Marktgespräch 13. August: SMI, Kühne+Nagel
Zürich (awp) - Am Schweizer Markt wird heute u.a. über folgende Themen gesprochen (Kursveränderungen 10.15 Uhr):
SMI (+0,3% auf 14'493 Punkte): Geht dem SMI die Puste aus?
Vor zwei Tagen noch übertrumpfte der SMI sein bisheriges Rekordhoch und markierte bei knapp 14'670 Zählern die neue Bestmarke. Ein wirklich überzeugender Sprung in neue Höhen war es allerdings nicht, eher ein vorsichtiges schauen über den Rand - gefolgt von einem sofortigen Zurückweichen. Geht dem Leitindex also etwas die Puste aus? Überhaupt agieren viele Börsianer mittlerweile vorsichtig. So tastet sich auch der deutsche DAX eher scheu nach oben. Und neben der grundlegend etwas zurückhaltenderen Art der Schweizer Aktien fehlt hierzulande einfach auch die starke Ausrichtung auf die KI-Wachstumstreiber. Traditionelle Branchen und solides Geschäft sind in Krisenzeiten zwar gefragt, bei Boomphasen wirken sie dann eher wie ein Bremsklotz. Aus charttechnischer Sicht bleibt das Bild allerdings nach wie vor positiv. Ein beherzter neuerlicher Anlauf auf den Rekordstand könnte durchaus die Tür für die nächste runde Marke von 15'000 Zählern aufstossen, meinen Experten. Und nach unten hat zumindest im heutigen frühen Handel die Unterstützung des Juni-Zwischenhochs bei rund 14'465 Punkten gehalten. Sollte diese Marke fallen, warten mit dem jüngsten Verlaufstief von Ende Juli bei 14'325 Punkten und der 38-Tage-Linie bei 14'299 Zählern weiter solide Unterstützungen.
,,,Kühne+Nagel (+2,1% auf 207,80 Fr.): Jahreshoch im Visier
Kühne+Nagel scheinen derzeit Anlauf auf ihr bisheriges Jahreshoch von 213,70 Franken zu nehmen, das sie erst vor knapp einem Monat erreicht hatten. Danach war den Papieren etwas die Luft ausgegangen, doch in diesen letzten Tagen haben Investoren wieder verstärkt zugegriffen. Starke Impulse kommen dabei auch von der Konkurrenz. Am Morgen hat die dänische Reederei Moller-Maersk nicht nur mit den vorgelegten Zahlen besser als erwartet abgeschnitten, sie hat sich auch die Ziele für das Gesamtjahr ein weiteres Mal nach oben geschraubt. Hapag Lloyd hatte die eigenen Ziele bereits Mitte Juli erhöht und Kühne selbst dann kurz darauf. Die Logistikkonzerne profitieren von den verschiedenen Belastungsfaktoren für den weltweiten Warenverkehr. Wie die ZKB erst am Vortag beleuchtet hat, treiben nicht nur die kriegsbedingten Problemen bei den Frachtrouten im Nahen Osten die Preise. Auch die Lage am Panamakanal belastet. Denn dort sinken die Wasserstände wegen des sich verstärkenden El Niño stark. Für den Welthandel sei dies relevant, da rund 5 bis 6 Prozent des globalen Seehandels durch den Panamakanal liefen und eine Umfahrung die Fahrzeit je nach Route um eine bis mehr als drei Wochen verlängere. Gleichzeitig erhöhe die Sperrung der Strasse von Hormus den Bedarf an alternativen Routen. Gerade Kühne+Nagel dürfte in diesem Umfeld zu den grossen Profiteuren gehören mit seiner breiten Angebotspalette.
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Betroffene Instrumente
| Name | Kurs | Differenz Differenz % |
52 Wochenhoch | 52 Wochentief | Volumen |
|---|---|---|---|---|---|
| Kuehne+Nagel Int N | 209.90 |
+6.30
+3.09%
|
213.70 | 170.40 | 175'520.00 |