Markt und Börse
05.01.2026 18:15:09
Insgesamt hätten die Anleger nach der Intervention der USA in Venezuela und den Hoffnungen im KI-Boom wieder in den "Risk-on-Modus" geschaltet, sagte ein Händler. Davon profitierten vor allem Technologiefirmen, Unternehmen aus dem Ölbereich und auch Rüstungskonzerne, die an der Schweizer Börse eher unterrepräsentiert sind. Ansonsten belasteten auch die eingetrübten Konjunkturaussichten in der Schweiz. So kam der PMI Industrie deutlich unter den Erwartungen der Analysten zu liegen und auch die Aussichten für KMUs rutschten wieder in den negativen Bereich ab.
Der SMI verlor schliesslich 0,15 Prozent auf 13'247,32 Punkte, im Tief war er bis auf 13'137 Punkte gefallen. Der 30 Titel umfassende SLI, in dem die 30 wichtigsten Aktien enthalten sind und wo die Gewichtung der Schwergewichte gekappt ist, gewinnt dagegen 0,36 Prozent auf 2150,98 und der breite SPI 0,12 Prozent auf 18'242,25 Zähler. Von den 30 Blue Chips gewannen 18 hinzu und 12 schlossen tiefer.
Für den Tagesverlust zeichnen vornehmlich die Börsenschwergewichte verantwortlich. Händler berichten von Umschichtungen hin zu risikoreicheren Aktienkategorien. Nach dem zuletzt starken Lauf könnten auch Gewinnmitnahmen bei Roche (GS -0,8%) und Novartis (-1,0%) einen Teil der Verluste erklären.
Schwergewicht Nestlé schwächelte gar mit ein Minus von 2,9 Prozent. Dabei belasteten auch Medienberichte über den Rückruf von Babynahrung. Eine wirklich neue Entwicklung sei es jedoch nicht, bereits Ende 2025 habe Nestlé einen stillen Rückruf durchgeführt und die betroffenen Produkte aus den Regalen entfernt, hiess es. Entsprechend bewerteten Analysten das Risiko als "beherrschbar".
Auch andere Werte aus dem Nahrungssektor standen unter Druck. So gaben die Schokoladenwerte Lindt&Sprüngli (-2,1%) wie auch Barry Callebaut (-3,1%) klar nach. Auch die Aktien von Bell, Emmi und Aryzta verzeichneten Verluste zwischen 1,5 und 2,7 Prozent.
Unter Druck standen zudem Versicherungswerte, dabei vor allem Swiss Re (-2,0%). Hier hätten sich negative Analystenaussagen zur Januar-Erneuerungsrunde im Rückversicherungsgeschäft negativ ausgewirkt, war im Markt zu hören. Im Minus schlossen auch Zurich (-0,4%), während Swiss Life (+1,7) im späten Handel noch ins Plus drehten.
Deutlich aufwärts ging es für Techwerte. Wieder einmal trieben dabei KI-Hoffnungen die Risikolust der Anleger an und machten die Aktien attraktiv. Zudem stützten positive Signale von Samsung Electronics und dem Chip-Giganten TSMC wie auch eine freundliche Technologiebörse Nasdaq. Für den Vakuumventilspezialisten VAT ging es gleich um satte 12,1 Prozent aufwärts.
Auch andere Werte aus der Halbleiterbranche wie AMS Osram, Comet und Inficon zogen zwischen 9,8 und 5,5 Prozent an. Comet erhielt auch Unterstützung durch ein "Buy"-Rating der Bank Vontobel.
Bei den Bankenwerte waren UBS (+3,3%) gesucht. Noch deutlicher zogen Julius Bär (+5,4%) an. Partners Group (+4,9% auf 1030 Fr.) erhielten indes Rückenwind durch eine Ratingerhöhung der Citigroup auf "Buy" von "Neutral". Sie eroberten gar die Marke von 1000 Franken zurück.
In den hinteren Reihen verzeichneten Stadler Rail (+8,1%) klare Zugewinne. Laut Händlern wurden die Papiere nach Titelkauf aus der Geschäftsleitung gesucht. Kurz vor dem Jahreswechsel hatte ein Firmenmanager Aktien für rund 1 Million Franken erworben.
Anfänglich noch gefragte Biotech-Firmen drehten im Handelsverlauf dann doch noch recht deutlich ins Minus. So büssten Idorsia, Kuros oder Medartis zwischen 4,6 und 2,9 Prozent ein. Newron (+6,9%) konnten dagegen ihr Plus verteidigen.
Aktien Schweiz Schluss: Defensive Werte bremsen SMI am ersten Handelstag aus
Zürich (awp) - Der SMI hat den ersten Handelstag des Jahres 2026 mit einem kleinen Minus abgeschlossen. Er steht aber immer noch in der Nähe seines Allzeithochs, welches er bekanntlich erst kurz vor Weihnachten aufgestellt hatte. Bis zum Nachmittag summierten sich die Verluste auf knapp 1 Prozent. In der letzten Handelsstunde konnte der Schweizer Leitindex im Zuge deutlich positiver US-Märkte die Verluste noch deutlich eingrenzen. Dennoch schloss der SMI im Gegensatz zu den meisten anderen europäischen Märkten im Minus. Vor allem die defensive Ausrichtung des hiesigen Geschäfts machte sich dabei bemerkbar. Insbesondere das Index-Schwergewicht Nestlé zeigte sich wieder einmal als Bremsklotz.Insgesamt hätten die Anleger nach der Intervention der USA in Venezuela und den Hoffnungen im KI-Boom wieder in den "Risk-on-Modus" geschaltet, sagte ein Händler. Davon profitierten vor allem Technologiefirmen, Unternehmen aus dem Ölbereich und auch Rüstungskonzerne, die an der Schweizer Börse eher unterrepräsentiert sind. Ansonsten belasteten auch die eingetrübten Konjunkturaussichten in der Schweiz. So kam der PMI Industrie deutlich unter den Erwartungen der Analysten zu liegen und auch die Aussichten für KMUs rutschten wieder in den negativen Bereich ab.
Der SMI verlor schliesslich 0,15 Prozent auf 13'247,32 Punkte, im Tief war er bis auf 13'137 Punkte gefallen. Der 30 Titel umfassende SLI, in dem die 30 wichtigsten Aktien enthalten sind und wo die Gewichtung der Schwergewichte gekappt ist, gewinnt dagegen 0,36 Prozent auf 2150,98 und der breite SPI 0,12 Prozent auf 18'242,25 Zähler. Von den 30 Blue Chips gewannen 18 hinzu und 12 schlossen tiefer.
Für den Tagesverlust zeichnen vornehmlich die Börsenschwergewichte verantwortlich. Händler berichten von Umschichtungen hin zu risikoreicheren Aktienkategorien. Nach dem zuletzt starken Lauf könnten auch Gewinnmitnahmen bei Roche (GS -0,8%) und Novartis (-1,0%) einen Teil der Verluste erklären.
Schwergewicht Nestlé schwächelte gar mit ein Minus von 2,9 Prozent. Dabei belasteten auch Medienberichte über den Rückruf von Babynahrung. Eine wirklich neue Entwicklung sei es jedoch nicht, bereits Ende 2025 habe Nestlé einen stillen Rückruf durchgeführt und die betroffenen Produkte aus den Regalen entfernt, hiess es. Entsprechend bewerteten Analysten das Risiko als "beherrschbar".
Auch andere Werte aus dem Nahrungssektor standen unter Druck. So gaben die Schokoladenwerte Lindt&Sprüngli (-2,1%) wie auch Barry Callebaut (-3,1%) klar nach. Auch die Aktien von Bell, Emmi und Aryzta verzeichneten Verluste zwischen 1,5 und 2,7 Prozent.
Unter Druck standen zudem Versicherungswerte, dabei vor allem Swiss Re (-2,0%). Hier hätten sich negative Analystenaussagen zur Januar-Erneuerungsrunde im Rückversicherungsgeschäft negativ ausgewirkt, war im Markt zu hören. Im Minus schlossen auch Zurich (-0,4%), während Swiss Life (+1,7) im späten Handel noch ins Plus drehten.
Deutlich aufwärts ging es für Techwerte. Wieder einmal trieben dabei KI-Hoffnungen die Risikolust der Anleger an und machten die Aktien attraktiv. Zudem stützten positive Signale von Samsung Electronics und dem Chip-Giganten TSMC wie auch eine freundliche Technologiebörse Nasdaq. Für den Vakuumventilspezialisten VAT ging es gleich um satte 12,1 Prozent aufwärts.
Auch andere Werte aus der Halbleiterbranche wie AMS Osram, Comet und Inficon zogen zwischen 9,8 und 5,5 Prozent an. Comet erhielt auch Unterstützung durch ein "Buy"-Rating der Bank Vontobel.
Bei den Bankenwerte waren UBS (+3,3%) gesucht. Noch deutlicher zogen Julius Bär (+5,4%) an. Partners Group (+4,9% auf 1030 Fr.) erhielten indes Rückenwind durch eine Ratingerhöhung der Citigroup auf "Buy" von "Neutral". Sie eroberten gar die Marke von 1000 Franken zurück.
In den hinteren Reihen verzeichneten Stadler Rail (+8,1%) klare Zugewinne. Laut Händlern wurden die Papiere nach Titelkauf aus der Geschäftsleitung gesucht. Kurz vor dem Jahreswechsel hatte ein Firmenmanager Aktien für rund 1 Million Franken erworben.
Anfänglich noch gefragte Biotech-Firmen drehten im Handelsverlauf dann doch noch recht deutlich ins Minus. So büssten Idorsia, Kuros oder Medartis zwischen 4,6 und 2,9 Prozent ein. Newron (+6,9%) konnten dagegen ihr Plus verteidigen.
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