|---|---|---|---|
| Julius Baer Grp N | 73.00 |
+1.16
+1.61%
|
73.00 | 58.84 | 517'829.00 |